Welches Wasser ist das richtige fürs Baby?
In Deutschland können Sie unbesorgt zu Leitungswasser greifen, wenn Sie Ihrem Baby etwas zu trinken geben oder seine Babyflasche anrühren. Leitungswasser ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel und deshalb optimal für die ganze Familie. Ausnahme: Ihr Trinkwasser kommt aus einem Einzelbrunnen und unterliegt damit nicht den strengen Richtlinien.
Wenn Sie in einem alten Haus wohnen und Ihre Wasserleitungen alt und aus Blei sind, sollten Sie das Trinkwasser im Zweifel von einem Fachmann überprüfen lassen, bevor Sie es Ihrem Baby gegen. Auch neu verlegte Kupferrohre können in den ersten drei Jahren zu viel Kupfer abgeben.
Tipp: Wenn Sie das Wasser morgens eine Weile laufen lassen, bevor Sie es als Baby-Wasser verwenden, minimieren Sie den Anteil der Metalle. Verwenden Sie kein Warmwasser aus der Leitung, sondern immer frisches, kaltes Wasser.
Für neugeborenen Babys sollten Sie das Wasser in den ersten Monaten am besten abkochen. Das Immunsystem von Neugeborenen ist noch nicht voll ausgereift und die Kinder reagieren teilweise schon auf mininale Mengen von Keimen mit Durchfall oder Erbrechen.
So können Sie Ihr Trinkwasser überprüfen lassen
Lassen Sie Ihr Trinkwasser durch einen Wassertest oder Wasseranalyse überprüfen. Bei einer Trinkwasseranalyse wird eine Wasserprobe auf die Schwermetalle Blei, Kadmium, Kupfer und Zink überprüft.Adressen bekommen Sie über die Verbraucherzentrale oder Ihr zuständiges Wasserwerk. Auch beim Fraunhofer Institut können Sie einen Wassertest durchführen lassen.
Hinweise für die Verwendung von Mineralwasser
Wenn Sie Wasser kaufen, orientieren Sie sich am Hinweis "Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung". Dieses Wasser enthält wenig Nitrat und Kohlensäure. Wenn Sie das Wasser zum Anrühren der Säuglingsmilch verwenden, sollten Sie auf Wasser mit einem eher niedrigen Mineralstoffgehalt wählen, denn das Milchpulver enthält bereits genügend Mineralstoffe.
Sie sollten allerdings bedenken, dass Mineralwasser zum Teil mehr Schadstoffe enthält als Leitungswasser. Für Mineralwasser gilt nämlich nicht die besonders strenge Trinkwasserverordnung.
Was hat es mit speziellem Babywasser auf sich?
Seit einiger Zeit gibt es auf dem Markt spezielles Babywasser. Hier handelt es sich um speziell aufbereitetes Trinkwasser, das keimfrei ist und keine überflüssigen Mineralstoffe enthält. Allerdings ist Babywasser deutlich teurer als Mineralwasser - und natürlich als Leitungswasser: 100 Liter kosten laut ÖKO TEST in etwa so viel wie ein Liter Babywasser. Da Leitungswasser (in jedem Fall nach einer Trinkwasseranalyse) in Deutschland einwandfrei ist, muss jeder selbst entscheiden, ob er auf Babywasser zurückgreifen möchte.
Macht ein spezieller Wasserfilter Sinn?
Wasserfilter sind für Wasser, das für Babys verwendet wird, wenig sinnvoll. Stiftung Warentest meint: "Die meisten Wasserfilter haben nur eine beschränkte Wirkung und entfernen einzelne Problemstoffe gar nicht oder unzuverlässig. Sie können sogar andere Substanzen ins Wasser abgeben." Problematisch sind Wasserfilter vor allem, wenn Patronen nicht regelmäßig gewechselt werden.











So ein Quatsch! In späteren Jahren trinken die Kinder alles was sie bekommen können.Cola,Limo ,energy Drinks...als Mutter zweier Teenes kann ich ein Lied davon singen.Ich hatte meine jetzt 10j.Tochter auch Babywasser als Baby gegeben.In Deutschland ist das Wasser ok,nur in alten Häusern mit Bleirohren sollte man auf anderes Wsser zurück greifen.Macht Euch nicht verrückt!!!
Hallo Carlo,
nachdem was ich hier gelesen habe von dir, mach ich mir echt Gedanken. Nächsten Monat möchte ich gerne mit meinem Sohn innerhalb Deutschlands verreisen. Meine Sorge ist die Qualität des Wassers in diesem Ort bzw. Hotel. Ich bin schon die ganze Zeit auf der Suche, welches Wasser am besten für meinen Kleinen ist. Dann lese ich solche Sachen, dass z.b. der Urangehalt im Wasser, welches für Babys geeignet sein soll, den Grenzwert überschreitet. Jetzt stehe ich da wie ein Ochse vorm Berg und weiß nicht, auf was ich zurückgreifen soll, nehme ich das "ach so gute" Leitungswasser, oder nehme ich das zum Teil belastete Mineral bzw. Babywasser. Ich würde mich gern für das "geringere Übel" entscheiden. Nur, welches ist das???
Ich wünsche mir sehr, dass Eltern.de kritischer hinterfragt. Gerade bei einem so wichtigen Thema wie die gesunde Ernährung unserer Kinder.
Denn, selbst das Umweltbundesamt sagt bei Bleileitungen: da hilft keine Untersuchung. Da hilft nur "nicht dem Baby geben."
Und das UBA sagt auch: schon nach 30 Minuten Stagnation ist Trinkwasser für 20% der Bevölkerung gesundheitsgefährdend. Wegen Nickel.
Weiter meldet das UBA, dass sich geschätzte 500.000 Menschen in Deutschland mit Legionella infizieren. Geschätzte 30.000 Menschen sterben daran.
Erst vor wenigen Wochen ist die Politik aufgewacht, denn man gibt nun zu: "Von entscheidender Bedeutung ist weiterhin , dass trinkwasserbedingte Ausbrüche
trotz fehlendem Vorkommen von E.coli oder Coliformen beschrieben wurden, die auftraten, ohne dass diese durch das Auftreten von E. coli oder coliformen Bakterien
im Trinkwasser hätten erkannt werden können.“ [Expertenkommission Programm „Reine Ruhr" und Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Seite 81, NRW, Februar 2012]
Das wird jedoch nicht öffentlich diskutiert. Damit diese Diskussion endlich auch öffentlich geführt wird und nicht nur in sogenannten Expertenkommissionen, stelle ich der Redaktion von Eltern.de gern mein Buch "Wir leben in Absurdistan, Band 1: Trinkwasser" zur Verfügung.
(3 Kommentare)