Mobbing
Wenn der Job krank macht ...

Mobbing geschieht meist in mehreren Phasen - und kann bei Betroffenen zu ernsthaften psychischen und physischen Erkrankungen führen. Hier die einzelnen Stufen. Plus: Adressen, wo Mobbing-Opfer Hilfe finden.

Erste Phase

Am Anfang steht ein ungelöster Konflikt. Es kommt zu ersten Schuldzuweisungen und vereinzelten persönlichen Angriffen. Betroffene versuchen oft, besonders nett zu den Mobbern zu sein, schlucken ihren Ärger hinunter oder überspielen die Situation. Nervosität, Beklommenheit, schlechte Träume oder leichte Kreislaufbeschwerden können auftreten.

Zweite Phase

Der ursprüngliche Konflikt wird verdrängt. Das Opfer ist verunsichert und wird zur Zielscheibe. Es wird ausgegrenzt, stark kritisiert, von Informationen abgeschnitten und verleumdet. Es kann zu Magenbeschwerden, häufigen Infekten, Stimmungsschwankungen und Angstzuständen kommen.

Dritte Phase

Die Situation eskaliert. Das Opfer kann sich nicht mehr konzentrieren und macht Fehler. Schlafstörungen, Depressionen, Kreislaufstörungen oder Erschöpfungszustände führen zu Fehlzeiten. Der Chef bemängelt die Krankheitstage und macht noch mehr Druck.

Vierte Phase

Der Betroffene kündigt selbst oder akzeptiert die Kündigung beziehungsweise eine Auflösungsvereinbarung. Oft kommt es im Anschluss zu posttraumatischen Belastungsstörungen und teilweise schweren psychosomatischen Erkrankungen.