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Stillen in der Öffentlichkeit?

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  • von Friedrich Oberschilp am 22. August 2014, 18:43 Uhr

    Liebe stillende Mütter,
    ich freue mich über alles, was mütter/väter für ihre kinder tun. in dieser hecktischen zeit ist das stillen und dessen anblick ein so friedliches bild. aber, selbst bei der taufe meiner kleinen tochter wurde von einem jungen pastor auf einen nebenraum zum stillen verwiesen. leider werden heute viel zu früh säuglinge von der mutter/dem vater trennen und in krippen versorgt. was wächst da für eine generation heran. mütter, stillt eure kinder was das zeug hält - und laßt euch nicht einschüchtern.
    sorgt für das wohl der kinder.
    mit lieben grüßen


  • von unimami am 30. Juni 2014, 00:31 Uhr

    Für mich war es immer etwas schönes, eine stillende Mutter zu sehen. Ich kenne auch viele Frauen, die selbstverständlich stillen. Ich tue das auch. Mein Kind nimmt an meinem Alltag teil. Ich stille z.B. auch in der Uni in Seminaren. Wenn ich dann etwas zu sagen habe, dann melde ich mich auch mal mit Kind an der Brust zu Wort. Solange die Kleine trinkt sieht man eh nichts von der Brust, und beim Anlegen sowie "Ein-und Auspacken" habe ich inzwischen so viel Routine, dass es ganz schnell und unkompliziert geht. Ich habe bisher noch gar keine negativen Blicke oder Kommentare erlebt. Ich wurde eher ermuntert, wenn ich mal unsicher war, ob ich jetzt wirklich einfach so stillen kann (im Gespräch mit Professoren zum Beispiel, da hab ich mich gefragt, ob das Respektlos ist). "Machen Sie mal, das stört keinen. Ich hab auch Kinder" so ähnlich waren die Reaktionen.


  • von unimami am 30. Juni 2014, 00:14 Uhr

    (Fortsetzung)
    Ich bin eigentlich auch etwas überrascht wie negativ sich hier geäußert wird. Für mich war es immer selbstverständlich zu stillen. Ich selbst hatte auch noch nie das Gefühl dabei komisch angesehen zu werden.

    Nur bei einer bestimmten Familie zuhause wusste ich, dass es nicht gern gesehen ist, darauf habe ich Rücksicht genommen und mich in einen separaten Raum zurückgezogen.

    Ich finde, man muss sich als stillende nicht wie eine Aussätzige fühlen oder verstecken.


  • von Privatstillende am 21. Juni 2012, 00:14 Uhr

    (Fortsetzung) Außerdem geht es, glaub ich, vor allem um das Stillen an Orten wie Cafés oder Restaurants, wo Fremde oft sehr dicht beieinander sitzen und sich schnell belästigt fühlen. Solche Still-Situationen sind ja häufig auch für das Kind eine starke Ablenkung, die sich schon vermindern lässt, wenn man zum Stillen z. B. auf die Toilette oder in den Wickelraum geht.
    Im Grunde möchte ich einfach nicht, dass andere meine Brust nur als "harmloses" Nahrungsmittelreservoir betrachten. Ich sehe doch in meinem Busen auch mehr als nur eine Milchbar! Wie kann ich dann von anderen verlangen, das nicht zu tun? Das hat doch mit Doppelmoral nichts zu tun...


  • von Privatstillende am 21. Juni 2012, 00:07 Uhr

    Die einzelnen Male, an denen ich mein Kind "außer Haus" gestillt habe, wurde ich zwar nie blöd angesprochen oder angekuckt, dennoch war es mir immer ZUTIEFST unangenehm, meine Brust in der Öffentlichkeit auch nur für Sekunden zu entblößen. Ganz ehrlich, diesen Vergleich mit dem öffentlichen Urinieren habe ich auch schon bemüht, immerhin geht es beim einen wie beim anderen um eine Bedürfniserfüllung, die man gut und gerne in den eigenen vier Wänden oder zumindest außerhalb des Blickfeldes anderer Leute erledigen kann. Kein Behördengang, kein Einkauf, kein Spaziergang an der frischen Luft lassen sich nicht so planen, dass frau ihr Kind nicht zu Hause (oder zumindest abgeschieden) stillen könnte. Zumindest habe ich es immer geschafft, ohne dass mein Kind vor Hunger geschrien hätte.


(50 Kommentare)

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