Sorgerecht

Neues Sorgerecht für uneheliche Kinder?

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Sorgerecht: Neues Sorgerecht für uneheliche Kinder?

Sorgerecht für unverheiratete Väter auf dem Prüfstand

Väter von unehelichen Kindern dürfen bisher das Sorgerecht nur ausüben, wenn die Mutter damit einverstanden ist. Während geschiedene Partner in der Regel automatisch das gemeinsame Sorgerecht erhalten, erlangt ein unverheirateter Vater selbst bei mehrjähriger nichtehelicher Lebensgemeinschaft kein Sorgerecht ohne den Willen der Mutter. Er kann nach der Trennung auf das reine "Umgangsrecht" beschränkt werden.

Bevorzugung von Müttern ist Diskriminierung

Gegen diese Ungleichbehandlung hatte ein Vater aus Köln geklagt. Und die Richter in Straßburg gaben ihm Recht. Die Bevorzugung von unverheirateten Müttern gegenüber den Vätern sei ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) stellte eine Neuregelung in Aussicht. "Ein kluges Urteil", meint Edith Schwab, Vorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter und Fachanwältin für Familienrecht. Gleichzeitig wies der Verband aber daraufhin, dass für Kinder eine Ausübung der alleinigen Sorge auch die bessere Alternative sein könne, wenn es gute Gründe gegen ein gemeinsames Sorgerecht gebe.

Schützt das aktuelle Sorgerecht die Kinder?

Noch im Januar 2003 hatte das Bundesverfassungsgericht das geltende Sorgerecht für nichtverheiratete Eltern für verfassungskonform erklärt. "Die unterschiedlichen Lebensverhältnisse, in die nichteheliche Kinder hineingeboren werden", müssten berücksichtigt werden. In der Begründung hieß es auch, dass Konflikte über das Sorgerecht zum Schutz des Kindes vermieden werden sollten. In ihrem heutigen Urteil räumten die Straßburger Richter ein, dass ein Sorgerechtsverfahren auf ein Kind verstörend wirken könne. In Scheidungsfällen seien gerichtliche Verfahren aber auch vorgesehen. Das derzeitige Recht diskriminiere daher ledige Väter gegenüber Frauen und geschiedenen Vätern.

Autor

Josefine Pabst


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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Mmmilo am 13. Dezember 2011, 18:19 Uhr

    Männer sind die besseren handwerker, besseren Richter, Präsidenten, etc..

    All das entspricht nicht mehr der heutigen Zeit, den auch Frauen behaupten
    Sich hervorragend in Männerdomänen(siehe Fr. Merkel)

    Leider hat die Gesellschaft hier zu sehr darauf behart, dass ein Kind am besten bei der Mutter aufgehoben ist. Das ist nicht immer richtig uns sollte von Fall zu Fall unterschiedlich behandelt werden.
    Ich selber bin ein Vater, den ein unglaublich starkes Band mit seinem 7 Jahre alten Sohn verbindet. Ich erleide tag täglich psycho terror, da ich gezwungen bin meine Klappe zu halten. Bei einer trennung (uneheliches Kind) habe ich keine Chancen.
    Mein Sohn wäre bei mir besser aufgehoben, seine mutter hat kaum zeit und ist lang nicht reif genug, um eine Mutter zu sein (24 jahre alt)

    Es wird Zeit für eine Reformation des Familienrechts, welches unserer Zeit entspricht.


  • von Tony5141 am 26. November 2011, 01:04 Uhr

    Ich Stimme Pustekuche vollkommen zu!
    Sorry Jenny, aber deine Aussage besteht aus reinem egoismus


  • von Manfred Tröger am 5. November 2011, 11:43 Uhr

    es wird allerhöchste Zeit, dass in diesem Land die Gleichberechtigung von Vater und Mutter gesetzlich im Kindschaftsrecht verankert wird. Andere Länder, wie Belgien, Holland, Dänemark uvm., machen es uns vor. Vor Allem die Skandinavischen Länder sollten uns als Vorbild dienen. Deutschland ist leider wieder einmal auf dem Stand der sechziger Jahre stehengeblieben. Eine Mutter , die den Vater ausgrenzt und damit das Kind entfremdet, muss strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Wie sehr muss unsere Gesellschaft eigentlich noch verkommen. Väter kämpft um euere Kinder, geht auf die Strasse.


  • von SuMa am 28. Oktober 2011, 14:44 Uhr

    Jenny , trifft den Zah auf den Nerv ich bin ganz ihrer Meinung und gehe noch einen Schritt weiter. Wenn die Mutter das Sorge-Recht hat , hat sie auch die Sorgfalt-Pflicht . Wenn sie also dem Vater nicht vertraut warum sollte sie ihr wichtigstes eib-und Seele dem Kerl anvertrauen von dem sie sich ja nicht ohne Grund getrennt hat.
    Wenn eine mutter sagt meinem Kind geht es nicht gut bei den umängen ist das zu akzeptieren FERTIG !!! Im Alltag muß sie diese Entscheidungn mehrmals täglich treffen was für das kind gut ist und was nicht , WARUM also will man ihr in dieser Frage diese Fähigkeit zu wissen was für das Kind gut ist einfach absprecen ???
    Mütter sollten sich zusammentun ...dieses neue Gesetzt ist eine Farce und interessiert sich einen Scheiss für das Wohlergehen er Kinder ...WO??? ist hier der Kinderschutzbund ??
    LG SuMa bin ,,NUR`` eine Oma ;-)


  • von Pustekuchen am 19. Oktober 2011, 18:45 Uhr

    Ich finde diese Entscheidung in jedem Fall richtig. Väterrechte müssen in diesem Punkt auf jeden Fall gestärkt werden.

    Ich habe es selbst mitbekommen: Mütter nutzen hin und wieder ihre gesetzliche "Machtstellung" dazu, aus Vätern reine Bezahlpapas zu machen, selbst dann, wenn die Väter gute Väter sind und ihre Kinder ihnen am Herzen liegen. Mit ein wenig psychologischer Trickserei und Erpressererei bekommen sie dann, was SIE wollen. So ein egoistisches Verhalten missbillige ich zutiefst und darf NICHT sein! Zumal es überhaupt nicht im Sinne des Kindes ist!


(88 Kommentare)

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