Babypause
 
In der Elternzeit den Wiedereinstieg planen

Wenn Sie schon während Schwangerschaft und Babypause die Weichen für den Wiedereinstieg in den Beruf stellen, fällt es leichter, Kind und Karriere zu verbinden. Diese sieben Tipps helfen Ihnen dabei.

1. Die Zukunft planen

Babypause: In der Elternzeit den Wiedereinstieg planen

Bevor Sie in der Abteilung Ihre Schwangerschaft feiern, sollten Sie wissen, was Sie wollen. Sofort weiterarbeiten? Eine Babpause von einem, zwei oder drei Jahren einlegen? Nach einem halben Jahr (Still-)Pause langsam wieder einsteigen? "Nehmen Sie Ihre Zukunft in die Hand, und lassen Sie die Dinge nicht einfach auf sich zukommen", rät Angela Fauth-Herkner, Leiterin der Arbeitszeit-Beratung "Neue Wege für die Arbeitswelt" allen Frauen, die kurz vor der Babypause stehen. Nicht so einfach, schließlich hört so manche werdende Mütter jetzt auch gute gemeinte Ermahnungen wie: "Warte doch erst mal ab, was für ein Baby du bekommst." Keine gute Idee, findet die Expertin: "Abzuwarten und dann die Kurve zu kriegen, ist schwer", so Fauth-Herkner. Dazu kommt: Nie wieder ist Ihre Verhandlungsposition so gut wie zu Beginn der Schwangerschaft. Im dritten, vierten Monat kann sich nämlich noch niemand vorstellen, wie der Laden ohne Sie laufen soll. Sind Sie erst einmal ein halbes Jahr in der Babypause, sieht man, dass es auch ohne Sie weitergeht.

2. Vor der Babypause mit dem Chef sprechen

Wichtig: Ihr direkter Vorgesetzter (oder die Vorgesetzte) sollte der Erste im Betrieb sein, der von Ihrer Schwangerschaft erfährt. Nichts ist schlimmer, als wenn die Gerüchte von der Kantine ins Chefzimmer schwappen. Im Idealfall findet das Gespräch in entspannter Atmosphäre und nicht zwischen Tür und Angel statt. Bitten Sie Ihren Vorgesetzten um einen Termin, damit er auch wirklich Zeit für Sie hat. Und noch etwas: Den Mutti-Stempel kriegen Sie früh genug, wenn Sie erst einmal in der Babypause sind. Für dieses Gespräch ist ein sportliches Outfit besser geeignet als ein allzu weibliches.

3. Die Kollegen vor der Babypause mit ins Boot holen

Natürlich spricht nichts dagegen, die Lieblingskollegin vorab über Ihre Schwangerschaft zu informieren. Im Prinzip aber gilt die Regel: Wenn Sie allen gleichzeitig Bescheid sagen, kann sich niemand übergangen fühlen. Eine Tasse Kaffee nach der Konferenz, eine kurze Ansprache beim Mittagessen - Gelegenheiten, mit der Neuigkeit herauszurücken, gibt es immer. Denken Sie daran, dass Sie mit Fairness am weitesten kommen. Wenn Sie während der Schwangerschaft ausfallen, wenn Sie in Mutterschutz gehen oder eine Babypause einlegen, wenn Sie in Zukunft weniger oder von zu Hause aus arbeiten wollen, klappt das nur, wenn die Kollegen kooperieren.

4. Vor der Babypause das künftige Arbeitszeitmodell festlegen

Sprechen Sie mit Ihrem Chef, bevor Sie in die Babypause gehen!

Niemand kennt Ihren Arbeitsplatz so gut wie Sie. Sie können am besten beurteilen, wie sich die Aufgaben während Ihrer Babypause umverteilen lassen - und welchen Part Sie übernehmen wollen. Je konkreter Ihre Pläne, desto größer die Chance, sie umzusetzen. Besser als der vage Wunsch "Ich will Teilzeit arbeiten" ist der Vorschlag "Ich könnte mir vorstellen, die Projekte XY in Teilzeit zu betreuen". Flexible Arbeitszeiten sind keine Belohnung für verdiente Mitarbeiter, beide Partner müssen etwas davon haben. Wenn beispielsweise nachmittags am meisten im Büro los ist, werden Sie mit Ihrer Bitte, vormittags zwei Stunden zu arbeiten, auf wenig Gegenliebe stoßen.

Sie würden nach der Babypause gern wieder arbeiten, scheitern aber an fehlender Kinderbetreuung? Der Anfahrtsweg zur Firma ist so weit, dass sich stundenweise Teilzeitarbeit nicht lohnt? Vielleicht ist nach der Babypause Heim- oder Telearbeit eine Alternative für Sie (und Ihre Firma). Überlegen Sie, welche Projekte Sie von zu Hause aus erledigen können. Übernehmen Sie sich nicht. Mehr als zwei bis drei Stunden Arbeit pro Tag wird ohne Kinderbetreuung stressig.

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