Familienfreundliche Unternehmen

Ursula von der Leyen lobt Vorzeige-Firmen

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"Erfolgsfaktor Familie": der Wettbewerb


Foto: mauritius images/Image Source

"Das Thema Balance von Beruf und Familie ist in der Mitte der Wirtschaft angekommen", bilanzierte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei der Vorstellung der Gewinner des Unternehmerwettbewerbs "Erfolgsfaktor Familie 2008". Eine Jury aus Vertretern von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, wählte die Preisträger aus.

Auf den ersten Blick können sich die Ergebnisse sehen lassen: Mehr als 500 Unternehmen hatten mit ihrem Konzept zur Unterstützung von Angestellten, die weder auf Familie noch auf den Job verzichten wollen, an dem Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel beteiligt. Partner der Aktion waren zudem das Bundeswirtschaftsministerium sowie die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft.

Anspruch und Wirklichkeit: Erfahrungen der Eltern.de-User

Bei der Vorstellung der Wettbewerbssieger am vergangenen Donnerstag rief Ursula von der Leyen andere Unternehmen auf, sich an den ausgezeichneten Unternehmen ein Beispiel zu nehmen: "Wer den Trend Familienfreundlichkeit verschläft, wird bald gnadenlos abgestraft", mahnte sie. Wer mit guten Arbeitskraften konkurrenzfähig sein wolle, müsse die Familiensituation seiner Beschäftigten mitbedenken.

Allerdings scheint sich das noch längst nicht bei allen Personalverantwortlichen herumgesprochen zu haben. Wie anders ist es zu erklären, dass bei einer Umfrage auf Eltern.de im Mai fast die Hälfte der User (48,08 Prozent) auf die Frage, ob in ihrer Firma ein Umdenken hin zu mehr Familienfreundlichkeit stattgefunden hätte, mit einem klaren Nein antworteten. Zwar attestierten 38 Prozent ihrer Führungsriege eine grundsätzliche Offenheit für Vätermonate & Co., gleichzeitig äußerten sie sich skeptisch, ob sich familienfreundliche Maßnahmen in bestehende betriebliche Strukturen integrieren lassen. Nur knapp 14 Prozent hatten tatsächlich das Gefühl, dass der Betrieb sie nach Kräften unterstützt. Die Umfrage läuft noch - hier können Sie angeben, wie es in Ihrem Unternehmen um die Familienfreundlichkeit bestellt ist.

Noch schlimmer sind die Erlebnisse, die Frauen in den User-Geschichten "Schwangerschaft im Job" schildern: Da gibt es Chefs, die ihren Mitarbeiterinnen die Kündigung nahelegen und schon mal vorab den Resturlaub streichen, externe Mitarbeiterinnen, die einfach ausgetauscht werden und Azubis, denen erst eine Übernahme in Aussicht gestellt wird, die nach Bekanntgabe der Schwangerschaft wieder infrage gestellt wird.

Der Wert von Eltern hat sich noch nicht in allen Betrieben herumgesprochen

Auch unser "Beruf und Geld"-Forum ist voll von Einträgen, in denen User von Unverständnis auf Seiten von Chefs und Kollegen für die Situation von Eltern berichten.

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