Der ADAC Kindersitztest 2010 vergibt für jede Alterstufe bis zwölf Jahre mindestens einmal die Note "gut". Allerdings gibt es keinen Autokindersitz, der mit "sehr gut" bewertet wurde.
Die besten Kindersitze mit der Note 1,6 ("gut")
- Maxi Cosi Pebble+Family Fix (Klasse bis 13 Kilogramm)
- Kiddy Energy Pro
Die beiden Sitze in der Klasse neun bis 18 Kilogramm lassen sich sehr leicht montieren und bekommen in der Kategorie "Bedienung" sogar ein "sehr gut".
Drei Ausreißer können nur mit "ausreichend" beurteilt werden:
Welcher Autokindersitz bekommt die Note "ausreichend"?
- Casualplay PrimaFix (bis 10 Kilogramm)
- Safety 1st Tri Safe+ (9-36 Kilogramm)
- Chicco Key 2-3 Ultrafix (15 bis 36 Kilogramm)
Unter anderem kommt der Casualplay PrimaFix wegen erhöhter Belastungswerte nicht auf ein besseres Bewertungsniveau. Genauso wie beim Chicco Key 2-3 rollt beim Test der Kopf des Dummys aus den Seitenwangen des Kindersitzes und berührt die Fahrzeugtür. Dies bedeutet ein zusätzliches Verletzungsrisiko für die Kleinsten. Außerdem sind beim Casualplay Möglichkeiten für eine fehlerhafte Bedienung gegeben, weil der Rückenwinkel des Sitzes abhängig vom Gewicht des Kindes mehr oder weniger geneigt werden muss.
Sicherheit und Bedienung stehen beim Autokindersitz an erster Stelle
Auch die Sicherung des Kopfteils mit einem Zusatzgurt macht den Einbau sehr aufwändig. Der sicherste Autokindersitz nützt nichts, wenn eine überdurchschnittlich hohe Gefahr zur Fehlbedienung gegeben ist. Deshalb zählt beim ADAC das Kriterium "Bedienung" genauso viel wie die "Sicherheit". Ebenfalls nur mit "ausreichend" bewertet wurde der Safety 1st Tri Safe+ für Kinder von ca. einem bis zwölf Jahren. Bei diesem Sitz ist der Schulterbereich für größere Kinder viel zu eng geschnitten. Wird die Rückenstütze deshalb abgenommen, bietet er keinerlei Seitenaufprallschutz mehr.
Der Seitenaufprallschutz spielt für die gesetzliche Zulassung von Kindersitzen immer noch keine Rolle. Der ADAC fordert deshalb die Aufnahme von Seitenaufpralltests in das Zulassungsverfahren. Der Club führt seit Jahren einen Seitenaufpralltest durch, weil Kinder bei dieser Kollisionsart besonders gefährdet sind. Dies gilt auch dann, wenn im Auto ein Kopf-Airbag vorhanden ist. Dieser reicht in der Regel nicht weit genug herunter, um den Nachwuchs seitlich zu schützen.
Welches ADAC-Urteil für welchen Autokindersitz?
In unseren Bildershow zeigen wir Ihnen alle in den jeweiligen Gewichtsklassen vom ADAC getesteten Modelle. So können Sie ganz einfach nachsehen, ob Ihrer dabei ist:








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Interessant fand ich, dass die teuersten diesmal im Test nicht automatisch die besten waren. Rückwärtsgerichte Kindersitze zu testen, ist in Deutschland schwierig, das es kaum welche gibt: http://www.sparbaby.de/baby/autokindersitze-test-adac-stiftung-warentest-2010/ Dafür kommen jetzt wenigstens die ersten Modelle mit Seitenaufprallschutz auf den Markt.
@Anne:
Bei den rückwärtsgerichteten Sitzen ist ein Abstandshalter dabei, es ist also genug Platz für die Beine.
Außerdem ergibt sich die Note nicht nur durch Sicherheit, sondern zum Beispiel auch aus der Handhabung. Deshalb schneiden rückwärtsgerichtete Sitze schlechter ab. Sie sind zwar viel sicherer, aber nicht ganz so einfach einzubauen. Es braucht ein klein wenig Übung, damit es problemlos und schnell geht.
Kinder bis zum Alter von 3 Jahren haben leider die größten Verletzungsrisiken im Bereich der Halswirbelsäule, sprich Genickbruch. Beine kann man in Babyschalen anspreizen. Besser beim Unfall ein Kind mit Beinbruch als mit Genickbruch! Deshalb ist der rückwärtsgerichtete Sitz, so lange der Kopf nicht über die RÜCKENLEHNE kommt, immer die sicherste Sitzwahl. Leider wechseln viele Eltern viel zu früh auf die nächste (vorwärtsgerichtete) Sitzgröße. Ist ja auch bequemer beim Ein- + Aussteigen und die Kinder sind auch friedlicher weil sie besser gucken können. Mir ging Sicherheit immer vor. Ganz wichtig für die Sicherheit sind auch nicht verdrehte und strammgezogene Gurte. Sehe immer wieder ´schlecht angeschnallte´ Kinder in guten Sitzen. Kindersitzteste der vorangegangen Jahre sind unter ADAC aufrufbar und weiterhin gültig. Es werden nicht jedes Jahr alle Sitze aufs neue getestet.
@Kathleen.
Der Maxi Cosi pebble kann beispielsweise nur rückwärtsgerichtet eingebaut werden. Bei größeren Kindern macht das wohl bei den Sitzen wenig Sinn, denn wohin mit den Beinen?
Gerade der ADAC legt besonderen Wert auf den Seitenaufprallschutz, was im übrigen noch nicht mal gesetzlich vorgeschrieben ist. Ich denke wenn man tests vertrauen will, dann ist man beim ADAC gut aufgehoben. Mit Werbung hat das nichts zu tun.
Erschreckend ist nur, dass es keinen einzigen Sitz mit der Note Sehr gut gibt.
unser kindersitz ist garnicht dabei.
wir haben den maxi cosi priori.
ist der jetzt gut oder schlecht?
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(6 Kommentare)