Steuern
 
So sparen Sie Geld fürs Kind

Mit der Geldanlage für's Kind Steuern sparen? Klingt verlockend, birgt aber einige Tücken. Worauf Eltern, Paten und Verwandte achten sollten.

Auch für kleine Sparer gelten die Freibeträge

Steuern: So sparen Sie Geld fürs Kind

Kindern stehen ab Geburt ebenso wie ihren Eltern steuerliche Freibeträge bei der Einkommensbesteuerung zu. Sofern die Sprösslinge keine anderen Einnahmen haben, dürfen sie aus Kapitalvermögen derzeit insgesamt 8.501 Euro jährlich steuerfrei einstreichen. Bei einer Verzinsung von vier Prozent entspräche das einem Vermögen von rund 212.000 Euro.

Aufgepasst aber, wenn die Kinder selbst Geld zum Beispiel aus Ferienjobs verdienen, dann laufen die Eltern Gefahr, ihren Kindergeldanspruch zu verlieren.

Geld auf die Kinder umschichten? Ja, aber ...

Wird Kapitalvermögen an die Kinder verschenkt, kann die Familie damit ihre Steuerlast legal reduzieren. Nach derzeit gültigem Erbschaftsteuerrecht darf jeder Elternteil je Kind einen Betrag von bis zu 205.000 Euro steuerfrei übertragen. Nach Ablauf von zehn Jahren erneuert sich der Freibetrag.

Bei der Ausgestaltung der Schenkung muss man aber aufpassen. Denn eine Vermögensübertragung innerhalb der Familie wird nur dann anerkannt, wenn sie auch den bürgerlich-rechtlichen Vorschriften entspricht. Eltern dürfen also nicht einfach Geld kurzfristig bei ihren Kindern parken und sich (zum Beispiel kurz vor der Volljährigkeit) wieder zurückholen. Das Finanzamt schaut bei derartigen Gestaltungen genau hin. Die Vermögensübertragung auf die Kinder sollte also endgültig sein.

Eltern als Vermögenswalter

Eltern dürfen das Geld ihrer Kinder nur wie fremdes Vermögen verwalten

Bereits bei Eröffnung des Kontos oder des Depot muss der Wille der Eltern erkennbar sein, das Vermögen endgültig zu übertragen. Deshalb müssen die Konten und Depots auf den Namen des Kindes lauten und auch die Erträge dorthin fließen (die Zinsen können nicht etwa auf ein Eltern-Konto fließen).

Die Eltern dürfen dann das Geld ihrer Kinder nur wie fremdes Vermögen verwalten. Es darf zwischenzeitlich auch nur für Bedürfnisse des Kindes angetastet werden, etwa zur Finanzierung des Führerscheins. Machen sich die Eltern Sorgen, dass das Kind das Geld später z.B. für eine Reise einfach auf den Kopf haut, lassen sich Rückfallklauseln vereinbaren. Dafür sollten Sie dann einen Steuerberater oder Notar wegen der Klauseln zu Rate ziehen.

Wenn Sie weitere Infos suchen ...

Mehr zum Thema "Steuern sparen mit Kindern" finden Sie auf www.boerse-online.de. Dort finden Sie auch einen Artikel über die Praktiken, mit denen Kreditinstitute Kinder als Kunden ködern.