Entspannung am Familientisch
Die gute Nachricht: Eltern dürfen sich entspannen, was die Ernährung ihres Kindes betrifft. Während der Schwangerschaft und Stillzeit und bei kleinen Essanfängern galten bislang viele und strenge Regeln – angefangen bei Eiern, Kuhmilch und Milchprodukten, über Weizen und Nüsse bis hin zu Karotten, Sellerie und Fisch. Lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass diese Nahrungsmittel Allergien fördern. Jetzt gehen Experten vom Gegenteil aus und propagieren einen frühen Kontakt mit verschiedenen Lebensmitteln – und zwar mit dem Ziel , Allergien zu verhindern. Der Gedanke, der dahinter steht: Der frühe Kontakt (auch im Mutterleib und später dann über die Muttermilch) mit kleinen Mengen verschiedener Lebensmittel führt dazu, dass sich der Körper an diese Nahrungsmittel gewöhnt und sie toleriert.
Ist diese Kehrtwende seriös?
Ja! Die neuen Ernährungs-Leitlinien sind unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie, dem Ärzteverband Deutscher Allergologen und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin erarbeitet worden.
Risiko für Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis?
Hier können Sie den Allergie-Check machen und sehen, ob Ihr Kind ein erhöhtes Risiko für Allergien hat. Außerdem erfahren Sie, was Sie bei der Ernährung beachten sollten.
Testen Sie das Allergierisiko Ihres Kindes!
Die wichtigsten Empfehlungen im Überblick
- Im Hinblick auf Allergien keine Ernährungseinschränkungen mehr für werdende Mütter und Frauen in der Stillzeit.
- Stillen bleibt wichtig, die Vollstillzeit kann jedoch kürzer sein. Muttermilch ist weiterhin die beste bekannte Babynahrung für die ersten vier Monate. Es gibt aber keine Belege dafür, dass längeres Vollstillen – bisher waren sechs Monate empfohlen – den Ausbruch von Allergien verhindert.
- Für viele Babys, die nicht gestillt werden, geht auch normale Anfangsnahrung im Fläschchen. Nur Risikokinder sollten in den ersten vier Monaten hypoallergene Nahrung (HA-Milch) bekommen, bei der die Eiweißbestandteile so klein gespalten sind, dass sie vom Körper nicht als Allergene erkannt werden. Risiko heißt, dass mindestens ein Elternteil oder Geschwister Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis hat.
- Babys und Mütter dürfen Fisch essen. Bisher stand das gesunde Lebensmittel unter Allergiegeneralverdacht. Neue Forschungen legen nahe, dass Fisch in der Schwangerschaft, in der Stillzeit und als Beikost im ersten Lebensjahr sogar einen allergieverhütenden Effekt haben kann.
- Beikost und Probierportionen dürfen mit Beginn des fünften Monats eingeführt werden.
- Jetzt kann auch Kuhmilch gefüttert werden, zunächst in kleinen Mengen. Nach und nach steigern, am Ende des ersten Lebensjahres auf höchstens 200 Milliliter am Tag. Bitte nicht als Flaschennahrung, sondern nur als Brei, weil der vom Darm langsamer und deshalb schonender aufgenommen wird. Nach dem ersten Geburtstag darf es mehr Milch sein und auch als Getränk.
- Glutenhaltige Nahrungsmittel aus Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Dinkel können – zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat in kleinen Mengen gefüttert – wie eine Impfung gegen Zöliakie wirken. Bei der genetisch bedingten Krankheit reagiert der Darm auf den Eiweißbaustein Gluten mit Entzündungen. Zur Vorbeugung einen Löffel Getreideflocken in Gemüse- oder Obstbreie rühren, dem Baby eine Zwiebackecke, etwas Keks oder ein Brotstückchen zum Lutschen anbieten – wird bestimmt gern genommen!
Zum Weiterlesen
"Allergien vorbeugen" von Dr. Imke Reese und Christiane Schäfer
systemed Verlag
14,95 Euro








So werden Sie Super-Mama!

Ich finde die neue Studie sehr sympatisch und sie entspricht genau meinem Bauchgefühl. Meine Tochter (jetzt gut 5 Monate alt) bekommt Beikost, seitdem sie 4 Monate alt ist. Sie fand es spitze und ist stolz, wenn sie in ihrem Stühlchen sitzt und mit dem Löffel essen darf. Mit ca. viereinhalb Monaten hat sie dann so viel Brei gegessen, dass ich sie danach nicht mehr stillen brauchte. Sie wächst prima, verträgt alles was wir ausprobiert haben also kann es ja nicht so falsch sein. Meine Schägerin (24) hat zum Beispiel mit 3 Monaten Milch verweigert und bekam von da an Leberwurstbrot. Sie lebt immernoch und hat keine Allergien entwickelt (Damit ist sie übrigens Ausnahme in ihrer Familie). Damals war das so und die Kinder habens auch überlebt. Ob man Allergien bekommt oder nicht hängt nicht nur von der Ernährung als Baby ab. Warum hat sonst meine Schwiegermutter mit ca 50 noch Heuschnupfen bekommen? Bestimmt nicht, weil sie als Baby "falsch" ernährt wurde...
Fortsetzung - Mütter aller Generationen haben sich auf Ihr Gefühl verlassen und haben die Weisheiten von Ihren Müttern übernommen. Und jetzt müssen wir doch nicht aufeinmal alles anders machen und HA- Nahrung füttern. Was kann an einem Industrieprodukt besser sein?
Gefühle sind überhaupt nicht "viel zu easy".Es ist viel zu easy, zu sagen ich verlasse mich auf die Richtlinie und wälze alle Verantwortung ab.
Geniesst die Zeit, achtet auf ihre Reaktionen und freut Euch wie sie wachsen und die Welt erobern. Das ist doch aufregend genug oder? Ich empfinde das zumindest so. Wenn ein Kind etwas nicht verträgt dann merken wir das und dann muss mann reagieren.
Meine Kleine ist jetzt 5 Monate alt.Seit dem 3.Monat gebe ich Ihr Beikost.Den ganzen Allergenfrei-Schrott glaube ich nicht.
Auch mein Mann hat viele Allergien und somit ist meine Kleine erblich vorbelastet.Ich stille Sie und Sie mag auch ihre Breichen. Mit lauten Hamm giert Sie nach dem Löffel. Hat auch überhaupt keine Anstalten gemacht von wegen Umgewöhnung. Ich koche auch für Sie. Und ihr schmeckts. Jetzt probiere ich neues Gemüse aus Zuccini, Kartoffel, Sellerie usw. Mag Sie alles. Ich gebe ihr zum Mittag so(ca.3 EL) und dann leg ich Sie nochmal an und lass Sie sich satt drinken. Morgens und Abends wird Sie nur gestillt und Nachmittags bekommt Sie vor dem Stillen eine Portion Obstbrei aus dem Gläschen. Pfirsich Apfel mag Sie am liebsten.
Meine Kleine war noch nicht krank, ist ein unendlich fröhliches Kind, wiegt jetzt ca. 7kg und trägt Größe 68. Auch unser Kinderarzt (vom alten Schlag) hat uns das geraten. Ausprobieren und beobachten ob es gut geht.
Wahnsinn, kaum 10 Monate sind die neuen S3-Leitlinien zur Allergieprävention raus, da fällt Eltern das auch schon auf...
ich finde die Studie nicht mal so schlecht, weil im endefekkt jetzt genau das wieder aufkommt was mir vor 17 Jahren bei meiner großen schon gesagt waurde.
Wenn ich einfach mal zurück denke , bei ihr gab es ab der 6 Woche schon die Gläschen Frühkartotte und Obst. Ab dem 3 Monat Brei, da war das völlig legal und empfohlen. Als jetzt mein kleiner zur Welt kam, lagen da ja Welten dazwischen, man wird verachtet weil das Baby Tee trinkt, ich suchte mir in den Regalen einen ab, wegen den Karotten. Plötzlich hieß es , darf man nicht, äußerst gefährlich usw. Hab mich dan daheim hingesetzt und fast das heulen angefangen weil ich mir Vorwürfe machte ob ich meine große wohl vergiftet hätte.
Als mein Baby jetzt im Dezember in die gleiche Kinderklinik kam wo auch meine große war, bin ich völlig erleichtert nach Hause gegangen, weil ich alles richtig machte. Tee vergiftet kein Kind, Obstgläschen auch nicht ob der Brei ab 3 Monaten sein muß ist mal dahin gestellt, denke das hängt wirklich von jedem einzelen Kind ab. Wir waren auf der Station 23 Kinder im Alter von 6 Wochen bis hin zu 13 Monaten, der Löwenanteil lag dabei bei 12-18 Wochen, es war wahnsinn diese Unterschiede zu sehen. Alleine in unserem Zimmer waren 3 Kinder die alle gleich alt waren, zu dem Zeitpunkt 14 Wochen. Die eine bekam nur irgendwelches Soja gemansche weil irgendein Heilpraktiker gesagt hat das kind verträgt keine normale Milch, so was dazu führte das die kleine Maus mit 14 Wochen gerade mal 4 KG wog und trotzdem 64 cm groß war. Meiner im vergleich damals 7 kg bei 65cm. So der Arzt hat eindeutig bei dem Mädel geraten das Kind endlich normal zu ernähren das heißt weg vom Soja, aber die Mama weigerte sich strikt dagegen weil es ja angeblich eine Allergie hat ( die von niemanden getestet wurde) so letztendlich Mama stinksauer, Artz ratlos, Mama ging mit Baby völlig beleidigt nach Hause , weil Ärzte ja doof sind und der Heilpraktiker recht hat. 3wochen später hab ich mir überlegt die Mama mal anzurufen und zu fragen wie es Ihnen wohl geht, ganz kleinlaut am Telefon gab sie dann zu der Arzt hatte wohl recht, Babymädchen liegt auf der Intensivstation und wird per Sonde ernährt, mit ACHTUNG ganz normaler babykost und nimmt zu erholt sich gut.
Auch wenn es manche immer noch nicht hören wollen, aber ja wir sind auch große geworden ohne Hypoallergene Nahrung und ohne irgendeinen Schnick Schnack,ja bei uns wurde vielleicht zu bald angefangen Beikost zu geben, streit ich ja net ab. Mein Kinderarzt sagt zu mir jetzt noch, ich solle probieren ob er was verträgt wenn ja gut, wenn nicht weglassen. Mehr geht nicht.
Das wird sich auch nicht änderen und er sollte es wissen als Ärzt für Ernährungsstörungen.
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