Studieren mit Kind

Was studentische Eltern wissen müssen

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BAföG


Foto: mauritius images/Bananastock

Laut Bundesausbildungsgesetz (kurz: BAföG) erhalten Schüler, Studierende und Praktikanten Unterstützung vom Staat, wenn Ihnen aufgrund mangelnder finanzieller Mittel eine entsprechende Ausbildung unter anderen Umständen nicht möglich wäre. Die Höhe der Förderung hängt vom eigenen Einkommen und Vermögen sowie von dem der Eltern ab. Die Hälfte der Förderung wird als Zuschuss gezahlt, die andere als zinsloses Darlehen. Das BAföG wird jedoch nicht unbegrenzt gewährt, sondern im Prinzip nur für die Dauer der Regelstudienzeit.

Eine Studentin, die wegen ihrer Schwangerschaft ihr Studium unterbrechen muss, erhält das BAföG bis zu drei Monate lang weitergezahlt. Achtung: Sobald das Studium länger als drei Monate wegen der Schwangerschaft oder der Geburt unterbrochen wird, erlischt dieser Anspruch - so lange, bis das Studium wieder aufgenommen wird. Ist dies absehbar, muss sie das BAföG-Amt über die Unterbrechung informieren und eine Beurlaubung beantragen. Ansonsten droht später die Rückzahlung für diese Monate, da das BAföG zu Unrecht erworben worden wäre. Stattdessen können Studierende, soweit der Verdienst des Partners nicht zu hoch ist, für diese Zeit Arbeitslosengeld beantragen. Auch wenn Studenten generell keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, gibt es die Möglichkeit, schwangerschaftsbedingten Mehrbedarf sowie einmalige Leistungen (beispielsweise Schwangerschaftskleidung oder die Erstausstattung fürs Baby) zu beantragen. Auch Alleinerziehende können Mehrbedarf geltend machen.

Daneben besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Aufschub für den Leistungsnachweis beziehungsweise zur Verlängerung der Förderungshöchstdauer zu stellen. Eine Verlängerung des Förderungsanspruchs aufgrund der Schwangerschaft um ein Semester sowie um ein Semester pro Lebensjahr des Kindes wird in der Regel gewährt, bis das Kind fünf Jahre alt ist.

Und wenn die Schwangere schon kurz vor dem Abschluss ihres Studiums steht? Dann kann sie, wie alle anderen Studierenden auch, die Hilfe zum Studienabschluss (ein verzinsliches Volldarlehen) in Anspruch nehmen. Diese Unterstützung wird jedoch für maximal zwölf Monate über die Förderungshöchstdauer hinaus gewährt. Das gleiche gilt, wenn die Förderung wegen der Schwangerschaft um ein Semester verlängert wurde. Dafür genügt es jedoch nicht, sich einfach zum Examen anzumelden. Die Studentin muss vielmehr eine Bescheinigung der Prüfungsstelle vorlegen, dass sie innerhalb der zwölfmonatigen Verlängerung ihr Studium abschließen kann - und sie muss innerhalb von vier Semestern tatsächlich zur Abschlussprüfung zugelassen sein!

Seit Januar 2008 ist es zudem möglich, zusätzlich zum BAföG den Kinderbetreuungszuschlag zu beantragen – das sind immerhin 113 Euro monatlich für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind.

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