Stillen und Arbeiten

Mütter dürfen Stillpausen einlegen

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Stillen und arbeiten - das sagt das Gesetz:


Das Mutterschutzgesetz ist eindeutig: Stillenden Müttern steht ein ähnlicher Schutz zu wie Schwangeren: keine schwere körperliche Arbeit, keine Nacht- und Wochenendarbeit und so weiter. Außerdem haben sie Anspruch auf Stillzeiten: Zweimal täglich mindestens eine halbe Stunde. Wie die Zeiten eingesetzt werden (zweimal eine halbe Stunde, gemeinsam mit der Mittagspause 90 Minuten, früherer Feierabend), ist Verhandlungssache. Stillzeiten sind bezahlte Arbeitszeiten und müssen nicht nachgearbeitet werden! Wer in der Arbeit nicht stillen kann, darf die Pausen zum Abpumpen nutzen. Übrigens: Im Gesetz steht nichts über die Dauer der Stillperiode. Auch Müttern, die nach einem Jahr noch teilstillen, stehen diese Privilegien zu.

Stillen und arbeiten - die Planung:

Im Job: Besprechen Sie mit Ihrem Chef mindestens vier Wochen bevor Sie wieder einsteigen, dass Sie weiter stillen möchten. Und punkten Sie mit eigenen Vorschlägen: In welchem Raum sind Sie ungestört? Wer könnte Sie in dieser Zeit vertreten?

Zu Hause: Dass Sie sich im Vorfeld um eine zuverlässige Betreuungsperson gekümmert haben, versteht sich von selbst. Außerdem wichtig, wenn Sie abpumpen wollen: Stillen Sie bis zum ersten Arbeitstag voll. Etwa vier Wochen vor Arbeitsbeginn sollten Sie zusätzlich mit dem Abpumpen anfangen und die gewonnene Milch als Vorrat einfrieren.

Stillen und arbeiten - die Umsetzung:

Wenn Sie stillen: Ob Sie sich Ihr Baby ins Büro bringen lassen oder nach Hause oder in die Krippe fahren, können Sie frei entscheiden. Für den Notfall (plötzliches Meeting, Dienstreise) sollten Sie trotzdem abgepumpte Milch im Gefrierfach haben und der Betreuungsperson erklären, wie man sie auftaut und füttert.

Wenn Sie abpumpen:

  • Abpumpen geht leichter, wenn Sie ein Foto Ihres Babys oder einen Strampler, der nach ihm riecht, dabeihaben: Das unterstützt den Milchspendereflex.
  • Die abgepumpte Milch gehört in den Kühlschrank. Oder in eine Kühlbox mit täglich frischen Akkus.
  • Shirts und aufknöpfbare Blusen sind praktischer als Kleider mit Reißverschluss (Tipps: Hier zeigen wir Ihnen schöne Stillmode).
  • Milchflecken lassen sich kaschieren mit gemusterter Kleidung, Strickjacke, Schal.
  • Fließt die Milch in einem besonders unpassenden Moment: Arme verschränken und mit dem Handballen unauffällig auf die Brust drücken. Wer am Tisch sitzt, kann die Ellenbogen aufstützen und die Unterarme gegen die Brust drücken.

Feierabend

Am besten, Sie legen das Baby gleich an, wenn Sie nach Hause kommen beziehungsweise kurz bevor Sie das Haus verlassen - so halten Sie die stillfreie Zeit so kurz wie möglich! Ansonsten gilt für die freie Zeit mit Baby: Stillen nach Bedarf!

Fachliche Beratung: Denise Both, Stillberaterin (IBCLC und LLL), Mitglied Nationale Stillkommission

von Christiane Börger


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  • von Silke am 18. Oktober 2011, 14:13 Uhr

    Ich muss Julia vollkommen widersprechen! Ich habe meine Tochter 8 Monate gestillt und war schon nach wenigen Wochen wieder berufstätig. Als Selbstständige Mama hat man da leider nicht immer die Wahl. Es hat prima funktioniert. Mein Mann hat viele Aufgaben übernommen und die Kombination aus Anlegen und Abpumpen hat auch super geklappt. Unser Kind hat zudem ab einem Jahr eine Tagesmutter besucht, die mehrere Kinder mit einer Kollegin betreut hat. Sie hat dort ihre ersten Freundschaften geknüpft und Dinge gelernt die ich ihr nicht hätte bieten können ohne Geschwisterkinder. Die Mischung aus kleineren und größeren Kindern dort hat das Sozialverhalten sehr gefördert. Ich kann nur sagen: Macht es so wie ihr euch wohl fühlt! Keine Mutter muss wie eine Glucke auf ihrem Kind hocken damit es gedeiht!


  • von Julia am 15. Februar 2011, 21:14 Uhr

    Was soll der Blödsinn.. Babys brauchen seine Mutter rund um die Uhr. Das ist ganz wichtig. Es ist ja wohl das Mindeste das eine Mutter das erste Jahr zu Hause bleibt. 2-3 Jahre finde ich sogar optimaler. Stillpausen hin oder her ein BABY schon wegzugebnen geht mal gar nicht! Das würde vermutlich eh nicht lange gut gehen mit dem stillen. Das hin und her ist viel zu stressig und würde den Milchfluss einschränken. Damit wäre dann auch niemanden ein Gefallen getan.


    (2 Kommentare)

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