Elterngeld

Gehen Hartz IV-Empfänger leer aus?

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Die Bundesregierung setzt den Rotstift an - auch beim Elterngeld


Bis zum Jahr 2014 will die Bundesregierung zur Haushaltssanierung mehr als 80 Milliarden Euro sparen. Dazu hat sie ein gewaltiges Sparpaket beschlossen. Das Ziel: Die Vorgaben der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse und den Euro-Stabilitätspakt irgendwie einhalten. Dazu sollen alleine im kommenden Jahr 11,2 Milliarden Euro eingespart werden.

Gespart wird vor allem im sozialen Bereich - unter anderem auch beim Elterngeld. Zwar werden das Mindestelterngeld von 300 Euro (beispielsweise für Studierende) sowie der Höchstsatz von 1.800 Euro bestehen bleiben - der Teufel steckt jedoch im Detail: So sollen etwa Eltern mit einem Nettoeinkommen ab 1.200 Euro nicht mehr wie zuvor 67 Prozent ihres letzten Gehaltes erhalten, sondern nur noch 65 Prozent. Betroffen sind davon nach Berechnungen des Bundesfamilienministeriums etwa 25 Prozent aller derzeitigen Elterngeldbezieher. Außerdem sollen pauschal besteuerte Arbeitgeberleistungen wie etwa ein Dienstwagen bei der Berechnung des Einkommens nicht mehr berücksichtig werden.

Okay, das klingt gar nicht so dramatisch - die meisten Eltern in dieser Gehaltsklasse werden eine solch moderate Kürzung sicher verkraften können. Hart trifft es dagegen die Langzeitarbeitslosen: Künftig wird das Elterngeld auf Hartz IV angerechnet - wie es schon jetzt mit dem Kindergeld geschieht. De facto bekommen sie damit aber eigentlich kein Elterngeld mehr. Betroffen sind davon laut Bundesfamilienministerium rund 130.000 Familien - 16 Prozent aller Elterngeldbezieher.

Von der Verrechnung des Elterngeldes mit den Hartz-IV-Sätzen sind übrigens auch diejenigen Eltern betroffen, die noch in 2010 das Elterngeld für die doppelte Laufzeit von 24 Monaten (bei einer monatlichen Höhe von 150 statt 300 Euro) beantragt hatten. Am 01. Januar 2011 sind ihre Restgeldansprüche verfallen!

Etwas anders stellt sich laut Bundesfamilienministerium die Lage für Väter und Mütter da, die vor der Geburt ihres Kindes gearbeitet, aber beispielsweise wegen eines zu geringen Verdienstes diesen mit Hartz IV aufgestockt haben. Sie erhalten einen Elterngeldfreibetrag von bis zu 300 Euro. Wer beispielsweise vor der Geburt des Kindes 160 Euro netto verdient hat, erhält nach Auskunft des Ministeriums nach der Geburt genau diesen Betrag - 160 Euro - als Elterngeldfreibetrag und damit zusätzlich zum ALG II. Auch Minijobber würden weiterhin Elterngeld erhalten.

Mindest-, Höchstsatz oder irgendwas dazwischen - wie viel Elterngeld bekommen Sie?

Um sicher zu gehen, dass die Einsparungen wirklich so intelligent sind, sollten sich Kristina Schröder, Wolfgang Schäuble & Co. vielleicht einmal schlau machen, wie viel Elterngeld die Familien hier bekommen. So bekamen laut dem Statistischen Bundesamt im dritten Quartal 2009 insgesamt 27,4 Prozent der Elterngeld-Empfänger den Mindestsatz von 300 Euro. Den Höchstsatz von 1.800 Euro erhielten gerade mal 4,3 Prozent.

Und zu welcher Gruppe gehören Sie? Wir möchten gerne wissen, wie viel Elterngeld unsere Userinnen und User bekommen. Machen Sie mit bei der Umfrage - wir sind sehr gespannt! Gerne können Sie uns auch noch einen Kommentar posten, was Sie von den Sparplänen beim Elterngeld halten und was das konkret für Sie bedeuten würde.

Sagen Sie uns Ihre Meinung: Die Antworten:
Wie viel Elterngeld bekommen Sie monatlich?

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Elterngeld bisher gemacht?

Elterngeld beantragen, damit auskommen, Vätermonate nehmen - schildern Sie uns hier Ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Elterngeld!


und von Heidi Seyfferth


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  • von Michael am 13. Mai 2014, 08:56 Uhr

    Hallo Liebe Gemeinschaft.
    Das Elterngeld ist da um erhöhte kosten die mit Geburt des Kindes verbunden sind für die Familie abzufedern und nicht sich zur bereichern.
    Sich zur bereichern mit 300-max.1800 EURO geht nicht.
    Politiker die Schweine Erhöhen Sich die Dieten das ist die höchste Schweinerei die machen nichts die vernichten Deutschland.
    Die Familien verden im Höchstem masse Diskriemeniert.


  • von m.m.m. am 11. Mai 2014, 07:57 Uhr

    die auch noch auf ideen kommen wie SCHLAGLOCH SOLI gehts noch?
    wenn schon überall das amerikanische system kopiert und eingeführt wird dann BITTE auch ganz oben wenn sie nicht mehr gewählt werden haben auch keine gehälter mehr zu beziehn.mit welcher berechtigung bekommen politiker unsummen an übergangsgeld wenn die amtszeit vorbei ist und obendrauf noch das gehalt bis in die ewigkeit?
    Für was.
    und wieso haben die zeit bzw dürfen noch neben bei geld verdienen...

    meine frau macht aus gesundheitlichen gründen eine umschulung da der nachwuchs nicht geplant und es zufall war .
    da von meiner seite aus die chancen kinder zubekommen schlecht war...sitzen wir mit 1100 € alles zusammen und da is noch keine miete etc abgezogen da für 2 erwachsene und ein neugeborener.da mein mindestatz elterngeld angerechnet wird im harz 4
    ein witz.ich habe meine nächste wirbelsäulen op ins nächste jahr verschoben damit ich mich um den kleinen kümmern kann ,damit meine frau ihre umschulung fertig machen kann.


  • von m.m.m. am 11. Mai 2014, 07:55 Uhr

    tja ihr lieben den staatshaushalt sanieren auf kosten derer die in elternzeit gehn und nur den mindestsatz 300€ bekommen da man wie ich aus dem krankenstand ausgelagert ans arbeitsamt wurde. ....fürs elterngeld aber lohnersatzzahlungen wie krankengeld etc nicht zählen.
    musste ich harz 4 beantragen und dann noch die anrechnung des elterngeldes ....was für ne frechheit !
    und zu all dem überfluss hört man dann noch in der presse was die herrn politiker nebenbei verdienen.was is in unserem land los....
    wo bleibt da das handel liebes volk wie lange wollt ihr euch noch schröpfen lassen
    bis ihr statt 7 monate die vollen 12 monate eines jahres für den staat arbeiten.um denen das gehalt zu finanzieren


  • von sas mariana am 27. Januar 2014, 13:45 Uhr

    Hallo ich bin aus Rumänien arbeitete ich in Österreich 3 Jahre von 2011 bis 2013 im Oktober und November Familie arbeitete ich mich für ein Kind Datei profitieren APRIM Zeit arbeitete ich sie in Österreich erwähnen, dass ich in gearbeitet Unterweissenbach und Dokumente wurden in Freistadt abgegeben und bisher keine Antwort über meine Bewerbung erhalten kann jemand weiß, eine Telefonnummer da, um die Finanzierung von Freistadt, dass ich anrufen, um zu fragen, was passiert, meine Datei, die ich warten, danke Ihre


  • von swo_osh am 11. Oktober 2013, 21:17 Uhr

    Tja ihr lieben, es ist doch so wie mit allen. Wer kann sich denn heute noch Kinder leisten wenn man als Alleinverdiener die FAmilie nicht mehr durch bekommt. Wer heute arbeiten geht wird bestraft. Ausser man ist natürlich Manager. Aber wieviele Manager brauchen wir denn wirklich? Wer leistet denn dann noch die Arbeit?? Wir sollten diese Ami-Marionetten die sich Politiker nennen und Ihr eigenes Volk schröpfen in ihren fetten EU-Arsch treten und zum Teufel jagen! Ich bin für Generalstreik und zivilen Ungehorsam. Leute wehrt Euch!


(55 Kommentare)

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