Wann sollte man beginnen?
Das beste Alter um mit der Zeichensprache zu starten ist zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat. Dann haben Babys die notwendigen motorischen Fähigkeiten entwickelt, um die Hände koordiniert zu benutzen. Daran erkennt man, ob das Babys reif für die Zeichensprache ist:
- Es lässt Spielzeug fallen und sieht dem Gegenstand nach.
- Das Baby zeigt auf Dinge.
- Es kann schon Zeichen wie winke-winke.
- Es ahmt Gesten oder Tätigkeiten nach.
Wie sollte man beginnen?
Zum Start sollte man Zeichen wählen, die für die Grundbedrüfnisse des Kindes stehen. "Milch", "essen" oder "mehr" sind solche Begriffe, die für Babys wichtig sind und ihnen die Kommunikation erleichtern.
Zeigen Sie beispielsweise dem Kind immer das Zeichen für Milch, wenn Sie es stillen oder ihm das Fläschchen geben. Fragen und zeigen Sie: "Möchtest Du Deine Milch trinken?" Auch unmittelbar danach könne Sie sagen und zeigen: "Prima hast Du Deine Milch getrunken."
Wichtig: Widerholen Sie die Babyzeichen so oft es geht und achten Sie dabei darauf, dass Ihr Kind sie dabei ansieht. Je häufiger das Baby die Zeichen sieht, desto schneller lernt es zu verstehen, wofür Worte und Zeichen stehen.
Möchten Sie mehr zum Thema wissen?
Vivian König behandelt in ihrem Buch "Das große Buch der Babyzeichen", (erschienen im Verlag Karin Kestner, Preis: 27,90 Euro) sehr ausführlich wie man in "Zwergensprache" mit Babys kommunizieren kann.
Grundlagen der Zeichensprache für Babys vermittelt das Buch "Kleines Wörterbuch der Babyzeichen", ebenfalls von Vivian König. Diesem Buch sind auch die folgenden Abbildungen entnommen. Es eignet sich für alle Eltern, die sich einen ersten Eindruck verschaffen wollen. Das Buch ist ebenfalls im Verlag
Karin Kestner erschienen und kostet 17,50 Euro.
alle-alle oder fertig
Beide Fäuste vor dem Körper aneinander halten, Arme seitlich nach unten bewegen und dabei Fäuste öffnen als ob jede Hand etwas nach unten wirft.



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Nur ein kurzer Kommentar zur Diskussion, ob das nun Gebärden sind oder "Babyzeichen": Natürlich sind diese Gesten weitestgehend die Gebärden der DGS und insofern wird sie jeder damit Vertraute auch sofort verstehen. (Und weil sie meist so schön bildhaft sind oft auch jemand, der damit nicht vertraut ist). Gebärdensprache ist das genau genommen aber nicht, denn es wird ja der Satzbau und die Grammatik der gesprochenen Sprache beibehalten. Nach einer sehr schönen Zeit mit Babyzeichen (mein Sohn ist jetzt bald 2 und redet wie ein Wasserfall - inzwischen ohne Gebärden) verstehe ich jedenfalls leider noch lange keine DGS. LG!
Ich kann Anja nur zustimmen. Bei den gezeigten "Zeichen" handelt es sich schlicht und einfach um die deutsche Gebärdensprache. Ich selbst bin Tochter gehörloser Eltern und verwende jetzt schon (mein Sohn ist 5 Monate alt) parallel zur Lautsprache sehr viel Gebärden, so kann mein Sohn sich später problemlos mit seinen Großeltern unterhalten.
Hier werden keine "Zeichen" gezeigt sondern GEBÄRDEN aus der DGS (Deutsche Gebärdensprache)!Wir sind schwer hörgeschädigte Eltern zweier Kinder (4 Wochen und 2 Jahre). Wir hören dank Hörgeräten recht gut und sprechen auch völlig normal. Unsere Kinder wachsen durch uns nun mit Laut- und Gebärdensprache PARALLEL auf. Der Große hat bereits eine beachtliche (Laut-)Sprachkompetenz entwickelt, ist gleichaltrigen Kindern weit voraus! Noch vor dem 2. Gebu sprach er komplette (grammatisch richtige) Sätze mit bis zu 5-6 Wörtern am Stück! Die ersten Gebärden machte er mit 9 Monaten. Ich kann alle Eltern nur ermutigen ihrem Baby die eine oder andere Gebärde beizubringen (vorgegeben oder selbst ausgedacht spielt meiner Meinung nach keine Rolle). Und bitte hört alle auf von Zeichensprache zu reden, hier wird mit der Gebärdensprache gearbeitet! Insofern muss ich Tina widersprechen das "Große" die "vorgeschlagenen Gesten" nicht verstehen könnten, denn wir Hörgeschädigten verwenden sie jeden Tag!
Ich bin von Babyzeichen begeistert:
Es ist schön zu sehen,
was mein Sohn wiedererkennt,
woran er sich erinnert,
was er versteht.
Er zeigt es mir mit Babyzeichen.
Weil ich von Babyzeichen begeistert bin, habe ich eine Webseite erstellt: www.sprechende-haende.de
Es ist toll und in meinen Augen eine enorme Leistung, wenn Kinder in der Lage sind, sich selbst Zeichen auszudenken und einen Weg suchen, sich besser verständigen zu können. Das sollte man auf keinen Fall unterbinden, indem man solche Zeichen durch andere zu ersetzen versucht. Dennoch denke ich, dass eine einheitliche Zeichensprache, wie sie in Kursen vermittelt wird, noch mehr das Miteinander fördert. Denn so können gegebenenfalls auch die Tagesmutter oder andere Kinder besser verstehen, was ein Kind möchte (besser, als wenn jedes Kind ein anderes Zeichen für eine Sache benutzt - das wäre dann wohl so, als würden verschiedene Sprachen aufeinandertreffen und keiner kann die Sprache des anderen).
Ich finde, so etwas ist eine tolle Sache und ich frage mich, warum man bei uns nicht schon früher auf diese Idee gekommen ist, wo man ja oft unbewusst schon immer einige Zeichen verwendet hat (z.B. Zeichen für Schlafen oder Telefonieren).
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(12 Kommentare)