Babyzeichen

Abc der Zwergensprache

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Babyzeichen: Abc der Zwergensprache

© Artyom Yefimov - Fotolia.com

Wann sollte man beginnen?

Das beste Alter um mit der Zeichensprache zu starten ist zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat. Dann haben Babys die notwendigen motorischen Fähigkeiten entwickelt, um die Hände koordiniert zu benutzen. Daran erkennt man, ob das Babys reif für die Zeichensprache ist:

  • Es lässt Spielzeug fallen und sieht dem Gegenstand nach.
  • Das Baby zeigt auf Dinge.
  • Es kann schon Zeichen wie winke-winke.
  • Es ahmt Gesten oder Tätigkeiten nach.

Wie sollte man beginnen?

Zum Start sollte man Zeichen wählen, die für die Grundbedrüfnisse des Kindes stehen. "Milch", "essen" oder "mehr" sind solche Begriffe, die für Babys wichtig sind und ihnen die Kommunikation erleichtern.

Zeigen Sie beispielsweise dem Kind immer das Zeichen für Milch, wenn Sie es stillen oder ihm das Fläschchen geben. Fragen und zeigen Sie: "Möchtest Du Deine Milch trinken?" Auch unmittelbar danach könne Sie sagen und zeigen: "Prima hast Du Deine Milch getrunken."

Wichtig: Widerholen Sie die Babyzeichen so oft es geht und achten Sie dabei darauf, dass Ihr Kind sie dabei ansieht. Je häufiger das Baby die Zeichen sieht, desto schneller lernt es zu verstehen, wofür Worte und Zeichen stehen.

Möchten Sie mehr zum Thema wissen?


Vivian König behandelt in ihrem Buch "Das große Buch der Babyzeichen", (erschienen im Verlag Karin Kestner, Preis: 27,90 Euro) sehr ausführlich wie man in "Zwergensprache" mit Babys kommunizieren kann. Grundlagen der Zeichensprache für Babys vermittelt das Buch "Kleines Wörterbuch der Babyzeichen", ebenfalls von Vivian König. Diesem Buch sind auch die folgenden Abbildungen entnommen. Es eignet sich für alle Eltern, die sich einen ersten Eindruck verschaffen wollen. Das Buch ist ebenfalls im Verlag
Karin Kestner erschienen und kostet 17,50 Euro.

alle-alle oder fertig

Beide Fäuste vor dem Körper aneinander halten, Arme seitlich nach unten bewegen und dabei Fäuste öffnen als ob jede Hand etwas nach unten wirft.

 
Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Babyfun am 11. Juli 2008, 09:30 Uhr

    Jeder von uns benutzt doch Gesten zur Unterstützung des Gesprochenen, warum nicht auch schon die Kleinsten? Es ist doch erwiesen, dass Zeichen die gesprochene Sprache sogar fördern, weil eben nicht nur akustische Reize, sondern zeitgleich visuelle Reize aufgenommen werden und die Wörter somit besser eingeprägt werden. Die meisten Menschen - also auch Erwachsene - benötigen zum besseren Lernen bildhafte Unterstützung bzw. lernen durch Handeln. Kaum einer merkt sich dauerhaft etwas, wenn er es nur vorgesprochen bekommt. Gut, bei der Sprache ist das vielleicht noch etwas anders, weil man sie ja ständig braucht und benutzt, aber ich möchte damit sagen, dass Babyzeichen den Sprachlernprozess folglich noch besser unterstützen.


  • von Tine am 15. Mai 2008, 20:51 Uhr

    Video Babyzeichensprache
    Hier ist der Link: http://de.youtube.com/profile_videos?user=SmartHandsCA


  • von Tine am 15. Mai 2008, 20:48 Uhr

    Ich nutze die Babyzeichen auch mit meinem Sohn (9 Monate) und bin erstaunt, wie schnell er begreift. Bereits mit 4 Monaten hat er das Zeichen für Milch verstanden, mit 6 Monaten zum ersten Mal gezeigt. Die Zeichen bereichern unseren Alltag und es macht auch wirklich total Spaß. Ich finde es faszinierend, auf diese Weise einen Einblick in die Gedankenwelt der Kinder zu bekommen.
    Wer mal ein Kind, das mit Babyzeichen aufwächst, per Video sehen möchte, sollte mal diesen Link (siehe unten) anklicken. Die kleine Fireese ist mittlerweile 2,5 Jahre alt und spricht super! Die Babyzeichen haben die Sprachentwicklung also keinesfalls verzögert. Aber seht selbst.


  • von M.B. am 14. Mai 2008, 21:23 Uhr

    Als Babyzeichen-erfahrene Mutter und Erzieherin weiß ich: Zeichen-Kinder werden durch frühe Erfolgserlebnisse in der Kommunikation (=verstanden werden und etwas erreichen) motiviert und dies fördert zugleich das Sprechenlernen. Denn Kinder lernen durch Nachahmung, und da wir Ihnen die Zeichen parallel zum gesprochenen Wort anbieten, versuchen sie es genauso zu machen und es auch auszusprechen. Jedes Mal, wenn sie ein Zeichen machen, antworten wir mit dem Wort und sie können noch einmal den Wortklang speichern und die richtige Aussprache üben.
    Meine Tochter hat übrigens sehr früh angefangen zu sprechen und ist unter Gleichaltrigen meist mit Abstand am weitesten in der Sprachentwicklung. Wann immer sie ein Wort verständlich sprechen konnte, hat sie das Zeichen dafür auch nicht mehr benutzt – bis dahin aber konnte sie manchmal schon wochenlang dieses Wort (als Zeichen) benutzen, was uns eine große Hilfe war!
    Probiert es aus und ihr werdet staunen, was passiert!


  • von Katharina am 14. Mai 2008, 12:17 Uhr

    Auch ich möchte Tina widersprechen. Fakt ist, dass das Erlernen von Gesten den Spracherwerb nicht behindern! Ich habe als Dipl. Sprachheilpädagogin oft mit dem System GuK (Gebärdenunterstützte Kommunikation) gearbeitet und damit sehr große Erfolge erzielt. Basierend auf diesen Erfahrungen bin ich fest entschlossen meinem Sohn (6 Monate alt) Gesten zur Unterstützung seines Spracherwerbs anzubieten. Dabei würde ich natürlich Gesten, die er selber "erfindet" übernehmen und nicht ersetzen.



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