Usergeschichte

"Ich fühle nichts vom Mutterglück"

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Usergeschichte: "Ich fühle nichts vom Mutterglück"

Warum sich Userin Isabella keine Muttergefühle spürt:

Letzte Woche erreichte uns in der Redaktion diese Mail. Nach Absprache mit der Userin veröffentlichen wir nun die Zuschrift. Denn über das Thema fehlendes Mutterglück wird noch viel zu wenig gesprochen. Wir finden, das muss sich ändern. Wenn es Ihnen ähnlich geht, dann kommentieren Sie diesen Artikel. Das Thema ist zu wichtig, als dass es tabuisiert werden sollte.

Isabella R. aus Berlin:

"Ehrlich gesagt, bin ich von mir selbst enttäuscht, denn Mutterglück, wie man sich das so vorstellt, hat sich bei mir noch immer nicht eingestellt. Meine kleine Tochter ist jetzt schon drei Monate alt, aber als richtige "Mama" fühle ich mich nicht.
Ich kann mich auch gar nicht daran gewöhnen als "Mama" angesprochen zu werden. Wenn Mia gerade bei jemand anderem auf dem Arm ist und dann quäkt, heißt es gleich: "Ach, die Kleine will zu ihrer Mama". Ich merke dann, wie ich mit dem Begriff nichts anfangen kann, mich manchmal gar nicht angesprochen fühle. Ich bin doch immer noch ich und nicht "Mama"!
Manchmal komme ich mir nur wie eine "Fütter-Wickel-Beruhigungs-Maschine" vor. Andere Mütter in meiner Stillgruppe hören schon am Weinen ihrer Babys was jetzt gerade los ist. Für mich hört sich das Schreien meiner Tochter immer gleich an. Ich merke sofort, wie mich ihr Schreien unter Druck setzt, ich fühle mich gestresst und bin sofort in Alarmbereitschaft. "Richtige" Mamas reagieren da viel ruhiger und gelassener, vielleicht weil sie einfach dieses Muttergefühl schon haben.
Ich liebe meine kleine Mia aber ich merke auch, wie viel Kraft mich das alles kostet. Nichts und niemand zuvor in meinem Leben haben mich jemals so an meine Grenzen gebracht wie dieses kleine Baby. Auch die anhaltende Müdigkeit und meine Dauererschöpfung tragen zum Glücklichsein nicht gerade bei. Andererseits hoffe ich, dass sich auch bei mir bald richtige Muttergefühle einstellen. Sicherlich gibt einem das auch Kraft und die könnte ich gerade sehr gut gebrauchen."

Was sagen Sie unser Userin Isabella? Können Sie Ihre Gefühle nachvollziehen? Haben Sie vielleicht einen Tipp für Sie? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und schreiben Sie uns!

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Danny am 2. Januar 2012, 17:18 Uhr

    Hallo zusammen,
    Also mein kl,Schatz ist jetz 4,5 monate ..Ich liebe ihn sehr ...doch da die geburt alles andere als schön (Notkaiserschnitt ) habe ich auch irgenwie das gefühl keine gute Mutter bzw nicht die typischen Muttergefühle zu haben ,,
    Trozdem bin ich ne totale hüper Mama ,mache alles selber und lasse selbst meinen Mann nur selten die Flasche geben...
    Im moment kommt es mir vor als ob ich total übervordert bin...wenn er schreit oder quengelt könnte ich total ausflippen ,was mir manchmal schon Angst macht....)-, 24 stunden nur Mama sein ?Ich glaub das tut niemandem gut...Trozdem zweifele ich sehr an mir ,da ich mich im moment manchmal nach ruhe sehne )))).,und dabei habe ich ein so liebn schatz ,er schläft jede nacht durch bis um neune ,aber am Tage eben kaum ...und manchmal wirds dann leider zuviel ....Weiß manchmal nicht mehr was ich empfinde und das macht mich traurig ,,,,weil ich angst habe durchzudrehen oder zu verzweifeln ..naja lg


  • von Karin am 9. November 2011, 12:35 Uhr

    Für mich wurde es einfacher, eine Beziehung zu meinem Sohn (5 Monate) aufzubauen, als er begann, aktiv zu werden. Das Lächeln, das guten Morgen heißt, ein Kichern beim Knuddeln, das bewußte Kuscheln auf der Schulter. Als der Kleine begann, zu geben, nicht nur zu fordern.

    Wir hatten die Hoffnung auf ein Baby nach 5 Jahren ohne Verhütung bereits aufgegeben. Deshalb ärgerte ich mich, als ich mich schon über die Schwangerschaft nicht richtig freuen konnte, war es doch das, was uns nach der Verlobung noch zum Glück fehlte. Und als der Wurm dann da war, musste ich mir immer wieder sagen: Das ist Deiner! Und er ist ein ganz Süßer und ganz Lieber! Ich dachte, das kommt davon, wenn "alte Kühe" - inzwischen bin ich 38 -, die nur "Arbeiten" - der Job als Chefsekretärin war doch einigermaßen anspruchsvoll und machte mir Spaß - kennen, Kinder bekommen. Offenbar hat es damit nichts zu tun...


  • von crazymom2010 am 18. Januar 2011, 17:24 Uhr

    tja also, so ähnlich geht es mir auch. ich hatte in der schwangerschaft keine probleme, bis auf das, dass meine tochter (8 wochen alt) in der BEL lag. eigentich wollte ich die kleine normal zur welt bringen, musste mich dann aber doch mit einem kaiserschnitt abfinden. glücklich war ich darüber nicht und ich bin es auch heute noch nicht. ich liebe dieses kind über alles, aber sobald ich mit ihr alleine bin, hab ich das gefühl, dass ich völlig überfordert bin und werde dann leider auch mal wütend. nicht dass ich der kleinen jemals etwas antun würde, aber wenn ich es dann geschafft hab, dass sie endlich schläft, damit ich meine ruhe hab, tut sie mir sogar leid. auch ich hab manchmal so das gefühl, dass ich nur gut bin, um zu füttern oder die windeln zu wechseln. für alles andere sind papa, oma, opa oder tante gut. wie gesagt, ich liebe sie sehr und hab mich in der schwangerschaft auf sie gefreut, aber eigentlich würde ich viel lieber am wochenende weg gehen und party machen. statt dessen muss ich zu hause bleiben, weil man es von mir als "mutter" einfach erwartet. eigentlich hatte ich auch gedacht, dass das anders werden würde, vor allem, da ich immer eine "junge" (ich bin jetz 23) mutter werden wollte.


  • von Katrin am 10. November 2010, 14:37 Uhr

    Liebe Isabella ich kenne das nur zu gut, bei meinem ersten Kind (jetzt 2 1/2 Jahre) hatte ich auch die Erwartung dass sich sofort ein Glücksgefühl einstellen müsste (so wird es ja in der Werbung und überall vermittelt) als es dann ausblieb, war ich sehr enttäuscht, ich brauchte auch sehr lange bis ich mich wirklich als Mutter fühlte. Ich finde es sehr wichtig und mutig von Dir darüber zu reden, denn die Scham nicht so zu empfinden wie es doch von einer glücklichen Mutter erwartet wird kann sehr gross sein.
    Ich möchte Dir unbedingt Mut machen, lass Dir Zeit dein Baby langsam kennen und lieben zu lernen. Das dauert wie in einer anderen Liebesbeziehung auch gibt es Liebe auf den ersten oder halt auf den zweiten Blick, das macht nichts. Die Umstellung zum Muttersein ist schliesslich enorm und ich denke grad für vorher sehr selbständige und selbstbestimmte Frauen schwierig


  • von käthe am 26. August 2010, 17:30 Uhr

    Hallo,mir geht es auch so,dass ich das Gefühl habe,keine Mutterliebe bzw. Muttergefühle zu empfinden/haben.Mein Sohn ist 9 Monate alt,wurde per Kaiserschnitt geboren da BEL,und ich weiß heute immer noch nicht warum er brüllt,was er dann will etc.Ich habe sogar das Gefühl das er mich nicht leiden kann.Bei mir ist er meistens am schreien und weinen,beim Papa oder Oma,Opa ist er nur am Lachen,manchmal am quengeln.Die tragen ihn allerdings auch ziemlich viel rum und ich habe dazu nicht die Geduld,zumal er auch nicht grade leicht ist.Bin ich eine schlechte Mutter,weil ich ihn nicht ständig rumtragen möchte?Er war ein geplanter Unfall,wie ich immer sage.Habe ihn natürlich lieb,aber bin sehr schnell genervt und verzweifelt.Ich weiß auch nicht,fühle mich eigentlich (immer noch) nicht wirklich als Mutter.Was kann ich da machen?


(49 Kommentare)

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