Wie sag ich´s meinem Kinde?
Wenn es darum geht, wann Sie Ihrem Kind ein Geschwisterchen ankündigen sollten, so können Sie sich an eine einfache Faustformel halten: Je jünger das erstgeborene Kind ist, desto später sollte man ihm von dem Baby erzählen. Bei Kindern bis zwei Jahren genügt es, kurz vor der Geburt dem Kind zu erklären, dass in Mamas Bauch ein Baby wächst. Besser veranschaulichen können Sie Ihrem Kind die Situation, in dem Sie mit ihm Bilderbücher anschauen, die das Thema aufgreifen. Für Kinder ab zwei Jahren gut geeignet ist beispielsweise das Buch von Giles Andreae: "Ein Baby wohnt in Mamas Bauch". Ab drei Jahren kann man zu einem Klassiker von Astrid Lindgren greifen: "Ich will auch Geschwister haben", in dem auch schwierige Alltagssituationen und Aggressionen thematisiert werden. Für größere Kinder, die es schon genauer wissen wollen, eignet sich aus der Ravensburger Reihe "Wieso, Weshalb, Warum: Woher die kleinen Kinder kommen."
Gehen Sie auf das Thema Geburt nicht zu detailliert ein und sprechen Sie nicht von großen Schmerzen. Ihr Kind könnte dem Baby die Schuld dafür geben und Angst um Sie bekommen.
Auch für Drei- und Vierjährige wird eine Schwangerschaft erst konkret, wenn der Bauch anfängt zu wachsen und die Kindsbewegungen von außen spürbar sind. Ab dem fünften Lebensjahr sollte man Kindern nichts verheimlichen. Sie verstehen vieles, worüber Erwachsene sprechen. Sobald die Schwangerschaft nach vier Monaten als sicher gilt, sollten Sie es dem Kind mitteilen.
Unsichere Gefühlslage
Sie werden es ihrem Kind nicht ersparen können, dass es durch den Familienzuwachs leidet. Besonders empfindsam reagieren Kinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren auf die vermeintliche Konkurrenz im Stubenwagen. Ihre Persönlichkeit ist bereits stärker entwickelt, als bei jüngeren Kindern, sie können aber noch nicht - wie ältere Kinder - begreifen, dass das Neugeborene keine Bedrohung für sie darstellt. Gerade Zwei- bis Vierjährige müssen deshalb erst lernen, nicht mehr alleine im Mittelpunkt zu stehen, und die Aufmerksamkeit und Liebe ihrer Eltern mit dem kleinen Bruder oder der kleinen Schwester zu teilen.
Wenn Sie versuchen, Ihrem Kind das Geschwisterchen als späteren Spielkameraden anzupreisen, helfen Sie ihm damit nicht weiter. Fakt für Ihr Erstgeborenes ist: Es kann mit einem Baby weder Fußball noch Kaufmannsladen spielen. Das Baby bindet Zeit und Zuneigung der Eltern und wenn es zu oft schreit, nervt es schlicht und einfach. Äußerungen wie: "Können wir es wieder zurückgeben?", sind deshalb aus Sicht Ihres Kindes nachvollziehbar.








So werden Sie Super-Mama!

Habe ein Problem, und zwar ist die behinderte Schwester meines Freundes total eifersüchtig auf unser Baby. Sie sagt zu ihrer Mutter dass sie nun auch wieder gewickelt werden will, den Bauch von ihr gerieben haben will und neue Söckchen will. Sie ist 32 Jahre und auf dem Stand von einer 4-jährigen. Jetzt weiß ich nicht wie ich mit der Situation umgehen soll. Ehrlich gesagt habe ich auch ein wenig angst dass sie unserem Baby unkontrolliert weh tun könnte. Was kann ich denn in diesem speziellen Fall machen? Bisher war sie halt immer der Mittelpunkt für ihre Eltern und meinen Freund.
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