Bauchnabel
Das Wichtigste zur Nabelpflege

Der Nabel ist für jede Mutter mit besonderen Gefühlen verbunden. Das sonst unversehrte Baby scheint an dieser Stelle besonders verletzlich zu sein. Damit der Heilungsprozess gut abläuft, ist es wichtig, den Nabel zu pflegen - eine wichtige Aufgabe für die Hebamme bei ihren täglichen Besuchen. Aber auch Eltern sollten sich in der Nabelpflege gut auskennen.

Nabelpflege: Warum wird der Nabelrest abgeklemmt?

Bauchnabel: Das Wichtigste zur Nabelpflege

Alle höher entwickelten Säugetiere haben eine Nabelschnur und demnach einen Bauchnabel. Im Tierreich wird die Nabelschnur von der Mutter häufig durchgebissen oder durchgerissen. Der Rest trocknet dann einfach ein und fällt ab. So ähnlich ist es bei uns auch, nur dass der Nabelschnurrest nach der Geburt meist mit einer Plastikklemme abgeklemmt oder mit einem Faden abgebunden wird, um ein Nachbluten zu verhindern.

Nabelpflege: Wann fällt der Nabelschnurstummel ab?

Bei den meisten Babys fällt er innerhalb der ersten zehn Lebenstage ab. Manche Babys verlieren den Rest ihrer Nabelschnur sogar schon nach zwei bis drei Tagen. Genauso normal ist es aber auch, wenn der Nabel erst nach zwölf oder 14 Tagen abgeheilt ist.

Nabelpflege: Was muss ich beachten?

Das Wichtigste: Der Nabel sollte trocken sein.

Das Wichtigste: Den Nabel trocken halten. Wenn der Nabel über längere Zeit schmiert und Wundsekret austritt, kann es zu Entzündungen kommen. Ebenfalls schlecht: Wenn Urin, z. B. durch eine randvolle Windel, den Nabel verunreinigt. Ein Hebammentrick hilft hier: Schlagen Sie den Rand der Windel vorne um, damit mehr Luft an den Nabel kommt, der Windelrand nicht am Nabel scheuert und auch kein Urin an den abheilenden Nabel gelangen kann. Manche Hebammen halten den Nabel trocken, indem sie ihn mit einer Nabelbinde oder einer Kompresse verbinden. Andere verbinden den Nabel überhaupt nicht, sondern lassen ihn offen abheilen, damit möglichst viel Luft daran kommt.

Nabelpflege: Tut der Nabelschnurstummel dem Baby weh?

Nein, der Nabelschnurrest enthält keine Nerven, die dem Baby Schmerzen bereiten könnten. Von daher kann er dem Kind eigentlich nicht weh tun. Einige Babys weinen aber bei der Nabelpflege und beruhigen sich erst, wenn die Behandlung vorbei ist. Wahrscheinlich bereitet es ihnen ein unangenehmes Gefühl, wenn man dieses besondere Stückchen Haut berührt.

Nabelpfelge: Wann muss ich mit dem Baby zum Arzt?

Wenn es Anzeichen für eine Nabelentzündung gibt, müssen Sie mit dem Kind unbedingt zum Arzt. Für eine Nabelentzündung spricht, wenn die Haut um den Nabel rot ist oder der Nabel blutet oder sogar eitrig ist und das Kind Fieber hat. Auch wenn der Nabel vorgewölbt ist, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Es könnte sich um einen Nabelbruch handeln.

Nabelpfelge: Was mache ich, wenn der Nabelschnurrest abgefallen ist?

Der Nabel kann auch nach dem Abfallen immer noch etwas schmieren. Die austretende Flüssigkeit ist Wundsekret, das manchmal sogar blutig sein kann. Verständlich, dass Sie sich da Sorgen machten, aber in den meisten Fällen ist das harmlos. Trotzdem sollten Sie die Hebamme informieren. Sie wird den Nabel nochmals kontrollieren und kann mit homöopathischen Mitteln die Heilung positiv beeinflussen.

Nabelpflege: Was ist ein Nabelgranulom?

Im Volksmund wird ein Nabelgranulom auch "wildes Fleisch" genannt. Granulome bilden sich, wenn der Nabel entzündet ist. Dann kann es zu den knotenartigen Gewebeneubildungen kommen. Hebammen behandeln oft sehr erfolgreich diese Gewebewucherungen mit homöopathischen Mitteln. Sollte die Wucherung trotzdem nicht abheilen, kann der Arzt das Gewebe auch mit einem Silbernitratstift verätzen.

Nabelpflege: Wie pflege ich den verheilten Nabel?

Der Nabel ist und bleibt eine sensible Stelle, auf die man auch später in der Pflege ein Auge haben sollte. Nach dem Baden kann man den Nabel mit den Fingern ruhig etwas spreizen, um ihn gut abzutrocknen. Man sollte darauf achten, dass der Nabel möglichst trocken ist, damit sich dort keine Keime ansiedeln können.

Von:Dagmar Fritz