Babybrei im Test

Baby-Fertigmenüs nur "befriedigend"

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Babybrei im Test: Baby-Fertigmenüs nur "befriedigend"

Nur Testurteil "befriedigend" für Fertigmenüs mit Fleisch

Die aktuellen Testergebnisse von Stiftung Warentest (9/2008) in Sachen Babybrei für Kinder ab dem 5. Monat werden Eltern nicht begeistern: Richtig gut schneidet kein gängiges Baby-Fertigmenü mit Fleisch ab. Egal ob teures Bio-Produkt aus dem Reformhaus oder günstiges Babygläschen aus dem Supermarkt: Ein besseres Qualitätsurteil als "befriedigend" gibt es für keines der 15 getesteten Produkte. Gut zu wissen: Die günstigsten Produkte erwiesen sich sogar als minimal besser als ihre teure Marken-Konkurrenz.

In erster Linie bemängeln die Tester, dass es den industriell hergestellten Breisorten durchwegs an Fett, Vitamin C und oft auch an Eisen mangelt.

Empfohlener Fettwert: acht Gramm pro Mahlzeit

Experten raten: mit Rapsöl anreichern

Babys benötigen viel Energie für ihr Wachstum und Fett ist Energiespender Nummer eins. Das heißt nicht, dass ein Babybrei fettig sein sollte. Aber alle Breisorten bleiben mit 0,7 Gramm bis maximal 3 Gramm Fett deutlich unter dem empfohlenen Wert von acht Gramm pro Mahlzeit. Zu wenig Fett bedeutet auch zu wenig Energie und das heißt, das Kind wird auf Dauer von dem mageren Gläschen nicht satt. Deshalb raten Ernährungswissenschaftler, die Mager-Gläschen mit einem Teelöffel Rapsöl anzureichern. Rapsöl ist besonders gut für Babys, weil es ein optimales Fettsäuren-Verhältnis zwischen gesättigten und ungesättigenten Fettsäuren aufweist.

Nur minimale Mengen von Vitamin C

Fertigmenüs für Babys im Test








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Ein weiterer Mangel der Fertigmenüs: Sie enthalten entweder gar kein Vitamin C (zwei Produkte) oder nur in minimalsten Mengen. Ebenfalls zu beanstanden: In zehn der insgesamt 15 getesteten Produkte ist zu wenig Eisen enthalten. Eisen kann außerdem nur in Verbindung mit Vitamin C aufgenommen werden.
Daher die Empfehlung der Tester: Am besten den Fertigmenüs auch noch etwas Orangensaft beimischen oder einen Löffel voll vitaminreichem Obstbrei untermischen, um die Vitamin C Versorgung zu gewährleisten.
Was die Eisenversorgung angeht, so ist sie mit Fleisch am besten gegeben, weil der Körper tierisches Eisen besser aufnehmen kann als pflanzliches Eisen. Außerdem: "Dunkles" Fleisch wie Rindfleisch enthält deutlich mehr Eisen als "weißes" Fleisch wie z. B. Hühnchen oder Pute.

Fazit des Babybrei-Tests: Kein handelsübliches Produkt ist perfekt. Doch wenn man die kleinen Schwachstellen kennt, kann man mit einem Teelöffel Öl und etwas Vitamin-C-reichem Saft die Breisorten sehr gut anreichern.

Autor

Dagmar Fritz


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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Katja@die_drei2007 am 14. Mai 2009, 15:02 Uhr

    Wir geben im Moment noch Gläschen weil wir erst vor einer woche mit dem Brei angefangen haben und Püppi nur ganz wenig isst war mir der Aufwand dafür zu groß aber wenn ich das hier lese überlege ich doch ernsthaft schon früher selbst zu kochen und nicht erst wenn sie besser isst!!


  • von Nadine am 14. April 2009, 15:26 Uhr

    Ich koche auch lieber selbst, dann kann ich auf das Gläschen-Inhaltstoff-Kontrollieren verzichten. Neben den oben angegebenen Schwachpunkten (zuwenig Eisen, Fett und Vit. C), enthalten viele Babykostprodukte ja auch regelmässig zuviele Zucker(arten), Milchprodukte, Gewürze und Salz. Für mich waren die Empfehlungen von dge / aid und fke sehr hilfreich. Mit deren Hilfe lassen sich die "guten" von den "schlechten" Gläschen unterscheiden...wenn keine Lust vorhanden ist selbst zu kochen.


  • von Pemma am 13. September 2008, 21:30 Uhr

    Ich habe bei meiner ersten Tochter alle Breimahlzeiten selbstgekocht und den Mittagsbrei auf Vorat jeweils portionsweise eingefroren. Dabei habe ich mich an die Empfehlungen von BEKI gehalten und fand den Aufwand nie zu groß. Das Gemüse kam vom Biobauern um die Ecke. Beim nächsten Kind mache ich es wieder so. Durch den Test fühle ich mich beim Selbstkochen bestätigt.


    (3 Kommentare)

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