Top-Thema: Gesunde Ernährung für Babys

Beikost

Was Ihr Baby trinken kann

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Beikost: Was Ihr Baby trinken kann

In der Stillzeit: Braucht mein Baby wirklich nur Milch trinken?

Ein voll gestilltes Baby bekommt durch die Muttermilch genügend Flüssigkeit. Ausnahmen: an sehr heißen Tagen, bei Durchfall oder Fieber sollte es etwas trinken, am besten abgekochtes Leitungswasser. Den Fencheltee gegen Bauchschmerzen sollte lieber die Mama trinken – so hilft er! Auch Flaschenkinder sind mit Flüssigkeit gut versorgt, sollten aber bei Verstopfung (nur alle vier Tage etwas in der Windel) zusätzlich zu trinken bekommen.

Wann sollte mein Baby regelmäßig trinken?

Sobald Sie mit der Beikost beginnen. Bieten Sie Ihrem Baby jetzt zu den Mahlzeiten immer ein Getränk an. Aber wundern Sie sich nicht, wenn es am Anfang noch wenig trinkt. Zu und nach den Mahlzeiten bieten Sie am besten immer etwas zu trinken an – achten Sie aber darauf, dass eine halbe Stunde vor dem Essen nichts mehr getrunken wird. Sonst schwindet das Hungergefühl.

Wie viel sollte mein Baby trinken?

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund empfiehlt als tägliche Ration:

  • Ab dem 6. Lebensmonat (bzw. für Babys, die schon Brei löffeln): ca. 200 ml
  • Ab 1 Jahr: ca. 700 ml
  • Ab 3 Jahre: ca. 800 ml
  • Ab 6 Jahre: ca 1 l

Was sollte mein Baby am besten trinken?

Wasser und ungesüßte Tees sind erste Wahl.
Leitungswasser: Achten Sie darauf, dass in Ihrem Haus keine alten Bleileitungen liegen. Wer ganz sicher gehen will, fragt beim Wasserversorger nach dem Uran- und Nitratwert. Für die Ernährung von Babys darf der Uranwert 0,2 Mikrogramm pro Liter nicht überschreiten, der Nitratgehalt muss kleiner als 10 Milligramm pro Liter sein.
Tee: Geeignet Teesorten sind: Früchte- und Kräutertee sowie Hagebutten-, Malven- und Kamillentee. Aber: Hände weg von Instant-Kindertees. Die meisten dieser Granulate sind leider gezuckert und fördern so Karies und Übergewicht.

Ist ein Glas Milch auch ein Getränk?

Nein, Milch ist eine Mahlzeit und löscht nicht den Durst.

Fruchtsäfte: Sollte mein Baby sie trinken?

Fruchtsäfte in der Babyernährung sind umstritten. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund hält sie für völlig unnötig: Die wichtigen Vitamine bekommt ein Kind schließlich durch Beikost und Milch. Wer seinem Kind trotzdem ab und zu eine Saftschorle gönnen will, sollte genau hingucken: Viele spezielle Babygetränke sind gezuckert und deshalb nicht empfehlenswert. Besser: Fruchtsaft in Bioqualität kaufen und dann verdünnen.

Woraus Baby trinken sollte: Fläschchen oder Becher?

Ab etwas acht Monaten können Babys lernen, aus dem Becher zu trinken. Eine feine Sache, denn langes Fläschchentrinken verführt zum Dauernuckeln, weil es nicht nur den Durst stillt, sondern auch beruhigt. Doch das hat einen Preis: Dauernuckeln kann zu einer Kieferfehlstellung und zur Karies führen.

Macht Spaß: Mama und Papa nachahmen

Besonders motiviert, aus dem Becher zu trinken, sind Kinder, die beobachten können, wie Mama oder Papa ein Glas benutzt. Denn das wollen sie dann nachmachen. Bis sie es selbst schaffen, können allerdings Wochen vergehen. Denn sie müssen lernen, den Becher an den Mund zu führen, ihn zu kippen und wieder abzusetzen.
Und wie kann man vorher das Dauernuckeln verhindern? Entweder schwere Glasfläschchen benutzen, die das Baby nicht so lange hochhalten kann - oder konsequent nur selbst die Flasche geben.

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Autor

Eva Becker
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