Biobaumwolle ist besser
Baumwolle eignet sich besonders gut für Baby- und Kinderkleidung: Sie nimmt Feuchtigkeit auf, ist atmungsaktiv und man kann sie bei hohen Temperaturen waschen. Beim konventionellen Anbau von Baumwolle werden jede Menge Dünger und Pestizide verwendet. Laut Greenpeace landen für jedes T-Shirt 150 Gramm Gift auf dem Acker. Die Fasern aus Biobaumwolle werden dagegen ohne Agrargifte produziert. Bei der konventionellen Weiterverarbeitung der Fasern geht der Einsatz von Chemikalien weiter: Es werden giftige Farbstoffe und chemische Aufheller benutzt. Dagegen werden in einer ökologischen Produktion die Faser naturbelassen oder umweltfreundliche gefärbt.
Biosiegel geben Sicherheit
Biosiegel garantieren den Umweltschutz und geringe Schadstoffe vom Anbau bis zum fertigen Kleidungsstück. So werden nur Naturfasern verwendet, die ganz oder zumindest größtenteils aus ökologischer Landwirtschaft kommen und umweltfreundlich weiterverarbeitet werden. Bei einigen Siegeln fließen auch die sozialen Aspekte des fairen Handels mit ein. Damit ist zum Beispiel garantiert, dass Menschen, die die textilen Waren produzieren, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine Existenz sichernde Bezahlung bekommen.
Weitgehende Sicherheit bieten folgende Siegel:
GOTS (Global Organic Textile Standard)
Weitere Infos: www.global-standard.org
Fairtrade
Das Fairtrade-Label gibt es im Bereich Kleidung bisher ausschließlich beim Rohstoff Baumwolle. Zertifiziert wird in erster Linie fairer Handel. In den Fairtrade-Kriterien sind aber besonders umweltschädliche Anbaumethoden ausgeschlossen.Weitere Infos: www.fairtrade-deutschland.de
Naturtextil best und Naturleder
"Naturtextil best", das Siegel des Internationalen Verbandes für Naturtextilwirtschaft, ist laut Greenpeace "sehr empfehlenswert". Es hat sehr strenge Standards. Die Zertifizierung berücksichtigt die gesamte Produktion von der Fasergewinnung zur Entsorgung. Auch soziale Standards fließen mit ein. Das Siegel erhält nur Kleidung, deren Naturfasern zu 100 Prozent aus biologischem Anbau stammen.Für Lederwaren gibt es vom Verband zudem noch das Siegel "Naturleder": Kriterien hierfür sind etwa, dass die Rohhäute überwiegend von Tieren stammen, die zur Fleischgewinnung gehalten werden. So will man zusätzliche, umwelbelastende Tierzucht vermeiden. Häute von wildlebenden Tieren dürfen grundsätzlich nicht verwendet werden. Erforderlich zum Erhalt des Siegels sind außerdem eine zweistufige Kläranlage der verarbeitenden Betriebe bei möglichst geringem Einsatz von Chemikalien oder gentechnisch modifizierter Organismen sowie der Einsatz von pflanzlichen Gerbverfahren statt solchen, bei denen Chrom oder mineralische Gerbstoffe verwendet werden. Farbstoffe müssen schwermetallfrei sein und es gelten für die Vertriebe dieselben Sozialstandards wie beim "Naturtextil best"-Siegel.
Weitere Infos: www.naturtextil.de
Textile Exchange
"Textile Exchange" (früher "Organic Exchange") ist ein Gütezeichen für zu 100 Prozent organische Baumwollfasern bei Textilwaren. Das Siegel bezieht sich ausschließlich auf den organischen Anbau von Baumwolle für die Kleidungsproduktion, deckt jedoch nicht ab, nach welchen Kriterien diese weiter verarbeitet wird. Textilunternehmen "C&A" und "H&M" werben damit, Mitglied in der amerikanischen Organisation "Organic Exchange" zu sein.Weitere Infos: http://textileexchange.org
Textiles Vertrauen nach Öko-Tex Standard 100 und 100+
Weitere Infos: www.oeko-tex.com
EU Ecolabel
Das "EU Ecolabel" (früher "Europäisches Umweltzeichen") für Textilien basiert vor allem auf der ökologischen Herstellung und auf gesundheitlichen Aspekten. Es werden zum Beispiel krebserzeugende oder fruchtschädigende Farbstoffe verboten. Außerdem wird die Gebrauchstauglichkeit geprüft, zum Beispiele die Farbbeständigkeit. Soziale Kriterien werden nicht mit einbezogen.Weitere Infos: www.eu-ecolabel.de
LamuLamu
Weitere Infos: www.lamulamu.de











