Babyentwicklung
 
Was kann mein Kind wann?

In den ersten drei Lebensjahren entwickeln sich Kinder rasant. Und jedes in seinem eigenen Tempo und mit individuellen Stärken und Schwächen. Wann es was kann, sollten Eltern nicht mit Aurgusaugen beobachten. Nichtsdestotrotz ein paar Anhaltspunkte zur Entwicklung von Babys und Kleinkindern.

Babyentwicklung: Was kann mein Kind wann?

Die ersten Monate eines Kindes sind faszinierend. Täglich lernen unsere Kinder etwas Neues dazu, und wir Erwachsenen stehen staunend daneben: Wie ist es möglich, dass dieses kleine Wesen in so kurzer Zeit so riesige Fortschritte macht? Dabei hat jedes Kind sein eigenes Tempo - egal, ob es sich um die körperliche, geistige oder emotionale Entwicklung handelt. Trotzdem kommen Eltern immer wieder in Versuchung, die Fortschritte und Fähigkeiten ihres Kindes stolz oder kritisch bis neidvoll mit denen anderer zu vergleichen: Sitzt da ein kleiner Einstein im Kinderzimmer oder die Nachfolgerin von Magdalena Neuner? Eltern wollen es einfach wissen: Entwickelt sich mein Kind altersgerecht? Hier liefern wir Ihnen beruhigende Fakten für die ersten Lebensjahre:

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Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Entwicklung eines Kindes in den ersten Lebensjahren. Weil jedes Kind sein eigenes Tempo hat, können diese Daten nur ungefähre Anhaltspunkte sein.

Mit 3 Monaten Ihr Baby kann sich in Bauchlage auf die Unterarme stützen und dabei Kopf und Brust bis 90 Grad heben.
Mit 6 Monaten Ihr Baby dreht sich von einer Seite auf die andere, um nach der Rassel zugreifen. Es kann allein sitzen, muss sich aber noch abstützen.
Mit 9 Monaten Ihr Baby bewegt sich irgendwie vorwärts oder rückwärts – robbend krabbelnd, rollend, rutschend, gern auch im Kriechgang wie ein Soldat im Gelände. Es drückt sich selbst mit dem Arm zum Sitzen hoch.
Mit einem Jahr Ihr Baby krabbelt sicher. Sein liebster Ort: der Couchtisch. An ihm zieht es ich hoch und hangelt sich daran entlang. Reichen Sie ihm den Finger, nimmt es begeistert die ganze Hand – und läuft los.
Mit 15 Monaten Ihr Kind braucht Ihre Hand nicht mehr: Es kann zehn Schritte frei gehen – am liebsten,wenn Sie die Arme ausbreiten und es auffangen.
Mit eineinhalb Jahren Ihr Kind spielt am liebsten in der Hocke. So kommt es perfekt an das Buch das auf dem Boden liegt. Dann drückt es sich in den Stand, um Ihnen das Buch zu bringen. Ihr Kind entdeckt das Bobbycar. Anfangs nur zum Sitzen, bald aber auch zum Durch–die–Wohnung–Flitzen.
Mit 21 Monaten Ihr Kind kann drei Schritte rückwärts gehen.Wenn Sie es festhalten, kann es die Treppe im Nachstellschritt rauf – und runtergehen. Es schiebt einen Stuhl in die Küche und klettert darauf, um mit Ihnen zu kochen.
Mit zwei Jahren Ihr Kind kickt einen Ball, ohne umzufallen. Es schaut sich nach hinten zur Watschelente um, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Es kann ein paar Schritte auf den Zehenspitzen gehen.
Mit 27 Monaten Ihr Kind spielt gern um den Tisch herum Fangen, ohne hinzufallen – scharfe Kurven sind kein Problem mehr. Es steigt mühelos über ein Buddelloch im Sandkasten.
Mit zweieinhalb Jahren Ihr Kind hüpft über eine kleine Pfütze, ohne hinzufallen. Es kriecht unter Ihnen durch, wenn Sie eine Brücke machen. Es steht zwei Sekunden lang auf einem Bein. Um etwas aufzuheben, muss Ihr Kind nicht mehr in die Hocke gehen, sondern kann sich bücken.
Mit drei Jahren Ihr Kind springt mit beiden Beinen gleichzeitig von der untersten Treppenstufe und landet sicher auf beiden Füßen. Es lernt, Dreirad zu fahren, und steigt die Treppe hoch wie die Großen.
Mit dreieinhalb Jahren Ihr Kind liebt es, mit Ihnen um die Wette zu laufen. Es kann auf einem Mäuerchen balancieren und einen Hampelmann machen. Es kann mit gestreckten Armen und Beinen einen Hang hinunterrollen
Mit vier Jahren Ihr Kind lernt Fahrrad fahren – am besten schon ohne Stützräder. Es springt mutig von einem Hocker, schlägt einen Purzelbaum und klettert gern – kurz und gut: Toben ist sein Element.
Mit fünf Jahren Ihr Kind wird in seinen Bewegungen immer geschickter, schneller und genauer. Vielleicht macht es in diesem Sommer die ersten Schwimmzüge im Freibad. EinVorschulkind kann auch schon längere Zeit wandern.