Mobbing

Wenn der Job krank macht ...

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Erste Phase


Am Anfang steht ein ungelöster Konflikt. Es kommt zu ersten Schuldzuweisungen und vereinzelten persönlichen Angriffen. Betroffene versuchen oft, besonders nett zu den Mobbern zu sein, schlucken ihren Ärger hinunter oder überspielen die Situation. Nervosität, Beklommenheit, schlechte Träume oder leichte Kreislaufbeschwerden können auftreten.

Zweite Phase

Der ursprüngliche Konflikt wird verdrängt. Das Opfer ist verunsichert und wird zur Zielscheibe. Es wird ausgegrenzt, stark kritisiert, von Informationen abgeschnitten und verleumdet. Es kann zu Magenbeschwerden, häufigen Infekten, Stimmungsschwankungen und Angstzuständen kommen.

Dritte Phase

Die Situation eskaliert. Das Opfer kann sich nicht mehr konzentrieren und macht Fehler. Schlafstörungen, Depressionen, Kreislaufstörungen oder Erschöpfungszustände führen zu Fehlzeiten. Der Chef bemängelt die Krankheitstage und macht noch mehr Druck.

Vierte Phase

Der Betroffene kündigt selbst oder akzeptiert die Kündigung beziehungsweise eine Auflösungsvereinbarung. Oft kommt es im Anschluss zu posttraumatischen Belastungsstörungen und teilweise schweren psychosomatischen Erkrankungen.

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  • von Leserin am 2. März 2008, 10:23 Uhr

    Ja, habe das leider auch durch. Hatte Anfangs versucht, einen neuen Job zu finden. Das scheiterte leider. Es war dann so schlimm, daß ich so ca. 3 Monate krankgeschrieben war. Allerdings ohne jegliche Hilfe. Die Beschwerden wurden nicht besser, so daß ich schlußendlich verzweifelt den Aufhebungsvertrag unterschrieb. Dann hab ich Gottseidank eine gute Ärztin empfohlen bekommen und weitere 4 Monate später konnte ich stationär in eine psychosomatische Klinik. Das hat damals schon sehr geholfen, trotzdem, meine Alpträume von meiner früheren Firma sind geblieben. Aber habe mir geschworen, bei meinem nächsten Job 3 Monatsmieten anzusparen, so daß ich dann wenigstens gleich kündigen kann, ohne wieder schwer krank werden zu müssen. Übrigens, mein Sohn wird demnächst ein Jahr alt und er ist mein Sonnenschein, der mir immer wieder Kraft gibt. :-)


  • von tellme am 28. Februar 2008, 16:30 Uhr

    Oh ja, davon kann auch ich ein Lied singen. Das ganze begann nach 2 Jahren und dauerte auch fast 2 weitere Jahre. Erst durch den Umzug des Unternehmens hab ich mir dann was Neues gesucht. Nach 6 Monaten wr ich wieder halbwegs "die Alte", konnte mich wieder konzentrieren, hatte keine Angina mehr und wurde wieder fröhlich. Hilfe innerhalb des Unternehmens kann man getrost vergessen, da man irgendwann niemandem mehr vertrauen kann. da hilft nur: Kündigen, Zeugnis anfordern und mit einem Lächeln raus. Alles andere wird einem sowieso nur noch weiter schlecht angerechnet.
    Ich hatte übrigend in dieser Zeit versucht, schwanger zu werden, was natürlich unter dieser Belastung nciht klappte und ich mir noch mehr Druck machte...
    Naja, heute ist alles gut und ich bin im 3. Monat :-)


    (3 Kommentare)

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