1. Die Zukunft planen
Bevor Sie in der Abteilung Ihre Schwangerschaft feiern, sollten Sie wissen, was Sie wollen. Sofort weiterarbeiten? Eine Babpause von einem, zwei oder drei Jahren einlegen? Nach einem halben Jahr (Still-)Pause langsam wieder einsteigen? "Nehmen Sie Ihre Zukunft in die Hand, und lassen Sie die Dinge nicht einfach auf sich zukommen", rät Angela Fauth-Herkner, Leiterin der Arbeitszeit-Beratung "Neue Wege für die Arbeitswelt" allen Frauen, die kurz vor der Babypause stehen. Nicht so einfach, schließlich hört so manche werdende Mütter jetzt auch gute gemeinte Ermahnungen wie: "Warte doch erst mal ab, was für ein Baby du bekommst." Keine gute Idee, findet die Expertin: "Abzuwarten und dann die Kurve zu kriegen, ist schwer", so Fauth-Herkner. Dazu kommt: Nie wieder ist Ihre Verhandlungsposition so gut wie zu Beginn der Schwangerschaft. Im dritten, vierten Monat kann sich nämlich noch niemand vorstellen, wie der Laden ohne Sie laufen soll. Sind Sie erst einmal ein halbes Jahr in der Babypause, sieht man, dass es auch ohne Sie weitergeht.
2. Vor der Babypause mit dem Chef sprechen
Wichtig: Ihr direkter Vorgesetzter (oder die Vorgesetzte) sollte der Erste im Betrieb sein, der von Ihrer Schwangerschaft erfährt. Nichts ist schlimmer, als wenn die Gerüchte von der Kantine ins Chefzimmer schwappen. Im Idealfall findet das Gespräch in entspannter Atmosphäre und nicht zwischen Tür und Angel statt. Bitten Sie Ihren Vorgesetzten um einen Termin, damit er auch wirklich Zeit für Sie hat. Und noch etwas: Den Mutti-Stempel kriegen Sie früh genug, wenn Sie erst einmal in der Babypause sind. Für dieses Gespräch ist ein sportliches Outfit besser geeignet als ein allzu weibliches.
3. Die Kollegen vor der Babypause mit ins Boot holen
Natürlich spricht nichts dagegen, die Lieblingskollegin vorab über Ihre Schwangerschaft zu informieren. Im Prinzip aber gilt die Regel: Wenn Sie allen gleichzeitig Bescheid sagen, kann sich niemand übergangen fühlen. Eine Tasse Kaffee nach der Konferenz, eine kurze Ansprache beim Mittagessen - Gelegenheiten, mit der Neuigkeit herauszurücken, gibt es immer. Denken Sie daran, dass Sie mit Fairness am weitesten kommen. Wenn Sie während der Schwangerschaft ausfallen, wenn Sie in Mutterschutz gehen oder eine Babypause einlegen, wenn Sie in Zukunft weniger oder von zu Hause aus arbeiten wollen, klappt das nur, wenn die Kollegen kooperieren.
4. Vor der Babypause das künftige Arbeitszeitmodell festlegen
Niemand kennt Ihren Arbeitsplatz so gut wie Sie. Sie können am besten beurteilen, wie sich die Aufgaben während Ihrer Babypause umverteilen lassen - und welchen Part Sie übernehmen wollen. Je konkreter Ihre Pläne, desto größer die Chance, sie umzusetzen. Besser als der vage Wunsch "Ich will Teilzeit arbeiten" ist der Vorschlag "Ich könnte mir vorstellen, die Projekte XY in Teilzeit zu betreuen". Flexible Arbeitszeiten sind keine Belohnung für verdiente Mitarbeiter, beide Partner müssen etwas davon haben. Wenn beispielsweise nachmittags am meisten im Büro los ist, werden Sie mit Ihrer Bitte, vormittags zwei Stunden zu arbeiten, auf wenig Gegenliebe stoßen.
Sie würden nach der Babypause gern wieder arbeiten, scheitern aber an fehlender Kinderbetreuung? Der Anfahrtsweg zur Firma ist so weit, dass sich stundenweise Teilzeitarbeit nicht lohnt? Vielleicht ist nach der Babypause Heim- oder Telearbeit eine Alternative für Sie (und Ihre Firma). Überlegen Sie, welche Projekte Sie von zu Hause aus erledigen können. Übernehmen Sie sich nicht. Mehr als zwei bis drei Stunden Arbeit pro Tag wird ohne Kinderbetreuung stressig.




etwas schade, dass der artikel ziemlich auf bürojobs reduziert ist =( nicht jede frau arbeitet im büro, an irgwelchen projekten, die sie auch zu hause ausführen könnte etc.!
Zum Glück habe ich eine Chefin, die bei beiden meiner Kinder meine Arbeitszeitwünsche voll berücksichtigt hat. Ich weiß, daß es in den meisten anderen Firmen ganz anders aussieht! Ihre Tipps sind sicherlich gut gemeint, aber halten der Praxis nicht stand. Ich kann die tollsten Modelle anmelden und super tolle Pläne machen. Wenn ich dann aber keinen Krippenplatz bekomme, sehe ich alt aus. Zum Glück haben sowohl mein Mann als auch meine Chefin flexibel reagiert. Im Januar bewerben wir uns erneut um einen Krippenplatz. Die Chancen stehen schlecht. Plätze gibt es hier nur für Alleinerziehende und Junge Mütter ohne Ausbildung. Daß ich einen Job habe, interessiert nicht. Vielleicht sollten Sie mal Berichte über das wahre Leben schreiben, anstatt lauter Tipps zu geben, die praktisch kaum umsetzbar sind! LG Familie Hemelinger
Ich kann mich den meisen Kommentaren hier nur anschliessen: Bist du Mama bist du raus! Egal was vorher war. Auch wenn bis 2 Monate vor dem geplanten Wiedereinstieg - wie in meinem Fall - alles noch Friede-Freude war und alles toll und kein Problem! Jetzt wo es konkret wird, soll ich versetzt werden, auch wenn ich Vollzeit arbeiteund werde gleich in 100%ige Kurzarbeit abgeschoben. Trotz jahrelanger Vertriebserfahrung, die dem Unternehmen grad viel nutzen könnte. Tja! Realität und Theorie triften bei diesem Thema immer noch stark auseinander. Deutschland will Kinder, Deutschland will qualifizierte Arbeitskräfte...und die Mütter wollen beides geben, aber dürfen dann doch nicht.
war jetzt 3 j. nach dem 1 kind zuhause und stehe jetzt kurz vor der 2.geburt. sobald ich damals erzählt habe dass ich schwanger in wurde ich rausgedrängt mit dem argument ich sei "nicht mehr kalkulierbar" da rackert man 6 jahre für eine firma, hat super kompetenzen trägt eigene verantwortung, macht sich gedanken wie es mit kind zu vereinbaren geht und dann will keiner in der firma eine mama haben! nach mobbing sowohl vom lieblingskollegen als auch vom chef kann ich mir nicht mehr vorstellen nochmal dort zu arbeiten. vielleicht muss man sowas einfach als neustart nehmen. manchmal dachte ich das ginge nur mir so aber mittlerweile häufen sich die mamas in meiner umgebung denen es leider genauso geht.
schade, dass es die tollen ideen über vereinbarkeit von arbeit und familie meist nur auf dem papier gibt und dass dadurch soviel arbeitskraft und wissen unter den mamas, die doch so viel gelobte zusatzkompetenzen haben brach liegen.
grüße von elke
Hallo,
ich bin in der 9. Schwangerschaftswoche. Gibts es eine Vorschrift bis wann ich meinen Chef über die Schwangerschaft informiert haben muß? Ich weis nur, dass man ja die ersten drei Monate abwarten sollte, falls was passiert.
Mfg
danudel2709
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(9 Kommentare)