Roter Ausschlag

Das hilft dem wunden Po

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Schlechtes Klima für Babys Haut


Dass sich das samtige Weiß eines Baby-Popos über Nacht in flammendes Rot verwandelt, kann mehrere Ursachen haben. Weil der Haut eines Babys noch Schutzmechanismen fehlen, ist sie ein beliebtes Siedlungsterrain für Keime aller Art. Dazu kommt, dass in einer Windel alles andere als ein gutes Klima herrscht. Wärme, Feuchtigkeit und belastende Stoffe aus Urin und Stuhl werden im Windelpaket mehr oder weniger luftdicht verschnürt und als aggressive Mixtur permanent an die zarte Haut gepresst.

Oft sind es auch bestimmte Lebensmittel, die nach ihrem Weg durch den Körper an der Endstation Unheil anrichten. Wächst sich die Rötung zu einer handfesten Entzündung aus, handelt es sich möglicherweise um eine Pilz- oder Bakterieninfektion. Ob sich die Keime erst auf der schon vorgeschädigten Haut angesiedelt haben oder bereits der Auslöser für den Ausschlag waren, lässt sich hinterher meist nicht mehr genau sagen.

Bestes Heilmittel: viel Luft und Liebe

  • Oberste Devise bei wundem Po: unten ohne! Lassen Sie Ihr Baby jetzt möglichst oft halbnackt strampeln, denn Luft ist bei wunden Popos Heilmittel Nummer eins.
  • Muss die Windel irgendwann doch wieder dran, sollte sie spätestens nach zwei bis drei Stunden gewechselt werden. Klar, dass jetzt bei jedem Windelwechsel ganz besonderes Fingerspitzengefühl angesagt ist.
  • Gehen Sie schon bei der Reinigung sehr sanft zu Werke. Reiben ist tabu, es wird nur noch getupft, am besten mit lauwarmem, dünnem Kamillensud. Danach vorsichtig mit Papiertüchern trocknen.
  • Ein wunder Po braucht spezielle Pflege. Viele Hebammen schwören auf einige Tropfen Muttermilch (an der Luft antrocknen lassen). Oder: einen Wattebausch mit Johanniskraut-Rotöl tränken und vorsichtig auftupfen.
  • Cremes oder Salben mit Zink verwenden, denn das Spurenelement beschleunigt die Heilung.
  • Sie können den kleinen Po aber auch auf Tauchstation schicken. Ein lauwarmes Bad in Eichenrindensud wirkt nicht nur schmerzlindernd, sondern kurbelt auch den Heilungsprozess an.
  • Streichen Sie versuchsweise nacheinander die kritischen Lebensmittel vom Speiseplan.

Was ist Windelsoor?

So nennt man das Auftreten von Pusteln und kleinen Knötchen, die sich auch auf dem Bauch und den Oberschenkeln ausbreiten. Dann haben sich die im Darm vorkommenden Hefepilze auf der schon geschädigten Haut angesiedelt.

Wann zum Arzt?

Handelt es sich "nur" um einen wunden Popo: Sollte sich nach einigen Tagen Eigenbehandlung immer noch nichts gebessert haben, sollten Sie zum Kinderarzt gehen.

Sofort zum Arzt sollten Sie gehen, wenn kleine Eiterbläschen sowie nässende oder blutende Stellen auftauchen - Pilze oder Bakterien könnten bereits ihr Unwesen treiben.

Die richtige Nachsorge

Hat sich Babys Po wieder beruhigt, sollten ab jetzt regelmäßiges Lüften und fünf bis sieben Wickeldurchgänge pro Tag zum Standardprogramm gehören. Babypuder trocknet die Haut leicht aus. Zur vorbeugenden Pflege Zink- oder Calendula-Salben verwenden.

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