Die meisten Kinder leiden irgendwann an einer Windeldermatitis. Und Eltern müssen sich keine Vorwürfe machen, dass sie am wunden Popo schuld sind. Aber sie können schnell reagieren - und zum Beispiel die Ernährung umstellen bzw. bestimmte Nahrungsmittel weglassen.
Nicht zu vorsichtig sein
Nicht selten reagieren Babys bei der Einführung von Beikost auf bestimmte Zutaten mit einem roten Popo. Oder säurehaltige Nahrungsmittel werden nicht vertragen. Die beste Reaktion ist dann, "verdächtige" Lebensmittel wegzulassen. Aus Angst vor einem wunden Po sollten Sie bei Beikost und der Einführung der Familienkost aber auch nicht zu vorsichtig sein. Denn Ernährungswissenschaftler empfehlen heute das "Trial and error"-Prinzip. Der Gedanke dahinter: Babys mit einem abwechslungsreichem Speiseplan entwickeln sich zu besseren Essern. Und der Übergang zu einem gesunden Familienessen fällt leichter. Mehr Informationen zur Beikost finden Sie hier.
Viele Kinder werden wund von:
- Zitrusfrüchten (z.B. Orangensaft)
- Beeren
- Tomaten
- Paprika
- Nüssen
- Gewürzen
- Kuhmilch
Gute Alternativen sind:
- Banane
- Birne
- Heidelbeere
- Pastinaken
- Karotten
- Petersilienwurzel
Auf Zucker verzichten
Haben sich Hefepilze auf Babys Popo breit gemacht, sollten Eltern speziell darauf achten, den Zucker in der Nahrung stark zu reduzieren. Denn davon ernähren sich die Pilze. Streichen bzw. verringern sollten Sie dann nicht nur offensichtliche Zuckerbomben wie Schokolade oder Gummibärchen, sondern auch geschälten Reis, Mehlspeisen, Nudeln oder Klöße. Achten Sie auf zuckerarmes Obst. Dazu zählen zum Beispiel Erdbeeren und Himbeeren.
Und wenn ich noch stille?
Studien haben gezeigt, dass gestillte Kinder seltener an Windeldermatitis erkranken. Ist es doch mal passiert, sollte die stillende Mutter auf Zitrusfrüchte verzichten und am besten auch auf Zucker.



Es ist ernährungswissenschaftlich ungünstig in der Stillzeit seine Ernährung dermaßen umzustellen und bestimmte Diäten einzuhalten. Eine gesunde und ausgewogene (Misch- / Vollkost) Ernährung wird in der gängigen Literatur empfohlen.
In seltenen Fällen reagiert die Haut des Kindes auf einige Lebensmittel - meist aber erst nach sehr intensiven oder häufigen Genuss.
Also bitte nicht prophylaktisch den gewohnten Ernährungsplan umstellen und sich unnötig einschränken - etwas mehr Gleichmut ist oft besser.
lg Mariella
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