Wer macht eine Mutter-Kind-Kur?
Dem Müttergenesungswerk (MWG) zufolge sind 88 Prozent der Kur-Teilnehmerinnen zwischen 26 und 45 Jahre alt. Rund die Hälfte von ihnen hat zwei Kinder und verfügt über ein Netto-Einkommen von bis zu 1.500 Euro im Monat. Neben Belastungen wie dem ständigen Familieneinsatz, dem Haushalt und der Sorge um die finanzielle Situation, leiden die Mütter oft an Mehrfacherkrankungen. Zu den häufigsten gehören Erkrankungen des Bewegungsapparates, etwa Rückenprobleme, und psychosomatische Erkrankungen.
Was kann eine Mutter-Kind-Kur bewirken?
Studien der Uni Freiburg und des Hochrhein-Institutes in Bad Säckingen haben bereits vor Jahren ergeben, dass Mutter-Kind-Kuren nicht nur kurzfristig eine gesundheitliche Verbesserung ergeben, sondern sich auch langfristig positiv auf das Befinden der Mütter und Kinder auswirken. Die Frauen gingen nach einem Kuraufenthalt nicht mehr so oft zum Arzt und nahmen auch weniger Medikamente ein - die Krankenkassen sparten also langfristig Geld.
Wie beantrage ich eine Mutter-Kind-Kur?
Hält der Arzt eine solche Maßnahme für sinnvoll und medizinisch notwendig, können Eltern bei ihrer Krankenkasse einen Antragsvordruck anfordern. Die Krankenkasse überprüft daraufhin, ob eine dreiwöchige Mutter-Kind-Kur bewilligt werden kann. In der Regel arbeiten die Kassen mit Vertragshäusern zusammen, prinzipiell ist die Kur aber auch in jeder anderen geeigneten und zugelassenen Klinik möglich. Urlaubstage müssen für den Kuraufenthalt übrigens nicht beantragt werden, der Termin sollte aber im Vorfeld mit dem Arbeitgeber abgestimmt sein.
Was kostet eine Mutter-Kind-Kur?
Im Falle einer Bewilligung tragen die Krankenkassen die vertraglich vereinbarten Kosten in voller Höhe - dazu gehört auch die Anreise! Die Mütter übernehmen nur die gesetzliche Eigenbeteiligung von zehn Euro pro Tag für Essen und Unterkunft. Kinder fahren grundsätzlich kostenfrei in eine Mutter-Kind-Kur.
Muss mein Kind krank sein, um mit zur Kur zu dürfen?
Nein. Wenn es für die Dauer der Kur keine ausreichende Betreuungsmöglichkeit zuhause gibt, ist dies ein ausreichender Grund, das Kind mit zur Kur zu nehmen.
Genehmigen die Krankenkassen jeden Antrag auf eine Mutter-Kind-Kur?
Leider scheint das Gegenteil der Fall zu sein: Das Müttergenesungswerk zeigte sich jetzt sogar besorgt über die hohe Zahl an Kur-Ablehnungen. So wurden im vergangenen Jahr nach Angaben der gemeinnützigen Stiftung bundesweit 27 Prozent aller medizinisch vorgeschriebenen Kur-Anträge von den Krankenkassen abgelehnt. Über 40 Prozent der Anträge seien mit der Begründung zurückgewiesen worden, alle Maßnahmen müssten ambulant ausgetestet werden, bevor der Besuch einer Kur-Einrichtung genehmigt werde.
Dabei seien Krankenkassen seit der Gesundheitsreform 2007 zu Leistungen für medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Väter und Mütter verpflichtet, betonte Marlene Rupprecht, Kuratoriumsvorsitzende des MGW. Das Handeln der Kassen entspreche also nicht der Gesetzeslage. Manche Krankenkassen versuchen das offensichtlich zu umgehen, indem die Mutter-Kind-Kur bei ihnen nicht Bestandteil der im Zuge der Gesundheitsreform eingeführten Wahltarife sind. Deshalb rät das Müttergenesungswerk allen Versicherten, beim Tarifabschluss genau darauf zu achten, welche gesundheitlichen Leistungen eingeschlossen sind. Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) rief die Krankenkassen zu mehr Unterstützung der Mutter/Vater-Kind-Kuren auf: "Wer hier spart, spart an der falschen Stelle."
Wie kann man die Chancen auf eine Mutter-Kind-Kur verbessern?
Damit der Antrag auf eine Mutter-Kind-Kur Erfolg hat, sollten Eltern - und Ärzte - einiges beachten. Das Gutachten sollte nach Auskunft des Müttergenesungswerkes möglichst differenziert sein. Die Indikation "schwere Erschöpfung" alleine reicht meist nicht aus. Je ausführlicher dagegen beschrieben wird, woran die Mutter (oder der Vater) leidet - Migräne, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Partnerschaftsprobleme - desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kasse einer Kur zustimmt. Im Gutachten muss außerdem stehen, dass die Herausnahme der Mutter aus dem Alltag zwingend erforderlich ist. Allerdings muss man nicht bereits erkrankt sein - es reicht, wenn durch eine Mutter-Kind-Kur nach Ansicht des Arztes eine schwere Erkrankung, etwa eine Depression, abgewendet werden kann.
Die Experten vom Müttergenesungswerk raten übrigens, auch bei einer Ablehnung nicht gleich aufzugeben, sondern Widerspruch einzulegen. Denn der hat oftmals Erfolg!
Wer berät mich bei Fragen zu einer Mutter-Kind-Kur?
Zum Beispiel das Müttergenesungswerk. Die 1950 gegründete gemeinnützige Stiftung verfolgt das Ziel, die Gesundheit von Müttern zu stärken. Bundesweit stehen Müttern rund 1.400 Beratungs- und Vermittlungsstellen zur Verfügung. In 84 anerkannten Einrichtungen führt das MGW Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Vater und Mütter sowie gemeinsame Kuren mit den Kindern durch. Durch ihre Kurmaßnahmen unterstützt der Verband jährlich bis zu 43.000 Mütter und 63.000 Kinder. Weitere Infos und eine bundesweite Adressenliste entsprechender Einrichtungen finden Sie hier: www.muettergenesungswerk.de
Tauschen Sie sich in unserem Forum über Ihre Mutter-Kind-Kur aus!
Sie waren bereits in einer Mutter-Kind-Kur und können Ihre Erfahrungen weitergeben? Oder würden gerne eine solche Kur beantragen und brauchen den Rat von anderen Müttern? In unserem Forum "Mutter-Kind-Kuren" können Sie sich austauschen.



Hallo Manuela,ich habe das gleiche Problem wie du.Von der Renzenversicherung habe ich eine Zusage für eine Reha.Ich hatte im Juni 2011 eine Knie-Op (Kniebinnenschaden).Allerdings wurde mir von der caritas auch abgeraten.Also schrieb ich einen Wiedrruf und beantragte bei der Krankenkasse eine Mutter Kind KUR.Daraufhin wurde sie mir telefonisch abgelehnt.Meine Tochter ist 4,5, was hast du denn gemacht? Könntest du eine Klinik(Orthopädie) empfehlen? Danke im voraus,Liebe Grüss Tanja.den 9.05.2012
Juhu Ihr Alle,
fährt noch Jemand im Juni 2012 nach St. Wiilehad? LG speedypf
hallo.
und zwar bin ich ein totaler neuling was kuren betrifft und bin mir nun total unsicher wie ich mit allem anfangen soll. mein sohn ( 2j.) leidet an neurodermitis, der kinderarzt meinte eine kur an der see wär sehr gut für ihn und da es auch mir nicht gut geht, weil ich immer starke rückenschmerzen hab und auch mit tinitus zu kämpfen hab, wär eine mutter-kind-kur wohl sinnvoll. was mach ich nun ?
Hallo,bin ganz neu hier und komme noch nicht so zurecht mit der Seite:)
Wann und wie Mutter Kind Kur?
Wo kann ich erfahren ob ich daran teilnehmen kann?
Wie alt muss das Kind sein?
Oh menge fragen:)
Lg :)
Hallo meine mutter kind kur wurde auch abgelehnt.hab es grad per anruf erfahren ich habe keine ahnung was ich jetzt machen soll...un wo ich mich wegen dem wiederspruch hin wenden kann...ich war schon mal in kur bin danach in die tagesklinik un danach in die beratungsstelle...also hab immer was gemacht aber scheinbar immer noch net genug:(
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