Fingerspiele
Lernen im Handumdrehen

Trainieren lohnt sich: Wer sich regelmäßig spielerisch mit den Fingern und Handgelenken seines Babys beschäftigt, kann die Reifung des Sprachzentrums um etwa zweieinhalb Monate beschleunigen. Denn: Babys können sich Wissen aus den Fingern saugen. Ihre Hände und Finger spielen bei der Entwicklung der Intelligenz eine entscheidende Rolle.

"Das ist der Daumen..." - gespannte Ruhe.
"Der schüttelt die Pflaumen..." - die Spannung steigt.
"Der liest sie auf..." - die Augen werden größer.
"Der trägt sie nach Haus..." - prickelnde Erwartung.
"Und der Klitzekleine isst sie alle auf!" – Jauchzen, Lachen, Freude.

Ein schönes Spiel - und viel mehr als ein Spiel! Ohne es zu wissen, trainieren Eltern mit solchen Fingerübungen seit uralten Zeiten Sprache und Intelligenz ihres Kindes. Wissenschaftler haben herausgefunden: Die Entwicklung des Sprachvermögens bei einem Kind beginnt offenkundig erst dann, wenn die Feinmotorik der Finger einen ausreichenden Entwicklungsstand erreicht hat. Die Steuerungszentralen für die Fingerfertigkeit und die Sprache liegen im Gehirn dicht beieinander und sind miteinander verzahnt. Trainieren lohnt sich: Wer sich regelmäßig spielerisch mit den Fingern und Handgelenken seines Babys beschäftigt, kann die Reifung seines Sprachzentrums um etwa zweieinhalb Monate beschleunigen.

Das Fingerspitzengefühl spielt aber auch in der Intelligenzentwicklung eine wichtige Rolle. Der Beweis: Kleine Kinder lernen die Namen von Dingen schneller, wenn sie den Gegenstand mit der Hand anfassen dürfen, als wenn sie ihn nur zu sehen bekommen. Auch wir Erwachsenen kennen diesen Drang, etwas mit den Händen zu erkunden. Es kribbelt uns in den Fingern, wenn wir uns für etwas interessieren, auch wir wollen es am liebsten anfassen.
Mehr noch: Der Mensch hungert ein Leben lang nach Anregung für die Hände. Man pult und zupft, streichelt, knetet und fummelt bis ins hohe Alter.

Schicken Sie die Hände Ihres Babys auf Entdeckungsreise, immer dann, wenn Sie und Ihr Kind Lust dazu haben. Streicheln Sie sanft seine Handinnenflächen, beugen und strecken Sie zärtlich die einzelnen Finger. Massieren Sie Hand und Finger leicht oder tippen Sie Ihrem Baby sanft auf die Fingerspitzen.

Bieten Sie ihm ganz unterschiedliche Materialien zum Befühlen an. Ist Ihr Baby noch klein, beginnen Sie mit einem typischen Babyspielzeug, etwa mit einem Ball oder einer Rassel. Später gibt es für die sinnlichen Ausflüge keine Grenzen: knisterndes Seidenpapier, flauschige Tücher, Holzperlen auf einer Schnur, eine weiche Bürste oder ein kalter, harter Schlüsselbund - je mehr Sie Ihr Kind mit seinen Händen erkunden lassen, desto schneller wird seine Zunge und forscher sein Verstand.

Do it yourself: Fingerpuppe

Kennen Sie das: Im Zug muss das Kind längere Zeit ruhig sitzen oder im Wartezimmer geduldig bleiben? Mit dieser liebevoll bestickten und beklebten Fingerpuppe zaubern Sie ein echtes Highlight aus der Handtasche. Schon wird gekichert statt gejammert.

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Fingerpuppe
Von:Lajos Schöne