Babylexikon
Vormilch
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In den ersten zwei, drei Tagen nach der Geburt bildet sich die Vormilch. Sie ist gelb und ziemlich dickflüssig, von der Konsistenz zwischen Dosenmilch und Zahnpasta. Das lässt bei jungen Müttern Zweifel aufkommen, ob es sich wirklich schon um "richtige" Milch handelt. Aber für Neugeborene gibt es nichts Besseres als Vormilch, denn sie ist besonders leicht verdaulich und enthält viel Eiweiß, aber wenig Fett und Zucker. Die Vormilch ummantelt die empfindliche Magen- und Darmschleimhaut mit einem schützenden Film. Blähungen und andere Verdauungsprobleme kommen seltener und nicht so heftig. Mit der Vormilch bekommt das Neugeborene außerdem eine natürliche Impfung gegen viele Krankheitskeime. Denn über die Milch gibt die Mutter etwas von ihrem Immunsystem weiter.
So gut wie jede Mutter bezweifelt in den ersten Tagen, dass die paar Fingerhut voll dem Baby reichen. Aber normalgewichtige, gesunde, zum Termin geborene Kinder brauchen keinen Tee und schon gar keine künstliche Babynahrung. Im Gegenteil: Zufüttern würde ihren Organismus überfordern. Die kleine Menge an Vormilch verschafft ihnen genau das richtige Maß an Nahrung und Flüssigkeit.








