Milchfluss
 
Zu wenig Milch fürs Baby - was tun?

Ein Kind zu stillen ist eine wunderbare Aufgabe. Aber extrem anstrengend, wenn's nicht so klappt. Junge Mütter fragen sich häufig: Wird mein Kind überhaupt satt? Oder kommt zu wenig Milch? So produzieren Sie genug Milch für Ihr Baby.

Milchfluss: Zu wenig Milch fürs Baby - was tun?

Trotz der Glücksgefühle, sind Mütter in Sachen Stillen oft besorgt und unsicher. Eine der häufigsten Fragen: Wird mein Kind auch satt? Oder kommt zu wenig Milch? Sie können beruhigt sein: Es kommt nur sehr selten vor, dass eine Mutter zu wenig Milch produziert. Sie erkennen auch ganz einfach, ob Ihr Baby genug Milch bekommt: Ungefähr sechs nasse Windeln pro Tag zeigen, dass Ihr Baby garantiert nicht zu wenig Milch bekommt. Wenn es außerdem lebhaft ist und zunimmt, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

Mit diesen Tipps regen Sie den Milchfluss an

  • So oft wie möglich stillen, auch nachts. Und nicht nur, wenn das Baby Hunger hat, sondern auch, wenn es nur nuckeln will. Auch das regt die Milchbildung an.
  • Bei jedem Stillen beide Brüste anbieten.
  • Nicht zufüttern!
  • Lang genug stillen, damit das Kind auch die kalorienreiche Hintermilch erhält.
  • Während der Stillmahlzeiten die Brustseite mehrmals wechseln (am besten im Fünf-Minuten-Takt), das hält das Interesse des Babys am Saugen wach.
  • Keinen Schnuller und kein Fläschchen geben, damit das Kind an der Brust kräftig saugt.
  • Viel trinken! Vor jedem Stillen ein großes Glas Wasser bereit stellen. Aber bitte nicht übertreiben, zwei bis drei Liter pro Tag sind ideal. Viel hilft nicht automatisch viel, denn sonst schwemmt man die Flüssigkeit vermehrt aus.
  • Viel Hautkontakt mit Ihrem Baby!

Hebammentipps: Das hilft, wenn mehr Milch gebraucht wird

  • Sanfte, kreisförmige Brustmassagen fördern die Durchblutung.
  • Vor dem Stillen für drei bis fünf Minuten auf jede Brust feuchtwarme Umschläge auflegen.
  • Milchbildungstee mit Bockshornklee.
  • Als milchbildende Mittel gelten außerdem Bockshornkleesamen (gibt's in der Apotheke) und Malzbier, bzw. alkoholfreies Bier.
  • Achtung: Salbei und Pfefferminz meiden, diese Kräuter hemmen die Milchbildung!

Zu wenig Milch? Viel Ruhe für die Mutter!

Ganz wichtig: Wenn mehr Milch fließen soll, braucht die Mutter viel Ruhe. Haushaltspflichten delegieren, einen Babysitter einspannen, der das Baby ausfährt - und ab aufs Sofa!

Zu viel Wachstum - kurzfristig zu wenig Milch

Wenn Ihr Baby gerade einen Wachstumsschub hat, kann es kurzfristig zu einem kleinen Milchengpass kommen. Das ist aber völlig normal. Legen Sie Ihr Baby möglichst häufig an - und Ihr Körper wird die gestiegene Nachfrage innerhalb kurzer Zeit mit mehr Milch befriedigen können.