Unterhalt

Wie viel bekommt das Kind, wie viel die Ex-Frau?

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Wer bekommt Unterhalt?


Alle Elternteile, denen die Betreuung gemeinsamer Kinder keine Arbeit oder nur Teilzeit erlaubt. Oder Elternteile, die nach Ende der Kinderbetreuung keinen Job finden beziehungsweise wegen ihres Alters oder Gesundheitsproblemen nicht arbeiten können.

Was ist beim neuen Gesetz zum Unterhaltsrecht anders als bisher?

Neu ist vor allem die Rangfolge der Familienmitglieder, die Anspruch auf Unterhalt haben: An erster Stelle stehen nun immer die Kinder. Bislang mussten sich minderjährige Kinder diese Stellung mit geschiedenen und aktuellen Ehegatten teilen. "Ist nicht genügend Geld vorhanden, sollen Kinder Vorrang haben. Damit wird der Unterhalt minderjähriger Kinder sehr viel häufiger auch geleistet werden", so Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD).

An zweiter Stelle stehen künftig alle Elternteile, die Kinder betreuen - und zwar unabhängig davon, ob sie verheiratet sind beziehungsweise waren. Erst an dritter Stelle kommen Ex-Ehepartner, die nach einer verhältnismäßig kurzen Ehe keine Kinder betreuen oder deren Kinder schon groß sind. Ausnahme: Nach der Scheidung einer langjährigen Ehe, bei der beispielsweise die Frau nach Absprache daheim geblieben ist und sich um die Kinder gekümmert hat, steht sie in Sachen Unterhalt an gleicher Stelle wie die neue Partnerin ihres Ex-Mannes, die Kinder betreut. Ab etwa sieben Jahren wird eine Ehe als "langjährig" gelten - allerdings haben die Gerichte hier deutlichen Spielraum. Deshalb empfiehlt es sich, eine solche Absprache in einem Ehevertrag festzuhalten. "Für Ehefrauen bedeutet das, das sie selber wieder mehr und früher Verantwortung übernehmen müssen", sagt die Justizministerin.

Ehefrauen müssen mehr Verantwortung übernehmen

Ein Beispiel: Eine Ehe wird nach 20 Jahren geschieden. Die Ehefrau hatte zugunsten der Betreuung der beiden gemeinsamen Kinder, die mittlerweile kurz vor dem Abitur stehen, ihre Berufstätigkeit aufgegeben. Der Ex-Mann hat erneut geheiratet, aus dieser Ehe sind zwei weitere Kinder hervorgegangen, die derzeit von der zweiten Frau betreut werden. Gerechnet wird nun so: Nach Abzug des Selbstbehalts des Mannes sind zunächst die vier Kinder unterhaltsberechtigt. Falls dann noch Einkommen zur Verfügung steht, müssen sich die beiden Frauen dieses Geld gleichberechtigt teilen. Hätte die erste Ehe des Mannes jedoch nur vier Jahre gedauert und wäre kinderlos geblieben, stünde sie in der Rangfolge hinter den Kindern aus der zweiten Ehe sowie der zweiten Ehefrau.

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  • von Daniela am 29. April 2014, 07:11 Uhr

    Hallo und guten Tag!
    Bei uns ist die Situation umgedreht.
    Mein Sohn wohnt bei meinem Vater und ich bin Vollzeit berufstätig d.h. ich darf Unterhalt an meinen Sohn zahlen was ja auch ok ist.
    Nun wurde mir gesagt wenn der Vater kein Einkommen bezieht, wird das gesamte Kindergeld sprich 184 Euro, vom Unterhaltsbetrag abgezogen. Bzw. mit angerechnet Ist das so richtig?

    Freue mich auf Antwort von euch

    Daniela


  • von Melanie am 27. März 2014, 11:04 Uhr

    Ich war 6 (1983) als meine Eltern geschieden wurden und ich bei meiner Mutter blieb. Meine Mutter hat immer Vollzeit gearbeitet und keinen Unterhalt für sich bekommen.Heute scheint es Alleinerziehenden nicht mehr zumutbar zu sein, Vollzeit zu arbeiten, wenn die Kinder nicht mind.18 Jahre alt sind. Die Noch-Frau meines Freundes jedenfalls sieht sich nicht in der Lage, mehr als 20 Stunden die Woche zu arbeiten (Kinder sind 9 und 13), obwohl Ihr neuer Lebensgefährte zu 80% von zuhause arbeitet und somit sogar jemand da ist, wenn die Kinder aus der Schule kommen.
    Entsprechend sind ihre Unterhaltsforderungen für sich. Und auch für die Kinder will sie 30% mehr als nach DüTab zu zahlen ist.
    Wenn ihre Forderungen so durchgehen, dann können wir uns unsere Zukunftsvorstellungen abschminken!Dann wird nichts mit Wohneigentum oder Familie. Dann bleiben wir schön in meiner 2-Zimmer-Wohnung u.seine Kinder schlafen weiter im Wohnzimmer,wenn alle 14 Tage kommen.
    Muss ich alles nicht verstehen, oder?


  • von Alex2 am 10. Februar 2014, 04:45 Uhr

    P.S. Alleine schon hier im Forum, wenn ich dauernd lesen muss von den Müttern (und Töchtern) 'Wie viel Unterhalt bekomme ich?'.

    Wie wär es mal selbst den Hintern zu bewegen und selbst arbeiten zu gehen und für das Kind sorgen.
    Welch eine Ironie, eine Mutter bekommt Sorgerecht, kann das Kind aber nicht ernähren ohne den Vater, der bitte zahlen soll.

    Die meisten Gesetze sind eine totale Verarsche am Menschen.
    Das Volk stimmt ab und finanziert seine eigenen Henker (Gerichte/Polizei) durch Steuer. Sollte man keinen Unterhalt zahlen oder ähnliches, kann es sein dass man eine Strafe zahlen muss oder Konto gepfändet wird. Man ist dann ein Krimineller.


  • von Alex2 am 10. Februar 2014, 04:27 Uhr

    @Alex,

    kann Dir nur zustimmen, besonders nach einem Streit und erkennste die wahre Mutter des Kindes die meistens dann alles tut, um nach der Geburt den Kontakt zu erschweren oder sich irgendwelche Geschichten ausdenkt. Später ist ein Sorgerecht nicht mehr möglich und Du darfst zahlen und evtl. mal das Kind sehen.
    Wenn die Frau dann noch wegzieht und einen anderen kennen lernt, bist Du nur noch Zahl-Daddy ohne Rechte, bzw. die paar Rechte sind ein Witz, der andere 'unleibliche' Vater, darf Dir jeder Zeit das Kind wegnehmen und hat mehr Rechte, als der Erzeuger.
    Hat das Kind später selbst Kinder, darfst Du nun für weitere 'entfremdete' Nachkommen zahlen. Großeltern in erster Linie werden berücksichtigt.

    Du kannst Kinder in die Welt setzen, solange Du anonym bleibst.


  • von Axel am 11. Juli 2013, 21:01 Uhr

    Also wenn ich das hier so lese, speziell diesen Artikel, dann vergeht
    mir das Kinder kriegen wollen, aber massiv!
    Blos gut, dass ich das heute gelesen habe.
    So kann ich vorbeugen und "never Kids" ist ab sofort mein Motto.
    Von einer Heirat habe ich mich gleich verabschiedet- das ist auch nicht besser.
    Ich studiere doch nicht viele Jahre, damit sich vielleicht eine
    Kindsmutter auf meinen Kosten drei Jahre auf die faule Haut legt und zahle dann noch zig Jahre viel zu hoch angesetzten Unterhalt, der
    sich nach einer dusseligen Tabelle richtet.
    Ich habe zwei kleine Geschwister, die verbrauchen das Geld nie,
    was hier genannt wird.
    Dümmer gehts nimmer. Deutschland schafft sich selber ab.
    Ich bin dabei!
    Tschüß :)


(42 Kommentare)

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