Altersvorsorge
 
Was bringen Riester-Rente, Lebensversicherung & Co.?

Die Renten sind nicht sicher. Sicher ist nur: Jeder muss selbst etwas für seinen Ruhestand tun - vor allem Frauen. Hier die wichtigsten Informationen rund ums Thema Altersvorsorge.

Heute schon an morgen denken

Altersvorsorge: Was bringen Riester-Rente, Lebensversicherung & Co.?

An Altersvorsorge denkt man so ungern wie an die ersten Falten. Außerdem kostet Vorsorge für die Zukunft Geld - und viele haben schon Mühe, in der Gegenwart über die Runden zu kommen. Kein Wunder, dass das Thema gerne verdrängt wird: So gab fast die Hälfte der Befragten in einer neuen, von KarstadtQuelle Versicherungen in Auftrag gegebenen Studie zu, Gedanken an die private Rente zu verdrängen - obwohl ihnen bewusst war, dass sie eigentlich mehr tun müssten. Denn Wer richtig vorsorgt, kann besser schlafen, weil sein Leben im Alter besser abgesichert ist.

Warum Sie eine persönliche Absicherung brauchen? Zum einen, weil Sie sich nicht darauf verlassen können, dass Ihre Partnerschaft wirklich alle Krisen übersteht. Zum anderen, weil die staatliche Rente nicht reichen wird: Heute beträgt die Durchschnittsrente für Frauen 509 Euro. Frauen bekommen so wenig Rente, weil sie durch Pausen in der Kindererziehung weniger Versicherungsjahre vorweisen können, weil sie in Teilzeitstellen gearbeitet haben und weil sie im Schnitt 20 Prozent weniger verdienen als Männer.

Die zwischen 1960 und 1970 geborenen Frauen und Männer trifft die Rentenreform am härtesten. Sie sind zu alt, um noch mit vielen Sparjahren und dem Zinseszinseffekt eine ordentliche Rente zu erzielen, und zu jung, um ihre Altersvorsorge bereits sicher zu haben. Deshalb müssen sie sich besonders sorgfältig um private oder betriebliche Vorsorge kümmern. Die neue Gesetzgebung unterstützt Arbeitnehmer dabei.

Seit 2005 ist das "Alterseinkünftegesetz" in Kraft. Vereinfacht betrachtet, bringt es Nachteile für Rentner und Vorteile für Arbeitnehmer. Die Situation für Rentner: Der steuerpflichtige Anteil der Rente steigt von Jahr zu Jahr in Zwei-Prozent-Schritten. Wer 2005 in Rente ging, zahlte noch auf 50 Prozent seiner Rente Steuern, 2007 sind es schon 54 Prozent, bis 2040 100 Prozent erreicht sein werden (allerdings gibt es Freibeträge). Rentner werden also deutlich weniger Geld zur Verfügung haben.

Mehr Geld pro Monat? Das geht auf die hohe Kante!

Die Situation für Arbeitnehmer: Früher konnten sie "Sonderausgaben für Vorsorgeaufwendungen" bis zu 2.001 Euro pro Jahr von der Steuer absetzen - in der Regel wird diese Grenze von den normalen Sozialbeiträgen überschritten. 2007 sind 64 Prozent (abzüglich des Arbeitgeberanteils) der Vorsorgebeiträge absetzbar, von maximal 20.000 Euro pro Jahr. Dieser Prozentsatz wird in Zwei-Prozent-Schritten erhöht, bis er ab 2025 hundert Prozent beträgt (aber höchstens 20.000 Euro). Berufstätige haben durch diese Änderung mehr Geld im Portemonee. Diese Summe sollte unbedingt fürs Alter gespart werden!

Private Vorsorge wird gefördert, Einzahlungen werden oft steuerlich begünstigt oder ganz von der Steuer befreit. Und schon ab 25 Euro pro Monat kann man sinnvoll fürs Alter sparen. Eine gute Altersvorsorge ruht dabei auf drei Säulen: gesetzliche Rente, betriebliche Vorsorge und private Verträge. Auch ein Eigenheim kann eine gute Vorsorge sein, wenn man darin später mietfrei wohnt. Im Durchschnitt wird empfohlen, dass Erwachsene etwa sechs bis zehn Prozent ihres Bruttoeinkommens für ihre Altersvorsorge zurücklegen sollten. Und es gilt: Je früher man anfängt, umso besser. Der Zinseszinseffekt ist der beste Freund des Sparers. Wer 90.000 Euro bei Rentenbeginn haben will, muss 30 Jahre lang 110 Euro im Monat sparen - oder 15 Jahre lang 340 Euro (bei einer angenommenen Rendite von fünf Prozent). Die Schwierigkeit: Welches Produkt ist das Richtige?

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