Wiedereinstieg

Vermeiden Sie typische Stolperfallen

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Wiedereinstiegs-Hindernis: Das Rabenmütter-Klischee


"Deine Kinder sind doch noch so klein!" meinen Ihre Freundinnen, wenn Sie ihnen von Ihren Plänen für den beruflichen Wiedereinstieg erzählen? Dann machen Sie ihnen und sich selbst klar: Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Betreuung durch fremde Personen Kindern unter drei Jahren nicht schadet. Das beweisen Frauen aus dem Osten Deutschlands. Dort waren vor der Wende viele Frauen berufstätig. Kinder genießen das Zusammensein mit anderen Kindern in der Kita.

Wiedereinstiegs-Hindernis: Die Betreuungs-Kosten

"Die Krippenplätze sind zu teuer." Ja, es ist kostspielig, für kleine Kinder eine professionelle Betreuung zu organisieren, um den beruflichen Wiedereinstieg der Mutter zu gewährleisten. In Städten ist die Situation meistens besser als in ländlichen Regionen. Trotzdem: Mit etwas Glück finden Sie überall eine nette, zuverlässige und bezahlbare Tagesmutter. Vielleicht entscheiden Sie sich auch für ein Aupair-Mädchen oder erkundigen sich nach Elterninitiativen in Ihrer Umgebung.

Wiedereinstiegs-Hindernis: Der Stress

"Die Doppelbelastung schaffe ich nicht!" - Ein neuer Job oder der Wiedereinstieg am alten Arbeitsplatz kann für Mütter sehr anstrengend sein, das stimmt. Er muss aber nicht unbedingt eine Belastung sein. Viele Mütter wundern sich, wie chillig ihre Arbeit im Büro im Vergleich zur Familienarbeit ist. Die Vorteile: Wenn sie einige Stunden außer Haus tätig sind, kehren sie motivierter zurück und ungeliebte Hausarbeiten fallen ihnen leichter. Außerdem: Kinder von berufstätigen Müttern nörgeln oft weniger und benehmen sich pflegeleichter, weil sie die freie Zeit mit Mama schätzen lernen.

Wiedereinstiegs-Hindernis: Die Verlustangst

"Ohne mich läuft alles schief". Natürlich werden Sie gebraucht. Eine Mama ist unersetzbar. Vielleicht haben Sie sich aber auch ohne Not unentbehrlich gemacht und Ihr häusliches Reich zu sehr verteidigt. Wenn Sie Ihrem großen Sohn den Putzlappen aus der Hand reißen, wenn er etwas falsch macht, statt ihm zu zeigen, wie er es richtig machen soll, dann geschieht das oft aus der Angst heraus, im eigenen Wirkungsbereich den Chefposten zu verlieren. Lassen Sie Ihre Kinder ruhig mehr Aufgaben im Haushalt übernehmen und übertragen Sie auch Ihrem Mann mehr Verantwortung, wenn Sie Ihren Wiedereinstieg in das Berufsleben angehen.

Wiedereinstiegs-Hindernis: Die Harmoniesucht

"Vielleicht gefährde ich durch den Wiedereinstieg in den Job meine Ehe". Machen wir uns nichts vor. Männer verdienen besser und bis auf wenige Ausnahmen bei der Elternzeit übernehmen wir Frauen auch heute noch die Erziehung. Vielleicht wird Ihr Mann anfangs nicht ganz so glücklich über ihren beruflichen Wiedereinstieg sein. Die perfekte Hausfrau wird er verlieren. Dafür gewinnt er aber im besten Fall eine anregendere Gesprächspartnerin. In viele Beziehungen weht durch den Wiedereinstieg der Frau ins Arbeitsleben ein frischer Wind - und der tut jeder Ehe gut.

Wiedereinstiegs-Hindernis: Das Muttchen-Image

Wenn Mütter nach der Babypause wieder in den Beruf einsteigen, werden Sie erst mal kritisch beäugt: Ist das noch die alte Kollegin, die ihre Arbeit ernst nimmt? Oder ist sie jetzt vor allem Mama und der Job läuft nebenbei? Solche Skepsis können Sie durch eine professionelle Einstellung zu Ihrer Arbeit abschwächen - und durch ein ebenso professionelles Auftreten: Ein gepflegtes Äußeres, ein wenig Make-up und keine allzu legeren Outfits tragen dazu bei, dass man in Ihnen die kompetente Kollegin sieht und nicht das Muttchen, das sich in Crogs und Freizeithose mal kurz vom heimischen Herd wegbewegt.

Letzteres gilt erst Recht, wenn Sie nach Ihrer Elternzeit bei einem neuen Unternehmen wieder ins Berufsleben einsteigen. Zumindest in den ersten Wochen sollten Sie dort eher im Büro-Look erscheinen - und die anderen Kolleginnen checken: In einer Werbeagentur gilt eine andere Kleiderordnung als in einer Bank - wenn der Dresscode im Büro eher locker gehandhabt wird, können Sie sich allmählich anpassen, wenn Ihre Position dort ein wenig gefestigt ist.

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  • von Silke am 7. August 2012, 18:37 Uhr

    Ich finde den Artikel viel zu kurz und entsprechend müssen wohl Klischees bedient werden (wie Betty1975 bemängelt). Zu jedem einzelnen Punkt könnte man so viel schreiben oder nützliche Links bringen...
    Viele wichtige Punkte wurden zwar angesprochen, aber das Thema ist zu komplex, als dass so ein kurzer Artikel wirklich hilfreich sein könnte.


  • von Betty1975 am 6. August 2012, 10:49 Uhr

    Dass Männer immer besser verdienen, stimmt einfach nicht mehr. Und dasse eine arbeitetende Frau eine anregendere Gesprächspartnerin sein soll, bedeutet ja, dass eine Hausfrau keine interessanter Gesprcächspartner wäre. In dem Eltern-Newsletter werden leider oft veraltete Klischees weitergetragen. Das finde ich nicht zeitgemäß oder nützlioch.


    (2 Kommentare)

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