Schwangerschaft
 
Alles über Piercing, Tattoo und Intimrasur

Bauchnabelpiercing, Blumen-Tattoo in der Leistengegend, Intimrasur - wenn es um die Verschönerung des eigenen Körpers geht, gilt heute: Erlaubt ist, was gefällt. Doch was, wenn die Frau schwanger ist? Soll das Piercing dann raus? Ist mit Tattoo eine PDA unmöglich? Müssen die Haare jetzt neun Monate lang sprießen? Keine Sorge: Sie dürfen sich auch weiterhin mit ihrem Körperschmuck schön fühlen - wenn Sie ein paar Dinge beachten.

Inhalt: 
Muss ich meine Piercings in der Schwangerschaft rausnehmen?Wird mein Tattoo nach der Schwangerschaft wieder so schön wie früher sein?So geht die Liebe zum Kind unter die HautIntimrasur trotz prallem Schwangerschaftsbauch?

Muss ich meine Piercings in der Schwangerschaft rausnehmen?

Schwangere hat Tattoo auf dem Bauch
Thinkstock

Metall im Bauchnabel, den Brustwarzen oder im Intimbereich? Okay, Geschmackssache. Aber wenn ein Kind unterwegs ist, müssen die Stäbe aus dem wachsenden Bauch, den größer werdenden Brüsten und vor allem aus den Schamlippen, rausgenommen werden - davon sind viele Menschen überzeugt.
Zumindest auf Intimpiercings trifft das auch zu. Denn das stört nicht erst bei der Geburt, sondern bereits bei den Vorsorgeuntersuchungen. Auch sonst kann es durchaus ratsam sein, sich zumindest für die Zeit der Schwangerschaft von seinen Piercings zu trennen. Durch die hormonellen Veränderungen erhöht sich die Entzündungsgefahr – das gilt leider auch für ältere, eigentlich längst verheilte Piercings. Außerdem sind jetzt allergische Reaktionen auf das Metall möglich, selbst wenn Sie vorher nie Probleme damit hatten. Deswegen ist ein neues Piercing während der Schwangerschaft auf jeden Fall tabu!

Beim Bauchnabelpiercing besteht zudem die Gefahr, dass das Loch reißt, wenn der Bauch wächst. Außerdem kann es den Ultraschall beeinflussen. Doch falls Sie sich schon darauf gefreut hatten, ein Glitzersteinchen auf Ihrer schönen prallen Kugel blinken zu sehen: Es gibt spezielle Schwangerschaftspiercings (erhältlich für sieben bis zehn Euro in Piercingstudios oder im Internet) aus Kunststoff. Bei diesen PFTF-Stäben besteht weder eine Entzündungs- noch eine Allergiegefahr, außerdem ist es deutlich biegsamer. Spätestens ab dem vierten Monat sollten Sie Ihr bisheriges Piercing gegen ein solches Modell austauschen. Wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen: Es gibt auch Klebe-Piercings - das ist zwar ein wenig geschummelt, sieht aber trotzdem hübsch aus.

Allerdings fordern viele Frauenärzte Ihre Patientinnen während des Ultraschalls auf, auch ein solches Schwangerschaftspiercing kurzzeitig herauszunehmen. "Wenn Sie nach dem Ultraschall ein wenig Wundsalbe als Gleitmittel verwenden, lässt sich das Piercing aber problemlos wieder einsetzen", rät Hebamme Ivonne Engler-Zünd.
Und hier noch ein Tipp für alle Frauen, die sich während der Schwangerschaft doch lieber Ihres Metallschmucks entledigen: Selbst wenn das Bauchnabelpiercing ein paar Monate draußen bleibt, wächst das Loch nicht zwangsläufig wieder zu. Und sollte es doch passieren, kann der Piercer es zwei bis drei Monate nach der Geburt vorsichtig dehnen - und dann können Sie den flacher werdenden Bauch wieder mit einem Piercing verzieren.

Was Sie in der Schwangerschaft beachten sollten, wenn Sie tätowiert sind, und wie Sie auch mit prallem Schwangerschaftsbauch Ihren Intimbereich rasieren können, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

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