Top-Thema: Gesunde Ernährung für Babys

Beikost

Macht der Brei mein Baby satt?

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Beikost: Macht der Brei mein Baby satt?

Wie viel Beikost braucht mein Baby?

Wenn Sie um den sechsten Monat herum mit der Beikost beginnen, reichen zunächst ein paar Löffel. Mehr braucht das Baby bei den ersten Versuchen nicht zu schlucken - schließlich muss es sich erst an die ungewohnte Nahrung gewöhnen. Besonders beliebt sind Karotten, weil ihre natürliche Süße an den Geschmack der Muttermilch erinnert. Anschließend erhält es wie gewohnt Milch, bis es satt ist. Ob es die Beikost verträgt, können Sie übrigens an der Verdauung erkennen: Sowohl Durchfall als auch Verstopfung können Zeichen einer Unverträglichkeit sein. Auch Hautausschläge oder eine veränderte Atmung können auf eine allergische Reaktion hindeuten.

Wenn mit der Breimahlzeit eine Stillmahlzeit komplett ersetzt worden ist, können sie mit einer zweiten festen Mahlzeit beginnen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, empfiehlt dabei, die Gemüsemenge langsam auf 90 Gramm und ab dem siebten Monat dann auf 100 Gramm zu steigern. Sobald das Kind etwa circa 200 g isst, reicht die Kalorienmenge und Sie brauchen nicht mehr nachzustillen.

Brauchen Babys überhaupt eine warme Mahlzeit am Tag?

Ja. Mit etwa sechs Monaten ist der Eisenspeicher im Körper eines Babys leer. Um ihn wieder aufzufüllen, braucht Ihr Kind mineralstoffreiches Essen, also Gemüse und Fleisch. Außerdem sind Nährstoffe aus gekochten Lebensmitteln besser zu verdauen.

Brauchen Babys regelmäßig Fleisch?

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Darüber gibt's selbst unter Experten Streit. Fakt ist: Babys brauchen Eisen. Und das ist in Fleisch und Eiern so enthalten, dass Kinder es besonders gut verwerten können. Empfehlenswert: Mindestens drei Mal die Woche etwa 20 Gramm Fleisch in den Brei mischen. Am meisten Eisen enthält übrigens Rind - aber auch Lamm, Schwein und Geflügel sind geeignet. Guter Trick: Einmal ein großes Stück Fleisch gut kochen, pürieren und im Eiswürfelbereiter einfrieren. Und dann in jede Breiportion Fleisch-Eiswürfel geben.

Wer kein Fleisch füttern will, muss auf jeden Fall darauf achten, dass das Baby trotzdem genug Eisen bekommt. Das klappt am besten, wenn man etwa zehn Gramm Hafer- oder Hirseflocken in einen Vitamin-C-reichen Gemüsebrei gibt. Besonders geeignet sind Brokkoli, Blumenkohl oder Fenchel. Oder in einen Getreidebrei drei Löffel Obstpüree (zum Beispiel Apfel oder Birne) mischt. Der Grund: Vitamin C hilft dem Körper, das Eisen besonders gut aufzunehmen.

Warum gibt es "Baby-Menüs" und "Junior-Menüs" zu kaufen?

Fertigen Brei kann man als so genannte "Baby-Menüs" oder "Junior-Menüs" kaufen. Unter einem "Baby-Menü" versteht man dabei eine Portionsgröße von 190 Gramm. Da Sie feinpüriert sind und statt Kartoffeln häufig Reis oder Nudeln enthalten, sind sie ab dem fünften Monat geeignet. "Junior-Menüs" gibt es dagegen in einer Portionsgröße von 220 Gramm, außerdem haben sie eine gröbere Konsistenz. Sie können ab dem achten Monat angeboten werden.

Stimmt es, dass fertige Beikost zu wenig Fett enthält?

Es stimmt, die meisten Fertig-Gemüsebreie sind zu fettarm. Ein Gläschen sollte etwa acht bis zehn Gramm Speiseöl enthalten, das entspricht etwa zwei Teelöffeln. Ist das nicht der Fall, besteht aus kinderärztlicher Sicht kein Grund Fett zuzufügen. Im Gegenteil: Durch eine Fettzugabe fördern Eltern nur eine zu rasche Gewichtszunahme und die kann langfristig gesundheitliche Nachteile für das Kind haben. Ein deutlich höherer Fettgehalt der Produkte ist im Übrigen mit den geltenden gesetzlichen Vorschriften zur Zusammensetzung von Babykost nicht vereinbar.

Hilft mehr Beikost beim Durchschlafen?

Wer schön satt ist, schläft besser. Wer aber zu viel im Bauch hat, schläft unruhiger, weil Magen und Darm heftig und lange arbeiten müssen. Ein XXL-Brei ist deshalb keine Durchschlafgarantie. Im ersten halben Jahr sind zusätzliche Breiportionen ohnehin nicht empfehlenswert. Aber auch bei älteren Babys liegt es oft nicht am Hunger, wenn sie sich nachts melden - sondern daran, dass sie nach normalen nächtlichen Wachphasen nicht allein in den Schlaf zurück finden.

Was tue ich, wenn mein Kind nur wenig Beikost isst?

Die häufigste Sorge junger Eltern: Mein Kind isst zu wenig. Und sie versuchen sogar, die Kleinen zum Essen zu zwingen. Mit fatalen Folgen: Psychologen gehen davon aus, dass so die Grundlage für Essstörungen im Jugendlichen- und Erwachsenenalter gelegt werden. Deshalb: kein Erpressen beim Essen! Sie als Eltern entscheiden auf Grundlage Ihrer Kenntnisse über gesunde und kindgerechte Ernährung, was es zu essen gibt und wann Sie es Ihrem Kind anbieten. Ihr Kind - auch schon im Babyalter - entscheidet, ob und wie viel es davon essen will.

Übrigens: Auch der Rat, einem hungrigen Baby die vertraute Brust vorzuenthalten und es vor die Wahl "Brei oder nichts" zu stellen, ist ein solches ungünstiges Druckmittel. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass ein Baby so Freude an der neuen Kost entwickelt.

Darf ich noch weiter stillen, wenn ich meinem Kind bereits Beikost gebe?

Natürlich! Solange sie beide es möchten, spricht nichts dagegen, Ihr Baby weiter zu stillen - zum Beispiel morgens oder in der Nacht.

Wann darf mein Kind mit am Familientisch essen?

Ab dem zehnten Monat Käsebrote statt Brei

Ab dem zehnten Monat können Sie damit beginnen, statt Brei dünn belegte Käsebrote und ein kleines Glas Milch anzubieten. Je nachdem, wie viele Zähne schon da sind, kann Ihr Kind rohes Gemüse knabbern oder klein geschnittenes Putenschnitzel essen - alles ist erlaubt. Wichtig: Das Essen sollte nach wie vor nicht gewürzt oder gesalzen sein.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Anna am 19. November 2011, 15:02 Uhr

    ich hab eine frage: Mein sohn ist fast 5mon. Alt und bekommt mittags brei
    Das problem ist er will eigentlich nur noch brei und keine flasche mehr
    Muss jede flasche mahlzeit kämpfen.
    Bin echt am verzweifeln und der kia sagt ja dann lassen sie ihn nur brei essen
    Hmm er ist doch grad knapp 5mon.
    Hat wer nen tipp


  • von Miriam am 28. April 2011, 20:52 Uhr

    Hallo zusammen,

    Meine Sarah (6,5 Monate) isst bereits seit dem vierten Monat super. Wir haben bereits in absprache mit der Hebamme die mittags-, nachmittags- und Abendmahlzeit ersetzt. Da Sarah aber erst gegen 21 Uhr ins Bett geht komme ich mit 3 Mahlzeiten nicht weit. Sie hat öfter Hunger. Ich gebe zu Mittag Gemüse, dann um 15 Uhr Obst und derzeit um 18 und um 20 Uhr Flocken in halb-Milch angerührt. Bin mir aber unsicher ob zweimal "Abendbrei" das richtige ist. habt ihr bessere Ideen oder passt das wohl so? Anmerkung: Sarah nimmt keine flasche. Meine Hebamme meinte ich soll um 18 Uhr Brei und um 20 Flasche geben, aber das funktioniert gar nicht. Auch nicht mit breisauger.

    Danke und gruesse
    Miriam


  • von Luzi am 29. März 2011, 13:51 Uhr

    Wir haben schon nach dem 4. Monat angefangem, Brei zu füttern. Wenig, aber so dass der kleine auf den Geschmack kommt. Er ist jetzt ein halbes Jahr und bekommt morgens normal sein Fläschen und zum Mittag gibts Brei mit Gemüse und Fleisch. Er haut das ganze Glas weg und noch eine Flasche hinterher. Nachmittags gibts ein wenig Früchtebrei , is aber mehr Nascherei, derzeit lassen wir ihn oft auch ganz weg und es gibt nur Flasche. Abends dann Milchbrei und auch noch Fläschen. Abends trinkt unser Kleiner aber meist lieber. Ich gebe lieber Flasche, statt Brei, aber dem Kleinen schmeckts. Es gibt auch Sorten, die er gar nicht mag, da schreit er wie wahnsinnig.


  • von Yasemin am 17. Februar 2011, 21:42 Uhr

    Hallo
    Wir hatten dasselbe Problem! Mein Sohn ist 8 Monate alt und ich habe seit dem 6. Monat versucht ihm den Brei schmackhaft zu machen aber keine Chance! Er wollte nur Mumi! Dann hat mein Mann ihn gefüttert und ich bin aus dem Zimmer ...und siehe da! Es hat geklappt. Am nächsten Tag hat es auch bei mir geklappt. Die Kleinem wissen halt, dass es Mumi gibt wenn sie bei der Mama verweigern. Viel Glück!


  • von Carina am 4. Februar 2011, 13:43 Uhr

    Also meine ist jetzt 6 1/2 und ich habe nicht mit einem Gemüsebrei zum Mittag angefangen, sondern mit einem 4-Korn-Brei (von Alnatura) vor dem Schlafengehen. Den Brei habe ich Anfangs mit halb/halb Wasser/Milch angerührt, jetzt nur noch Kuhmilch. Der Brei ist super angekommen, sie verschlingt ihn förmlich und schläft seit dem den ersten Block ganze 8 Stunden am Stück. Seit einer Woche füttere ich nun auch Mittags einen Gemüse-Fleischbrei, aber der kommt garnicht gut an. Ich denke der Geschmack ist noch zu fremd. Ein paar Löffel nimmt sie und das war es. Aber ich bin dennoch entspannt, denn mit dem Abendbrei kann ich das Essen vom Löffel weiter üben.

    Daher mein Tipp, vielleicht einen 4-Kornbrei mit Pre- o. Kuhmilch anrühren und in gemütlicher Athmosphäre auf dem Schoß füttern. Vielleicht schmeckt es ja besser und Eure Brustjunkies bekommen so Lust auf mehr.

    Liebe Grüße,
    Carina


(10 Kommentare)

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