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Stillen in der Öffentlichkeit?

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  • von unimami am 30. Juni 2014, 00:31 Uhr

    Für mich war es immer etwas schönes, eine stillende Mutter zu sehen. Ich kenne auch viele Frauen, die selbstverständlich stillen. Ich tue das auch. Mein Kind nimmt an meinem Alltag teil. Ich stille z.B. auch in der Uni in Seminaren. Wenn ich dann etwas zu sagen habe, dann melde ich mich auch mal mit Kind an der Brust zu Wort. Solange die Kleine trinkt sieht man eh nichts von der Brust, und beim Anlegen sowie "Ein-und Auspacken" habe ich inzwischen so viel Routine, dass es ganz schnell und unkompliziert geht. Ich habe bisher noch gar keine negativen Blicke oder Kommentare erlebt. Ich wurde eher ermuntert, wenn ich mal unsicher war, ob ich jetzt wirklich einfach so stillen kann (im Gespräch mit Professoren zum Beispiel, da hab ich mich gefragt, ob das Respektlos ist). "Machen Sie mal, das stört keinen. Ich hab auch Kinder" so ähnlich waren die Reaktionen.


  • von unimami am 30. Juni 2014, 00:14 Uhr

    (Fortsetzung)
    Ich bin eigentlich auch etwas überrascht wie negativ sich hier geäußert wird. Für mich war es immer selbstverständlich zu stillen. Ich selbst hatte auch noch nie das Gefühl dabei komisch angesehen zu werden.

    Nur bei einer bestimmten Familie zuhause wusste ich, dass es nicht gern gesehen ist, darauf habe ich Rücksicht genommen und mich in einen separaten Raum zurückgezogen.

    Ich finde, man muss sich als stillende nicht wie eine Aussätzige fühlen oder verstecken.


  • von Privatstillende am 21. Juni 2012, 00:14 Uhr

    (Fortsetzung) Außerdem geht es, glaub ich, vor allem um das Stillen an Orten wie Cafés oder Restaurants, wo Fremde oft sehr dicht beieinander sitzen und sich schnell belästigt fühlen. Solche Still-Situationen sind ja häufig auch für das Kind eine starke Ablenkung, die sich schon vermindern lässt, wenn man zum Stillen z. B. auf die Toilette oder in den Wickelraum geht.
    Im Grunde möchte ich einfach nicht, dass andere meine Brust nur als "harmloses" Nahrungsmittelreservoir betrachten. Ich sehe doch in meinem Busen auch mehr als nur eine Milchbar! Wie kann ich dann von anderen verlangen, das nicht zu tun? Das hat doch mit Doppelmoral nichts zu tun...


  • von Privatstillende am 21. Juni 2012, 00:07 Uhr

    Die einzelnen Male, an denen ich mein Kind "außer Haus" gestillt habe, wurde ich zwar nie blöd angesprochen oder angekuckt, dennoch war es mir immer ZUTIEFST unangenehm, meine Brust in der Öffentlichkeit auch nur für Sekunden zu entblößen. Ganz ehrlich, diesen Vergleich mit dem öffentlichen Urinieren habe ich auch schon bemüht, immerhin geht es beim einen wie beim anderen um eine Bedürfniserfüllung, die man gut und gerne in den eigenen vier Wänden oder zumindest außerhalb des Blickfeldes anderer Leute erledigen kann. Kein Behördengang, kein Einkauf, kein Spaziergang an der frischen Luft lassen sich nicht so planen, dass frau ihr Kind nicht zu Hause (oder zumindest abgeschieden) stillen könnte. Zumindest habe ich es immer geschafft, ohne dass mein Kind vor Hunger geschrien hätte.


  • von alice83 am 28. März 2012, 11:43 Uhr

    ich stille sobald mein kind hunger hat! sicher versuche ich das lieber zuhause zu tun, wie man generell ja auch mit größeren kindern noch zuhause etwas isst bevor man loszieht. aber das ist nicht immer möglich, besonders mit ganz kleinen würmchen gibt es nicht immer exakt gleiche abstände zwischen den mahlzeiten. also was schlagen dann die gegner des öffentlichen stillens vor? nur noch in der wohnung bleiben? abgesehen davon, dass das auch nicht gut fürs kind ist, was machen dann alleinerziehende, wer kauft ein, wie erledige ich behördengänge? das kind vor hunger schreien lassen? gestillt werden ist ein grundbedürfnis! und hunger fühlt sich für einen so kleinen menschen schrecklich an, zudem versteht es nicht warum es warten muss und hat panische angst zu verhungern.
    was das ganze mit öffentlichen urinieren zu tun hat frag ich mich auch! der vergleich ist geschmacklos! ich denke jeder erwachsene kann (anders als ein baby auf essen) warten bis er eine toilette gefunden hat. und selbst dafür hätte ich verständnis, wenn es keine weit und breit gäbe und es diskret passiert.
    ich stille auch diskret (hab immer einen schal und eine mullwindel dabei), denn a) möchte ich niemanden in verlegenheit bringen, b) möchte ich mich vor fremden blicken und blöden sprüchen schützen und c) möchte ich meinem kind eine ruhige umgebung schaffen ohne zuviel ablenkung. ich denke in einer welt voller playmates und nippelblitzern von popstars sollte man sich nicht über eine stillende mutter aufregen!


(49 Kommentare)

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