Häufigkeit und Ursachen des plötzlichen Kindstods
Allein die Vorstellung, ihr Baby könnte eines Tages nicht fröhlich brabbelnd aufwachen, macht Mütter und Väter beklommen. In Deutschland wird die Furcht vor diesem Schicksalsschlag für etwa 400 Elternpaare pro Jahr bittere Realität. Ihr Säugling stirbt plötzlich und unerwartet an einem Phänomen, das Ärzte den plötzlichen Kindstod oder SIDS nennen, eine Abkürzung des englischen Fachbegriffs Sudden Infant Death Syndrom.
Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesart bei Babys im ersten Lebensjahr und kommt ganz vereinzelt auch noch im zweiten Lebensjahr vor. Doch das individuelle Risiko ist für einen gesunden Säugling zum Glück sehr gering: 1599 Kinder entwickeln sich prächtig, eines stirbt in Deutschland am plötzlichen Kindstod. Dabei beträgt das Verhältnis Jungen zu Mädchen 3 : 2. Meist trifft es Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten, mit einer Häufung zwischen der fünften und elften Lebenswoche.
Die genauen Ursachen für den stillen Tod, der stets im Schlaf kommt, ist noch immer unbekannt. Zwar diskutieren Wissenschaftler verschiedene Hypothesen, aber keine ist bislang bewiesen. Diese Unklarheit macht es für Eltern nicht leichter, mit den Ängsten umzugehen, die dieses Thema anrührt - vor allem, wenn bereits ein Kind in der Familie oder im Freundeskreis betroffen war. Da ist es gut zu wissen, dass Wissenschaftler sich einig sind, dass sich der plötzliche Kindstod durch einfache Schutzmaßnahmen verhüten lässt.
So schläft Ihr Baby sicher
Es sind einige Risikofaktoren bekannt, die den plötzlichen Kindstod provozieren können. Eltern können diese weitgehend minimieren, beziehungsweise sogar ausschalten. Die Deutsche Gesellschaft der Kinder- und Jugendärzte empfiehlt:
Babys lieben Nichtraucher. Säuglinge sollten sowohl vor als auch nach ihrer Geburt in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen. Rund 40 Prozent der plötzlich verstorbenen Säuglinge stammen aus Raucherhaushalten. Für Neuseeland wurde berechnet, dass die Kindstodrate sich um 26 Prozent verringern könnte, wenn rauchende Mütter ihre Kinder nicht bei sich im Bett schlafen lassen würden.
Die Atemwege der Kinder von rauchenden Müttern sind oft vorbelastet und ihr Immunsystem ist schwächer. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) machten Forscher eine interdisziplinäre Untersuchung an 17 Universitäten und zwei regionalen Instituten in Deutschland. Sie analysierten bis zum Oktober 2001 fast 500 Fälle von plötzlichem Kindstod und verglichen sie mit den Daten von 1.100 gesunden Kontrollkindern. Aus den Daten filterten die Wissenschaftler die bedeutendsten heraus: Das Risiko für SIDS steigt demnach um das sechsfache, wenn das Baby im Bett der Eltern schläft und die Mutter Raucherin ist. Rauchte sie bereits während der Schwangerschaft steigt das Risiko um das dreifache.
Tipp: Es fällt vielen Menschen nicht leicht, mit dem Rauchen aufzuhören. Rauchende Schwangere und Mütter bekommen unter der Telefonnummer 0180/ 50 99 555 (12 Cent pro Minute) Informationen und Hilfe. Persönlich sind Berater Dienstags, Mittwochs, Donnerstags von 8 bis 10 Uhr zu sprechen, sowie am Dienstag Nachmittag von 16 bis 18 Uhr.
Auf dem Rücken schlafen Säuglinge am gesündesten. Eltern, deren Baby vom plötzlichen Kindstod betroffen ist, finden es meist auf dem Bauch liegend und stark verschwitzt. Sein Gesichtchen hat es oft mit der Bettecke, dem Kissen, einem Schmusetuch oder Stofftier bedeckt. Möglicherweise atmen die betroffenen Kinder das ausgeatmete Kohlendioxid dadurch wieder ein und werden somit bewusstlos. Es ist noch ungeklärt, warum bei diesen Kindern die lebensrettende Schnappatmung nicht oder nicht ausreichend einsetzt.
Zum Glück ist es einfach, Babys vor dieser Situation zu schützen: Am besten schlummert Ihr Baby im ersten Lebensjahr ohne Kopfkissen auf dem Rücken liegend auf einer festen luftdurchlässigen Matratze. Das Schlafen in Bauchlage erhöht das Risiko für SIDS dagegen um das sechsfache. Auch beim Schlafen in Seitenlage ist das Risiko noch erhöht.
Eine Ausnahme gibt es allerdings: Babys, die zu früh auf die Welt kommen und mit dem selbstständigen Atmen noch Mühe haben, liegen in ihren ersten Lebenswochen besser auf dem Bauch. Sie sollten spätestens eine Woche vor der Krankenhausentlassung auf dem Rücken zum schlafen gelegt werden. Denn gerade bei Frühgeborenen ist die Bauchlage dann mit einer besonders starken Erhöhung des SIDS-Risikos behaftet.








So werden Sie Super-Mama!

Hallo,
falls infobedarf besteht: bitte wikipedia lesen und sonst nix im internet. fürchterlich was sich wer und wo rumtreibt und klugscheißt. selbst der hiesige artikel bleibt einfach unverändert stehen. und das bei so einem thema. traurig.
Mir ist völlig unverständlich, wie man in einem derartigen pseudo-wissenschaftlichen Artikel, der auch noch als Ratgeber für Eltern dienen soll, derartige gequirlte Kacke von sich geben kann:
1. "Die genauen Ursachen für den stillen Tod, der stets im Schlaf kommt, ist noch immer unbekannt."
2. "Da ist es gut zu wissen, dass Wissenschaftler sich einig sind, dass sich der plötzliche Kindstod durch einfache Schutzmaßnahmen verhüten lässt."
Aha, keiner weiß, warum es passiert, aber es ist kein Problem, was dagegen zu tun.
Liebe Redaktion von eltern.de, denkt ein bisschen nach, bevor Ihr derartigen Unsinn ins Netz stellt und irgendwelchen angeblichen Wissenschaftlern nach dem Mund redet !!!
Da kann ich nur zustimmen! Dieser Satz ist unter aller Sau! Wie kann man diesen Satz posten und auch noch dahinter stehen??? Wenn es so einfach wäre, würde es bestimmt nicht oft zu soeinem Schicksal kommen! Al ob die Eltern zu dumm wären, ihr Kind zu hüten! So eine Schweinerei!
ACH, und warum bitteschön sehe ich dann jeden Tag bei Kamps oder sonstwo Mütter mit ihren Babys im Raucherraum sitzen und eine Zigarette nach der anderen rauchen? Weil eben nicht alle "nicht dumm" sind!
Warum wird mit keiner Silbe in ihrem Artikel auf den mittlerweile durch wissenschaftliche Untersuchungen belegten Fakt eingegangen, dass es ein wesentliches Element zur Verhütung des plötzlichen Kindstods ist, wenn Babys im elterlichen Bett mit ihren Eltern zusammen schlafen (die natürlich keinen Alkohol konsumieren & nicht rauchen dürfen)?
Besonders zwischen dem 2.-3. Monat, wenn allmählich der Anteil von (oberflächlichen) Traumschlafphasen abnimmt & die Tiefschlafphasen zunehmen, ist es enorm von Vorteil, wenn das Baby durch den engen Kontakt zu Mutter / Eltern durch deren Bewegungen & Atemrhythmus leichter aus Tiefschlafphasen (in welchen durch die zu diesem Zeitpunkt noch unreife Atemregulation Atemaussetzer bis hin zum Atemstillstand drohen) in oberflächlichere Schlafphasen gelangt.
Überall wird propagiert, das Baby im elterlichen Schlafzimmer aber EIGENEN Bett schlafen zu lassen, obwohl unsere Vorfahren seit Jahrtausenden zusammen mit ihren Babys geschlafen haben & dies Naturvölker in unserer heutigen Zeit ebenso praktizieren. Warum müsen in unserer modernen Zeit & in unserer Kultur aus der Evolution & von der Natur geschaffene ursprüngliche & intuitiv richtige Praktiken unbedingt abgeändert & zerstört werden, obwohl sie eindeutig sinnvoll waren & bis heute sind ?
Dies nur mal als kleiner zusätzlicher Denkanstoß...
"Da ist es gut zu wissen, dass Wissenschaftler sich einig sind, dass sich der plötzliche Kindstod durch einfache Schutzmaßnahmen verhüten lässt.
Da kann ich nur zustimmen! Dieser Satz ist unter aller Sau! Wie kann man diesen Satz posten und auch noch dahinter stehen??? Wenn es so einfach wäre, würde es bestimmt nicht oft zu soeinem Schicksal kommen! Al ob die Eltern zu dumm wären, ihr Kind zu hüten! So eine Schweinerei!
- 1
- 2
- 3
- >
- »
(11 Kommentare)