Babymassage
 
Welche Massage für mein Baby?

Babymassage entspannt, stärkt das Immunsystem und sorgt für einen wunderbaren Start ins Leben. Wir stellen Ihnen vier Methoden vor: Babymassage nach Leboyer, Baby-Shiatsu, Schmetterlingsmassage und Rhythmische Einreibungen. Und Sie dürfen aussuchen!

Babymassage nach Leboyer

Babymassage: Welche Massage für mein Baby?

In den 1970er-Jahren beobachtete der Gynäkologe Frdrick Leboyer, dass in Indien Eltern ihre Babys selbstverständlich massierten. Indem sie mit der eingeölten, flachen Hand den ganzen Körper sanft ausstrichen, entspannten und beruhigten sie ihre Kinder. Der Franzose war überzeugt, dass die Kleinen auf solche Art Urvertrauen gewinnen und entwickelte seine Art der Babymassage.

Buchtipp:
Leboyers Buch "Sanfte Hände" (Kösel, 17,95 Euro) ist bis heute die Basis der klassischen Babymassage.

Rhythmische Einreibung

Anthroposophische Streichmassage nach der niederländischen Ärztin Ita Wegman. Sie eignet sich für Kaiserschnitt-Babys, die im Geburtskanal nicht gedrückt wurden und auf andere Art lernen müssen, ihre Hautoberfläche zu spüren. Spezielle Griffe der Babymassage helfen zudem gegen Babybeschwerden wie Blähungen. Diese Methode der Babymassage wird meist von speziell ausgebildeten Hebammen angewandt und hilft auch der Mutter.

Buchtipp:
Monika Fingado, "Rhythmische Einreibungen", Verlag am Goetheanum, 16 Euro

Babymassage

Baby-Shiatsu, asiatische Methoden

Techniken wie Shiatsu, Tuina und Jin Shin Jyutsu folgen der Idee, dass auch bei Babys der Fluss der Lebensenergie, des Qi, im Gleichgewicht sein muss. Beim Shiatsu etwa werden durch den Druck der Finger und der ganzen Hand die Energie meridiane stimuliert. Gut bei Verdauungs-, Schlaf- und Bewegungsstörungen, aber auch bei undefinierbaren Beschwerden.

Info: www.babyshiatsu.de

Schmetterlingsmassage

Entwickelt von der Kinderärztin Eva Reich, soll diese Babymassage mit symmetrisch aufgefalteten Händen, die das Baby wie Schmetterlingsflügel einhüllen, vor allem nach schweren Geburten helfen. Wurden Mutter und Kind zu früh getrennt, etwa wegen eines medizinischen Eingriffs, schafft die vorsichtige Berührung neue Bindung. Die Schmetterlingsmassage kann auch bei Entwicklungskrisen wie Abstillen oder Zahnen helfen.

Buchtipp:
Margarita Klein, "Schmetterling und Katzenpfoten", Ökotopia Verlag, 17,90 Euro

So funktioniert die Babymassage am besten

Angenehm ist die Massage bei einer Raumtemperatur von mindestens 22 Grad, mit warmen Händen und nicht zu langen Fingernägeln. Ideal ist eine tägliche Massage in einem ent spannten Moment. Als Gleitmittel eignen sich reine Pflanzenöle, wie etwa Mandelöl. Wann es besser ist, nicht zu massieren: wenn das Baby hungrig ist, wenn es den Bauch voll hat oder bei Krankheit.

Infos: Deutsche Gesellschaft für Baby und Kindermassage e. V., www.dgbm.de