Plastikspielzeug

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

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Plastikspielzeug : Worauf Sie beim Kauf achten sollten

1. Was ist gutes, was schlechtes Plastikspielzeug

"Um Qualität von Billigem zu unterscheiden, sollten Sie Ihre Sinne einsetzen“, empfiehlt Ingetraud Palm-Walter, Vorsitzende von "spiel gut", einem Verein, der Spielzeug testet: „Hochwertiger und gut verarbeiteter Kunststoff ist aus einem Guss gefertigt, hat keine scharfen Ecken oder Schweißstellen, die brechen könnten. Er wirkt sehr stabil." Schnuppern Sie auch an dem Produkt. Schlechtes Plastik riecht unangenehm nach Lösungs- oder Reinigungsmittel.

2. Auf welche Prüfzeichen sollte man achten?

Das CE-Zeichen auf allen Spielsachen, die in Europa verkauft werden, bestätigt lediglich, dass das Produkt die grundlegenden europäischen Richtlinien erfüllt. Das Zeichen wird vom Hersteller oder Importeur in Eigenverantwortung angebracht. Hilfreicher ist das GS-Zeichen für "geprüfte Sicherheit", das unabhängige Stellen, beispielsweise der TÜV Rheinland, die Dekra oder die Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA), verleihen.

Schadstoffe, Entflammbarkeit, mechanische Sicherheit usw. werden dabei auf Wunsch des Herstellers überprüft. "Bei den Weichmachern verlangt das Prüfinstitut sogar niedrigere Grenzwerte als der Gesetzgeber", sagt Rainer Weiskirchen, Pressesprecher der LGA. Oft ist die Kunststoffart als Ziffer von 1 bis 8 auf dem Spielzeug verzeichnet. 3 steht für PVC, das wegen der schädlichen Weichmacher (Phtalate) problematisch ist. Die anderen Kunststoffe gelten als unbedenklich.

3. Ist Holz immer besser als Plastik?

Es gibt Spielsituationen, da ist Plastik sogar fast ein Muss, findet Ingetraud Palm-Walter: "Sandspielzeug zum Beispiel. Der feuchte Sand oder Regen würde Holz schnell kaputtgehen lassen. Auch Rutschfahrzeuge aus Kunststoff haben einen großen Vorteil: Sie sind viel leichter als ihre Kollegen aus Holz. Und eine Kunststoffpuppe ist einfach realitätsnäher." Übrigens sollte man auch Holzspielzeug nicht gedankenlos kaufen: Hier sind es Farben und Lacke, die gesundheitsgefährdend sein können.

4. Gibt es Marken, die man bedenkenlos kaufen kann?

"Auf alle Fälle", so Ingetraud Palm-Walter. "Und zwar diejenigen, die ein eigenes Prüf- und Kontrolllabor haben und Wert darauf legen, sicheres, schadstofffreies Spielzeug herzustellen. Das sind u. a. Playmobil, Lego, Bruder oder Habermaaß.“

5. Wo informiere ich mich als Verbraucher?

Verschiedene Institutionen bieten Listen mit geprüften und als unbedenklich eingestuften Produkten an: beispielsweise unter www.spielgut.de. Der Verein testet allerdings nur Spielsachen, die auch pädagogisch wertvoll erscheinen. Einen Einkaufsführer, der über Inhaltsstoffe und Auswahlkriterien informiert, kann man beim Mütternetzwerk WECF (Women in Europe for a Common Future) unter www.wecf.eu downloaden oder bestellen.

Autor

Juliane Büttinghaus


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