Babyernährung
Eins, zwei, drei - Brei!

Mit einem halben Jahr sind Babys bereit für mehr als nur Milch - jetzt beginnt die Brei-Zeit! Der tägliche Kampf mit Löffel, Lätzchen und lustlosen Babys hat's aber manchmal in sich. Damit Sie und Ihr Baby gut in die neue Ära starten: Hier alle Tipps rund um den ersten Brei.

Endlich Babybrei
© Thinkstock - Mykola Velychko
Inhalt: 
Start in die Brei-ZeitRezeptideen für kleine FeinschmeckerSo schmeckt's noch besser!Kleine Geheimnisse aus der Brei-Küche1. Kaum möchte ich etwas essen, greift meine fünf Monate alte Tochter nach meinem Besteck. Heißt das, dass sie keine Lust mehr hat auf Milch?2. Ich stille mein Baby voll, möchte aber langsam mit dem Zufüttern beginnen. Wie fange ich das an?3. Wie sieht der detaillierte Fahrplan für den Brei-Start aus?4. Was könnte meinem Baby am besten schmecken?5. Gibt es Lebensmittel, die Babys nicht gut tun?6. Braucht mein Baby Abwechslung auf dem Speiseplan?7. Was tun, wenn mein Baby den Brei immer wieder ausspuckt?8. Babybreie schmecken so fad. Kann ich nachsalzen?9. Selbst gekocht oder im Gläschen - welcher Brei ist besser?10. Worauf muss ich beim Gläschenkauf achten?11. Ich habe gehört, dass Babykost wenig Fett enthält. Soll ich Öl untermischen - und wenn ja, welches?12. Brauchen Babys eine warme Mahlzeit am Tag?13. Darf ich Breireste wieder aufwärmen?14. Was soll mein Baby trinken?15. Es gibt spezielles Babywasser zu kaufen. Brauchen wir das?16. Ist Vollmilch gut für mein Baby?17. Welche Lebensmittel sollte ich meiden, wenn ich Allergien vorbeugen möchte?18. Unser Baby mag Kekse sehr gerne. Darf es daran knabbern?19. Unser Baby bekommt ausschließlich gesundes Essen - müssen wir ihm trotzdem die Zähne putzen?20. Können wir unser Baby auch fleischlos ernähren?21. Wann können wir die Breimahlzeiten durch normales Essen ersetzen?22. Wie bekomme ich Karottenflecken wieder raus?23. Wie kann ich zufüttern, wenn ich unterwegs bin?Beliebteste Brei-Rezepte

Start in die Brei-Zeit

Mit fünf bis sechs Monaten machen die meisten Babys unmissverständlich klar: ICH WILL ESSEN! Gierige Augen, wenn sich die ganze Familie am Abendbrottisch versammelt und vergnügt Essen in sich rein löffelt. Alles, was in Reichweite liegt, wird erst gescannt – und verschwindet dann sofort in dem kleinen Mund mit den ersten Zähnchen. Interesse am Essen ist der Startschuss für den Start ins Zeitalter des Breis.

Die ersten Versuche mit dem Brei-Füttern sind dann oft kläglich: Der liebevoll gekochte Gemüsebrei wird mit der Zunge gleich wieder rausgeschoben, in den ersten Tagen landet manchmal grade mal ein Löffel Brei in Babys Magen, der Rest auf dem Lätzchen, dem Boden und an der Wand. Dazu Fragen über Fragen: Muss Fleisch in den Brei? Wie absolvieren wir die Brei-Zeremonie, wenn wir nicht daheim sind? Muss ich den Brei selber kochen?

Wir haben für Sie hier alles Wissenswerte um die erste Beikost zusammengestellt. Viel Spaß und guten Appetit!

Rezeptideen für kleine Feinschmecker

Wenn Sie den ersten Brei selbst zaubern möchten, haben wir genau das Richtige für Sie: Breirezepte. Ob fruchtig oder herzhaft, mit oder ohne Fleisch - diese Rezepte machen Appetit!

So schmeckt's noch besser!

Der Start in die Beikost - wetten, dass er noch besser gelingt, wenn Sie Ihr Baby von diesen hübschen Tellern und mit diesen tollen Löffeln füttern?

Weiterlesen

Kleine Geheimnisse aus der Brei-Küche

Für Brei-Köche
Selbst Brei kochen muss heute keiner mehr - das Angebot an Fertig-Gläschen ist breit und die Qualität einwandfrei. Wer lieber selbst bestimmen will, was in Babys Brei enthalten ist: Brei kochen geht schnell und ist kinderleicht. Unser Tipp: Fleisch besser nicht selbst kochen und pürieren. Das Pürieren von kleinen Fleischmengen zu einem feinen Brei ohne Stückchen ist mit einem handelsüblichen Pürierstab kaum zu schaffen. Mischen Sie Ihrem selbst gekochten Gemüsebrei einfach ein paar Löffel aus einem Fleischgläschen bei.

Brei im Eiswürfel-Format
Brei lässt sich prima portionieren, schließlich essen Babys anfangs so wenig, dass man gut auf Vorrat kochen kann: Einfach den Brei in einen Eiswürfelbehälter füllen und zwei bis drei Stunden in den Gefrierschrank legen, dann die gefrorenen Würfel herausdrücken und einzeln in Gefrierbeutel verpacken. So lassen sich, je nach Appetit Ihres Babys, pro Mahlzeit ein bis zwei Breiwürfel im Wasserbad oder in der Mikrowelle auftauen.

Selbst löffeln ist toll!
Babys wollen gerne selbst löffeln - und greifen mit größter Begeisterung nach dem vollen Breilöffel. Das Ergebnis: Eine riesige Sauerei ... Um das zu vermeiden: Einfach dem Baby einen eigenen sauberen Plastiklöffel in die Hand geben.

1. Kaum möchte ich etwas essen, greift meine fünf Monate alte Tochter nach meinem Besteck. Heißt das, dass sie keine Lust mehr hat auf Milch?

Es bedeutet auf jeden Fall, dass Ihr Baby ein aufgewecktes kleines Mädchen ist, das sich für alles Neue interessiert. Mit etwa sechs Monaten haben Kinder das motorische Know-how, um vom Löffel zu essen: Sie schaffen es dann, den Mund geschlossen zu halten, die Zunge hinten zu lassen und den Brei zu schlucken. Um herauszufinden, ob Ihre Tochter wirklich Lust auf Brei hat, bieten Sie ihr immer wieder mal einen Klecks Karottenmus auf einem Plastiklöffel an.

2. Ich stille mein Baby voll, möchte aber langsam mit dem Zufüttern beginnen. Wie fange ich das an?

Versuchen Sie, die erste Mahlzeit mittags durch Brei zu ersetzen, denn dann sind die meisten Babys wach und gut gelaunt. Der Brei wird wahrscheinlich am ehesten gewürdigt, wenn Ihr Baby ein bisschen Hunger hat, ihm aber noch nicht der Magen knurrt. Nicht gleich aufgeben, wenn die Aktion erst einmal fehlschlägt: Möglicherweise nimmt Ihr Baby den Brei in den Mund, schiebt ihn aber beim Versuch, ihn zu schlucken, wieder hinaus. Nach zwei, drei Anläufen verliert es die Lust an diesem Spielchen und will lieber an Mamas Brust (oder das Fläschchen). Das kann eine oder zwei Wochen so gehen, dann stillen Sie einfach auch mittags weiter (oder geben das Fläschchen). Hat es keine Geduld mehr, vom Löffel zu essen, kann es sich an der Brust oder aus dem Fläschchen satt trinken. Mag es den Brei, braucht es vielleicht nur noch ein paar Schlucke Milch. Eine komplette Milchmahlzeit sollten Sie erst ausfallen lassen, wenn Ihr Baby sich vom Brei satt essen kann. Dann können Sie den zweiten Brei am Abend einführen.

3. Wie sieht der detaillierte Fahrplan für den Brei-Start aus?

Kleine Kinder essen am liebsten, was sie kennen. Deshalb genügt es, wenn sich Ihr Kind im ersten Lebensjahr an einige wenige Obst-, Gemüse- und Fleischsorten gewöhnt.
Beginnen Sie mit dem ersten Brei am besten mittags, wenn Ihr Kind ausgeschlafen ist und Hunger hat. Ideal für den Start ist ein Karottenbrei. Er schmeckt leicht süßlich und erinnert Ihr Baby an Muttermilch. Ein weiterer Vorteil: Babys reagieren selten allergisch auf dieses Gemüse. Manche Kinder bekommen allerdings zu Beginn Verdauungsprobleme. Wenn sie länger anhalten, können Sie als Alternative ein anderes Gemüse anbieten (z.B. Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis, Brokkoli, Spinat).

Hat sich Ihr Kind nach zwei, drei Tagen an das Essen vom Löffel gewöhnt, nehmen Sie Kartoffeln dazu und nach weiteren fünf Tagen Fleisch (mageres Rind, Schwein, Lamm, Geflügel oder Kalb).

Wichtig ist, dass Sie neue Nahrungsmittel einzeln einführen und mit dem nächsten einige Tage warten. So gewöhnt sich Ihr Kind an den neuen Geschmack, und Sie finden heraus, ob es die Nahrung verträgt.

Als zweite Breimahlzeit ist ein Milch-Getreide-Brei und als dritte - drei bis vier Wochen später - ein Getreide-Obst-Brei geeignet.

Tipp: Essen Sie ein bisschen mit. So signalisieren Sie Ihrem Baby, dass Sie sein Essen lecker finden. Benutzen Sie aber einen eigenen Löffel, um keine Krankheitskeime zu übertragen.

4. Was könnte meinem Baby am besten schmecken?

Die meisten Babys finden Karottenbrei großartig. Karotten haben einen leicht süßlichen Geschmack - der ist ihnen von der Muttermilch her vertraut. Karotten vertragen die meisten Babys sehr gut, weil Karotten weder blähen noch verstopfen. Ebenfalls breigeeignet: Brokkoli, Blumenkohl, Fenchel oder Kohlrabi. Der erste Brei sollte aus Gemüse plus Kartoffeln bestehen, eine Woche später kommt etwas Fleisch dazu.

5. Gibt es Lebensmittel, die Babys nicht gut tun?

Schwerverdauliches Gemüse wie Weißkohl, Rotkohl oder Linsen sollten Sie vermeiden. Außerdem fängt der kleine Magen bei Rohkost an zu grummeln. Deswegen sollten alle Gemüse, die im Brei landen, gut gekocht sein.

6. Braucht mein Baby Abwechslung auf dem Speiseplan?

Nein, im Gegenteil. Der erste Brei ist für Babys ein echtes Geschmackserlebnis. Es besteht also keine Gefahr, dass ihnen der Karottenbrei nach einer Woche langweilig wird. Es ist sogar gut, mindestens eine Woche lang nur eine Gemüsesorte zu füttern. Nur so kann man herausfinden, ob das Baby auf etwas allergisch reagiert (wunder Po, Pickelchen in den Armbeugen oder im Gesicht). Wenn Ihr Baby am Ende des ersten Lebensjahres vier bis fünf Gemüsesorten kennt, ist das perfekt!

7. Was tun, wenn mein Baby den Brei immer wieder ausspuckt?

Ist der Brei vielleicht zu heiß? Oder zu grob püriert? Wenn es daran nicht liegt, brauchen Sie etwas Geduld. Vielleicht hat Ihr Baby einfach noch keine Lust, vom Löffel zu essen. Oder es ist in seiner motorischen Entwicklung noch nicht so weit. Machen Sie eine oder zwei Wochen Pause und versuchen Sie es dann noch einmal.

8. Babybreie schmecken so fad. Kann ich nachsalzen?

Nein. Die Nieren eines Babys funktionieren noch nicht so gut wie bei uns Erwachsenen. Die Organe sind damit überfordert, Kochsalz in größeren Mengen auszuscheiden.

9. Selbst gekocht oder im Gläschen - welcher Brei ist besser?

Beide haben Vor- und Nachteile. Babybrei selbst zu kochen, kostet Zeit. Dafür weiß man aber, was drin ist. Die Breie in den Gläschen bestehen manchmal aus abenteuerlichen Gemüsemischungen. Eine Gemüsesorte wäre völlig ausreichend. Der Vorteil der Fertigkost: Für Babynahrung gelten so strenge Vorschriften, dass sie laut Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund praktisch schadstofffrei sind. Wer das beim Selberkochen hinkriegen möchte, muss die Zutaten im Bio-Laden kaufen.

10. Worauf muss ich beim Gläschenkauf achten?

Wer Fertigprodukte kauft, sollte immer einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Wichtig ist, dass
- die Zutaten aus ökologischem Anbau stammen;
- die angegebene Rezeptur in etwa der eines selbst zubereiteten Breis entspricht;
- der Brei weder Zucker, Süßungsmittel noch Salz oder Gewürze enthält;
- Sie sich nicht von extravaganten Geschmacksrichtungen wie "Apfel-Keks" oder "Stracciatella" verführen lassen. Babys brauchen so etwas noch nicht.

11. Ich habe gehört, dass Babykost wenig Fett enthält. Soll ich Öl untermischen - und wenn ja, welches?

Es stimmt, die meisten Fertig-Gemüsebreie sind zu fettarm. Ein Gläschen sollte etwa 8 bis 10 Gramm Speiseöl enthalten, das entspricht etwa zwei Teelöffeln. Ist das nicht der Fall, sollten Sie das Fett ergänzen. Das Fett erleichter es es dem Organismus des Babys, wichtige Vitamine aufzunehmen. Außerdem haben Babys einen erhöhten Energiebedarf, der durch ausreichend Fett gedeckt wird. Am besten geeignet sind Speiseöle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, zum Beispiel Rapsöl, Sojaöl oder Sonnenblumenöl.

12. Brauchen Babys eine warme Mahlzeit am Tag?

Ja. Mit etwa sechs Monaten ist der Eisenspeicher im Körper eines Babys leer. Um ihn wieder aufzufüllen, braucht Ihr Kind mineralstoffreiches Essen, also Gemüse und Fleisch. Nährstoffe aus gekochten Lebensmitteln sind besser zu verdauen.

13. Darf ich Breireste wieder aufwärmen?

Besser nicht. Beim Aufwärmen gehen viele wichtige Vitamine verloren. Nitratreiche Lebensmittel wie Spinat oder Fenchel sollten gar nicht wieder aufgewärmt werden, denn dabei können Nitrit (behindert den Sauerstofftransport im Blut) und Nitrosamine (sind Krebs erregend) entstehen. Wenn das Gläschen voraussichtlich nicht leer gegessen wird, bereitet man besser nur einen Teil zu. Der Rest kann ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufgehoben werden.

14. Was soll mein Baby trinken?

Sobald Ihr Baby feste Nahrung zu sich nimmt, braucht es auch Flüssigkeit. Bieten Sie ihm zu den Mahlzeiten, aber auch zwischendurch etwas zu trinken an. Am besten sind zuckerfreie Getränke (Wasser, Tee). Mag es die nicht, sind auch dünne Saftschorlen (im Verhältnis 1:4) in Ordnung. Sie können Ihrem Baby bedenkenlos Leitungswasser geben. Aufpassen sollten Sie bei Wasser, das durch Blei- oder neue Kupferrohre fließt. Eine Wasseranalyse vom Wasserwerk kostet zwischen 20 und 45 Euro und klärt, ob die Rückstände in Ihrem Wasser bedenklich sind. Einige Werke untersuchen das Wasser auch kostenlos, wenn Babys im Haushalt leben.

15. Es gibt spezielles Babywasser zu kaufen. Brauchen wir das?

Tetrapaks mit Babywasser sind ein netter Werbegag, wirklich brauchen tut man sie nicht. Für Babywässer gelten zwar strenge Grenzwerte für Inhalts- und Schadstoffe, aber das nach wie vor am besten kontrollierte Lebensmittel ist Leitungswasser. Auch herkömmliches Mineralwasser schneiden nicht schlechter ab. Teuer ist das Babywasser außerdem. Zum Vergleich: Mit 46 bis 85 Cent kostet ein Liter so viel wie etwa 100 Liter Leitungswasser.

16. Ist Vollmilch gut für mein Baby?

Früher galt die Regel: Keine Kuhmilch im ersten Lebensjahr, wenn Kinder allergiegefährdet sind! Inzwischen hat sich das geändert. Zwar ist Kuhmilch nach wie vor eines der Lebensmittel, die bei Babys unter sechs Monaten häufig Allergien auslösen, für das zweite Lebenshalbjahr gilt das aber nicht mehr. Ist das Baby also nicht genetisch vorbelastet, kann der Milch-Getreide-Brei für Kinder im Alter von etwa sechs bis acht Monaten bedenkenlos mit Vollmilch zubereitet werden. Aber: Milch ist kein Durstlöscher! Der hohe Anteil an Eiweißen und Mineralstoffen belastet die Babynieren noch zu sehr.

17. Welche Lebensmittel sollte ich meiden, wenn ich Allergien vorbeugen möchte?

Auch hier sind die Empfehlungen der Experten jetzt nicht mehr so streng. Bis vor Kurzem hieß es: allergiegefährdete Kinder sollen bis zum Ende des ersten Lebensjahres auf Kuhmilch, Soja, Weizen, Fisch, Nüsse und Hühnerei verzichten. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse zu den vorliegenden Studien: Kuhmilch, Soja und Weizen können im zweiten Lebenshalbjahr ruhig auf dem Speiseplan stehen. Dann ist die kritische Phase, in der diese Lebensmittel überdurchschnittlich häufig Allergien auslösen, vorbei. Grundsätzlich gilt: Neue Gemüse-, Obst- und Getreidesorten allenfalls in wöchentlichem Abstand einführen. So ist leicht zu erkennen, wenn das Baby etwas nicht verträgt.

18. Unser Baby mag Kekse sehr gerne. Darf es daran knabbern?

Knabbern ist okay, aber lieber nicht an Süßem. Wer seinem Kind schon als Baby Kekse und Kuchen gibt, bringt es möglicherweise auf den Geschmack. Besser für zwischendurch: Zwieback, Reiswaffeln, Knäckebrot.

19. Unser Baby bekommt ausschließlich gesundes Essen - müssen wir ihm trotzdem die Zähne putzen?

Auf jeden Fall. Schließlich entsteht Karies nicht nur durch Zucker, sondern durch Kohlenhydrate aller Art (Stärke, Fruchtzucker). Und: Wer schon als Baby lernt, dass Zähneputzen zum Essen dazugehört, tut sich später leichter damit.

20. Können wir unser Baby auch fleischlos ernähren?

Ja, Sie sollten nur darauf achten, dass der Gemüsebrei genügend Eisen enthält. Möglicher Ersatz für Fleisch: 10 Gramm eisenreiche Vollkorngetreideflocken (Hafer- oder Hirseflocken). Außerdem ist es gut, viel Vitamin-C-reiches Gemüse (Brokkoli, Blumenkohl oder Fenchel) zu füttern. Vitamin C hilft, das Eisen aus dem Gemüse leichter zu verwerten.

21. Wann können wir die Breimahlzeiten durch normales Essen ersetzen?

Ab dem zehnten Monat können Sie damit beginnen, statt Brei dünn belegte Käsebrote und ein kleines Glas Milch anzubieten. Je nachdem, wie viele Zähne schon da sind, kann Ihr Kind rohes Gemüse knabbern oder klein geschnittenes Putenschnitzel essen. Wichtig: Das Essen sollte nach wie vor nicht gewürzt oder gesalzen sein.

22. Wie bekomme ich Karottenflecken wieder raus?

Karotte essen macht Spaß – und fiese Flecken! Aber keine Sorge, die Flecken sind ganz leicht zu entfernen: Das Kleidungsstück anfeuchten und in die Sonne legen. Ohne Sonne geht es auch: den Fleck mit Zitronensaft oder Essig betupfen und dann ein mildes Bleichmittel benutzen.

23. Wie kann ich zufüttern, wenn ich unterwegs bin?

Für unterwegs sind Fertig-Gläschen die beste Wahl! Die können Sie in einem Caf erwärmen lassen. Über Ihre selbst gekochten Brei-Kreationen freuen sich die Kellner weniger, denn fremdes Essen dürfen sie aus hygienischen Gründen nicht in der Restaurantküche erwärmen. Wenn Sie nicht allzu lange unterwegs sind, ist auch ein Thermobecher ein praktischer Begleiter: Die Babykost zu Hause erwärmen - und zwar ruhig ein bisschen wärmer als sonst, einfüllen, und schon haben Sie jederzeit ein vorgewärmtes Babyessen zur Verfügung.
Was Sie immer dabei haben sollten: einige Plastiklöffel (falls der ein oder andere runterfällt) und ein Lätzchen.
Obstgläschen können Sie problemlos ohne Erwärmen füttern.
Für Anrührbrei warmes Wasser in einer Thermoskanne und das Breipulver in einem kleinen Tupper mitnehmen. So ist Ihre mobile Breiküche jederzeit einsatzbereit.

Beliebteste Brei-Rezepte

Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei
(frühestens ab dem 5. Monat)

- 90-100 g Gemüse
- 40-60 g Kartoffeln
- 30-45m l Obstsaft
- 20-30 g Fleisch
- 8-10 g Pflanzenöl

Mageres Fleisch in wenig Wasser kochen, klein schneiden und pürieren. Gemüse und Kartoffeln klein schneiden, in Wasser oder der zuvor gekochten Fleischbrühe dünsten. Alles zusammen mit Obstsaft pürieren, Öl unterrühren.


Milch-Getreidebrei
(ab dem 6. Monat)

- 200 ml Vollmilch
- 20 g Vollkorn-Getreideflocken (z.B. Haferflocken oder Grieß)
- 20 g Obstsaft oder Obstpüree

Milch mit Getreideflocken aufkochen, Saft bzw. Püree unterrühren.


Getreide-Obst-Brei
(ab dem 7. Monat)

- 20 g Getreideflocken
- 90 g Wasser
- 100 g frisches Obst
- 5 g Pflanzenöl oder Butter

Getreideflocken mit Wasser aufkochen, Obst pürieren, mit dem Fett unterrühren. Quelle: Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund

Diese Produkte könnten Sie interessieren: 
Alles für kleine Ess-Anfänger
Löffel, Teller, Lätzchen, Hochstühle - alle Accessoires für Ess-Anfänger finden Sie in unserem Partnershop baby-walz.de.