Tragetücher und Trageschlinge
Tücher sind die älteste Form der Tragehilfe. Man kann sie auf unterschiedliche Arten binden und sein Baby vor dem Bauch, in Wiegehaltung, auf dem Rücken oder auf der Hüfte transportieren. Tragetücher werden aus zwei verschiedenen Stoffarten hergestellt. Die klassische Variante: ein gewebtes Tuch, das durch seine spezielle Webtechnik sprungelastisch ist und doch sicheren Halt gibt. Es sitzt fest und stützt das Baby gut ab. Seit Kurzem gibt es auch Jersey-Tücher. Sie sind etwas weicher und werden anders gebunden. Allerdings ermöglichen sie weniger Bindevarianten. Bei schwereren Kindern gibt der Stoff leicht nach.
Tipp:
Da Tücher oft mehrlagig gebunden werden, empfiehlt es sich, auf die richtige Kleidung des Babys zu achten: nicht zu warm am Oberkörper, aber gut geschützt an Beinen und Füßen.
Vorteile
Ein Tragetuch lässt sich von Geburt an nutzen und perfekt auf Gewicht und Größe des Babys und des Erwachsenen abstimmen. Dadurch garantiert es orthopädisch gesehen den optimalen Sitz für das Baby. Ist Ihr Kind groß, können Sie das Tragetuch auch als kleine Hängematte oder sogar als Tischtuch weiterverwenden. Trageschlingen lassen sich leicht anlegen. Auch sie können ab der ersten Woche verwendet werden.
Anbieter und Preise: Tragetücher gibt es z. B. von Bebina (je nach Länge und Modell zwischen 47 bis 90 Euro), von Didymos (je nach Länge und Muster von 50 bis 130 Euro), Hoppediz (ca. 53 Euro), Moby Wrap (ca. 66 Euro), Lana (zwischen 58 und 116 Euro) oder Dolcino (ca. 78 Euro).
Ringslings, etwa von Tragidi (ab 66 Euro) oder Storchenwiege (59 Euro).
Trageschlingen von Tri-Cotti (ca. 55 Euro) oder My Baby Nest (ca. 60 Euro).
Nachteile
Für die Bindetechnik braucht man Übung. Das Tuch sollte immer genau und fest gebunden werden, wodurch das Anlegen etwas länger dauern kann. Am besten lassen Sie es sich von einer Hebamme oder Trageberaterin (Adressen unter www.trageschule-dresden.de) erklären.
Nachteil der Trageschlingen: die einseitige Gewichtsverteilung. Sie kann Schultern und Rücken des Tragenden belasten. Außerdem lassen sich Schlingen nicht so genau an Größe und Gewicht von Eltern und Kind anpassen wie Tücher.



Google
Facebook
Mister Wong
del.icio.us 





.
hallo birgit, der manduca ist unter tragesitzen erwähnt, da hast du nicht ganz richtig gelden!
liebe grüße, kathrin
ps.: wir haben den glückskäfer in der anfangszeit sehr genutzt und sind nun überzeugte tuchträger!
Lieber Elter-Team,
ich habe zu meiner großen Freude bemerkt, dass endlich mal ein guter, kompetenter Artikel zum Thema Babytragen auf Eurer Homepage steht! :-)))
Als Mama und Trageberaterin kann ich die Infos nur bestätigen und freue mich darüber, dass endlich eine gute Info zu diesem Thema auf Eurer doch sehr stark frequentierten Seite zu finden ist, die nicht nur werbungstriefend nach stylischen aber teilweise wirklich äußerst schädlichen Babtragen schreit, sondern wirklich einen guten Background für werdende und junge Mamis bietet, die mit diesem Thema oft sehr überfordert sind und so zumindest wissen wo sie sich weiter informieren können, wenn auch in einem Artikel einfach nicht alles wirklich Wesentliche zum Babytragen gesagt werden kann.
Und zum BabyBjörn: Ja, das Marketing ist genial, die Trage leider weniger. Ich hoffe, dass die Fa. BabyBjörn die Infos, die sie von der Trageschule Dresden bekommen können, auch beherzigt. NOCH hat sich ja leider nichts am BB geändert.
Angelika
Birgit, kann mich dir nur anschließen!
Dass der Babybjörn alles andere als eine empfehlenswerte Tragehilfe ist, wurde nun eh schon oft gesagt. Leider ist deren Marketing offenbar so gut, dass sogar eine Zeitschrift wie Eltern darauf reinfällt. Naja, man kann anscheinend nicht erwarten, dass die Journalisten wirklich gut recherchieren (mehr als die Firmen-Webseites zu lesen und abzuschreiben). Denn dann würde hier auch der MANDUCA vorkommen, für Babys ab ca 4-5 Monaten die beste Tragehilfe, die es momentan am Markt gibt. Marsupi oder Mei Tai wurden auch nicht erwähnt...
- 1
- 2
- 3
- >
- »
(11 Kommentare)