Herzlich willkommen!
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Liebe Eltern,
herzlich willkommen in unserer neuen Expertengruppe! Habt Ihr Fragen an Liesel Polinski? Z.B. was Pekip überhaupt bedeutet und wie man einen Kurs belegen kann oder Ihr wollt wissen, was man ganz allgemein für die Entwicklung seines Kindes tun kann. Hier seid Ihr richtig. Wir freuen uns auf Euch!
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15 Kommentare zu diesem Eintrag
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Hallo, meine Kleine (5 Monate) und ich sind jetzt zum 9. Mal beim Pekip gewesen. Im Vergleich zu den anderen Babys (alle nahezu gleich alt) liegt meins ziemlich zurück in der Entwicklung, liegt z.B. noch nicht so gut auf dem Bauch während andere schon versuchen zu krabbeln. Sie hatte eine Blockade, die jetzt zum 3. Mal behandelt wurde. Sie ist allgemein sehr schreckhaft und weint schnell, hat die Nase voll. Ich denke, dass ihr der Kontakt zu den anderen Babys trotzdem gut tut, denn hinterher ist sie ganz fröhlich. Ich zweifle aber, ob es wirklich so gut ist, sie jedes Mal mitzunehmen, auch wenn sie von den Anregungen kaum etwas hat. Was meinen Sie?
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Hallo,
unser Sohn ist jetzt 4,5 Monate alt und eigentlich können wir uns nicht über sein motorisches Können beschweren. Er war von Anfang an ziemlich weit und kann sich jetzt auch schon seit 1,5 Monaten von alleine auf dem Bauch drehen, nur leider immer noch nicht zurück.
Wir sind mit ihm seit seiner Geburt bei der Krankengymnastik (angeborene Schieflage, was sich mitlerweile komplett gelegt hat), was wahrscheinlich auch der Grund ist dass er soweit ist, aber irgendwie will er sich nicht alleine wieder zurück drehen. Ich hab auch nicht den Eindruck dass er es so wirklich versucht, meckert aber immer dass wir ihn umdrehen sollen. Ab nächsten Monat sind wir dann bei PEKIP angemeldet.
Kann ich trotzdem jetzt schon was machen um ihn da zu unterstützen, es wird nämlich langsam auch für uns anstrengend.
Viele Grüße
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liebe liesel. unser erstes kind weinte ab geburt, nur wenn ich ihn stillte oder ihn im tragetuch trug war er zufrieden. so war er stundenlang im tragetuch, die ärzte vermuteten einen reflux und er war auch nur wohl in der X-Tragevariante, das heisst - er "sass" unterstützt vom Tuch. Er übersprang das krabbeln, kam direkt ins stehen. nun ist er bald elf jahre und hat visuelle probleme, überkreuzungen machen ihm sehr mühe. im tragetuch bekam er durchs schaukeln bestimmt auch gute reize. wie siehst es mit dem überkreuzen? ich beobachte im pekip, wie wichtig es ist dem kind den ungestörten und natürlichen entwicklungsprozess zu ermöglichen - wie siehst du das angebot tragetuch, die aufrechte haltung im tuch (wird empfohlen wegen hüfte)?
herzliche grüsse ingrid
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Liebe Heike,
es tut mir leid, dass ich dir erst jetzt antworten kann. Du hast es richtig erkannt, dass die Entwicklung durch die Blockaden verzögert ist. Es ist gut, dass ihr in Behandlung seid, so wird deine Tochter bald in ihrer Entwicklung Fortschritte machen.
Wenn wir uns z.B. auf den Bauch legen und unsere Hände nicht gezielt vorne abstützen, können wir unseren Kopf auch nicht lange hoch halten. Die Schreckhaftigkeit hängt höchstwahrscheinlich auch mit der Blockade zusammen. Versuche alles mit ihr behutsam, ruhig und langsam zu tun, z.B. die Hand noch eine Weile am Körper zu lassen, wenn du sie bewegst. Dadurch kann sie sich auf die neue Lage besser einstellen. Versuche auch, ihr zu sagen, was du tust. Das verstehen die Babys im Laufe der Zeit auch immer mehr.
Ich denke auch, dass deiner Kleinen der Kontakt zu den anderen Babys gut tut, wenn sie hinterher fröhlich ist. Während der Gruppenstunden achte darauf, dass sie sich wohl fühlt. Lasse dir vielleicht von der Gruppenleiterin Anregungen mit der Puppe zeigen, die du zu Hause in Ruhe ausprobierst, wenn dein Kind ausgeschlafen und fröhlich ist. Für viele Kinder ist es schon genug, nackt zu sein, die anderen Babys zu sehen, die vielen Stimmen zu hören und den Raum zu erleben.
Ich würde schon jedes Mal mit ihr hingehen, da sie sich an alles besser gewöhnt, als wenn es keine Regelmäßigkeit gibt.Vielleicht ist es auch richtig, später zu kommen oder früher zu gehen, wenn es deiner Tochter zu viel wird.
Ich wünsche dir, dass deine Kleine keine Behandlung mehr braucht und sich bald gern bewegt. Falls etwas noch nicht beantwortet ist, melde dich gern nochmal.
Liesel Polinski
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Liebe Lydia,
da ist dein Sohn aber sehr früh in seiner Entwicklung, wenn er sich schon mit 3 Monaten gedreht hat. Du hast mit deiner Annahme sicherlich recht, dass die Krankengymnastik ihn in seiner Entwicklung voran gebracht hat.
Wenn ihr noch zur Krankengymnastik geht, frage dort, wie du das Zurückdrehen einleiten kannst. Ich versuche es mal hier zu erklären: Lege einen Arm deines Sohnes in der Bauchlage so unter den Brustkorb, wie er ihn am Anfang, als er sich drehte, unter dem Körper hielt. Das wichtige ist, dass die Schulter an dieser Seite auf dem Untergrund aufliegt. Dann kannst du ihn über diese Schulter zurück drehen.
Probiere es vielleicht selbst mal aus. Wenn du auf dem Bauch liegst und dich auf deine Unterarme abstützt, kannst du dich nicht drehen. Du musst eine Schulter auf den Boden legen und kannst dann den Körper darüber weg drehen.
Eine andere Möglichkeit ist, deinem Sohn in der Bauchlage ein Spielzeug seitlich von oben zu zeigen. Er greift seitlich hoch und verlagert sein GleichgewichT, merkt, dass er in die Seitlage kommt und lernt vielleicht darüber wieder in die Rückenlage zu kommen.
Wenn meine Erklärungen zu kompliziert sind, heißt es, abwarten. Wir sind gerade dann besonders lernwillig und probieren Dinge immer wieder aufs Neue aus, wenn wir uns ärgern.
Ich wünsche euch beiden, dass dein Sohn die Drehung bald lernt. Ansonsten wird dir die Gruppenleiterin in der PEKiP-Gruppe sicher Hilfestellung geben
Liesel Polinski
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Liebe Ingrid,
das ist eine schwierige Frage, da es wichtig ist, dass ein Baby meist zufrieden ist. Ich denke, dass Kinder nur dann gut lernen können, wenn sie sich wohl fühlen. Wenn es deinem Kind durchs Getragen-werden gut ging, war das Tragen sicher das Richtige. Wie du schreibst, hast du es ja in der „Anhockstellung“ (mit gespreizten Beinchen, was sowohl für die Hüftentwicklung als auch Entlastung für die Bandscheiben gut ist) und gut am Körper angelehnt getragen. So hat es viele Bewegungsanreize bekommen, die ihm auf jeden Fall gut getan haben.
Es ist sicher richtig, dass die Kinder auch auf dem Boden Zeit verbringen sollten, um den natürlichen Entwicklungsprozess zu ermöglichen. Ich weiß nicht, wie dein Kind das Sitzen gelernt hat. Wichtig ist abzuwarten, bis die Kinder sich selbständig hinsetzen, auch wenn es manchmal sehr lange dauert. Manche fangen dann noch an zu robben oder zu krabbeln.Es gibt Kinder, die schon stehen und sich immer noch hin hocken ohne sich richtig hinzusetzen.
Wenn ich Kinder in der Gruppe habe, die nicht gekrabbelt oder gerobbt sind, gebe ich den Eltern mit auf den Weg, dass sie zu Hause immer mal wieder krabbeln und das Kind ermuntern, es auch auszuprobieren. Oft ist es aber so, dass Eltern, wenn die Kinder diese Phase nachholen (und das wollen viele im 2. Lebensjahr), es nicht zulassen, weil sie glauben, es sei ein Rückschritt.
Ich denke, du hast damals das für euch Bestmögliche getan. Vielleicht kannst du im PEKiP darauf achten, dass die Eltern einfach immer mal wieder ausprobieren, das Baby auf den Boden zu legen.
Ich wünsche dir und deinem Kind alles Gute und dass die visuellen Probleme bald behoben sind. Beachte auch besonders seine starken Seiten, die ihm Selbstvertrauen und Sicherheit geben.
Liesel
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Hallo Liesel, vielen Dank für die Antwort. Du bestärkst mich in meinem Gefühl, dass es so richtig ist, wie ich es momentan halte. Wenn es ihr zu viel wird, dann gehe ich auch mal eher vom Pekip nach Hause.
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Liebe Liesel. Vielen Dank für deine Antwort. Damals kannte ich PEKiP noch nicht und wusste auch nicht, dass ich mit dem Hinsetzen abwarten sollte bis er selber ins freie Sitzen kommt. Mir ist spontan eine Idee gekommen: könnte ich mit Sohn heute noch die Anregung fürs Krabbeln nachholen? Wenn er mag natürlich. Krabbeln wir zusammen durchs Haus ;-)
Ich danke dir für die guten Wünsche. Liebe Grüsse aus der Schweiz Ingrid
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Liebe Ingrid,
klar, kannst du auch heute noch mit ihm "Krabbelspiele" machen. Wenn er mag, vor allem auch mit Ansage: "Jetzt mal nach rechts, jetzt mal nach links." Es ist bekannt, dass die, die nicht gekrabbelt sind, erstmal kurz inne halten und überlegen, während die anderen sofort in die vorgegeben Richtung krabbeln.
Wichtig ist mir noch: Du hast damals nach bestem Wissen gehandelt. Keine/r weiß, ob es sonst anders geworden wäre. Also kein schlechtes Gewissen!!
Alles Gute wünscht Liesel
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Hallo Liesel,
mein Sohn ist mittlerweile 10 Monate alt. Er ist ein wuseliger kleiner Kerl und was seine Motorik und Bewegung angeht sehr weit fortgeschritten. Er läuft schon an den Möbeln und Tischen herum, traut sich aber noch nicht die Hände loszulassen. Wenn ich Ihn an die Hand nehme will er sich entweder setzten oder er zieht die Beine nach oben. Wie kann ich ihm hier Hilfestellungen geben oder sollte ich ihn einfach seinen Weg allein finden lassen?
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Liebe Nina,
da hast du Recht, dass dein Sohn mit seinen 10 Monaten schon in seiner Großmotorik sehr weit entwickelt ist.
Er ist ein schlauer Junge. Er möchte "seinen Weg selbständig gehen". Wenn du mal seine Beinbewegungen beobachtest, siehst du, dass er vielleicht noch seitliche Schritte macht. Die ersten Schritte, die Kinder machen sind seitliche Nachstellschritte. Das eine Bein wird zur Seite gestellt und das andere nachgezogen. Mit der Zeit wird er sich nicht mehr mit beiden Händen an den Möbeln halten sondern langsam in die Vorwärtsbewegung beim Laufen kommen und sich nur noch mit einer Hand halten, und danach wird er anfangen, kleine Distanzen, zuerst einen Schritt und dann immer mehr selbständig zu überwinden. Dann hat er durch sein vieles Üben seinen Gleichgewichtssinn so geschult, dass er sicher nach vorne gehen kann.
Auch hat er die Freude, „das habe ich allein ohne Hilfe gelernt“. Du wirst sehen, wie stolz er dich dann ansehen wird, wenn er die ersten Vorwärtsschritte macht.
Übrigens ist diese Selbständigkeit, die er bevorzugt, auch für dich gut. Ich kenne viele Eltern, die es bereuen, dass sie angefangen haben, mit den Kindern an den Händen zu laufen, da die Kinder dann nur noch zufrieden waren, wenn jemand mit ihnen gelaufen ist. Dem Rücken der Erwachsenen tut diese Haltung nicht gut und die Kinder fühlen sich abhängig von den Eltern, was sie nicht glücklich macht.
Also, lasse deinen Sohn seine Erfahrungen machen, stelle mal einen Stuhl ein Stück entfernt vom Tisch, an dem er gerade entlang läuft. Wenn der Abstand nicht zu weit ist, greift er vielleicht schon nach dem Stuhl. Diese Seitwärtsschritte werden übrigens später auch bei manchen Tanzschritten gebraucht und es gibt immer Leute, die sie nicht beherrschen. Ich frage mich, ob sie diese Seitwärtsschritte vielleicht nie als Kleinkind ausprobiert haben.
Ich wünsche euch weiter viel Freude beim Laufenlernen deines Sohnes. Wenn er dann allein läuft, lasse ihn viel frei draußen laufen. Er wird es mit Freuden machen, wenn er auch immer wieder in Richtungen laufen darf, in die du eigentlich nicht gehen wolltest.
Liesel
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Hallo Liesel
ich gehe mit meiner tochter(9 Mon.) auch zum Pekip und ich mach mir manchmal Sorgen da sie noch nicht Krabbelt oder allein sich hinsetzt, ich weis man soll sich nicht mit anderen Kindern vergleichen.
Sie Rollt sich schon fleissig und ist auch sehr neugierig trotzdem mach ich mir gedanken, denn mein 1. Kind war ganz langsam von der Entwicklung und heute mit 5 noch sehr schwach im Muskeltonus.
LG
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Liebe Janet,
es freut mich, dass du mit deiner Tochter zum PEKiP gehst. Du hast geschrieben, dass du weißt, dass man Kinder nicht vergleichen sollte. Zum einen tut man es sicher doch, was ja auch positive Seiten hat, dass einem auffällt, "mein Kind bewegt sich anders" oder auch andere Dinge. In einer Gruppe bei mir hat eine Mutter durch ihre aufmerksame Art bemerkt, dass bei ihrem Sohn das Pipi eher tröpfelte. Durch ihre Beobachtung und ein Gespräch mit ihrem Kinderarzt konnte eine Fehlbildung früh angegangen werden.
Die andere Seite ist natürlich die Sorge, wenn die anderen Kinder sich schneller entwickeln. Oft sind aber die einen Kinder mehr die Großmotoriker und andere haben ihre starken Seiten in der Feinmotorik oder bei der Sprache, bei der Beobachtung oder...
Diese anderen Seiten sind natürlich nicht so auffällig wie die Großmotorik. Auch gibt es Kinder, die langsam in ihrer gesamten Entwicklung sind, manche von ihnen sind dann aber besonders sicher schon von Anfang an bei neuen Bewegungen.
Deine Tochter rollt sich durch den Raum, was heißt, du lässt ihr viel Raum für ihre Bewegungen.
-Je größer der Raum ist, in dem ein Kind liegt, desto mehr und größere Bewegungen führt es aus.-
Also wenn ein Kind immer nur im Laufstall liegt, wird es auch nicht so interessiert an viel Bewegung sein.
Wenn man die Fachbücher zur Entwicklung anguckt, ist es normal, wenn ein Kind mit einem Jahr krabbelt und sich hin setzt und mit 18 Monaten läuft.
Deine Sorge verstehe ich sehr gut, da dein älteres Kind einen schwachen Muskeltonus hat. Ich denke, dass du mit ihm sicher in guter Betreuung bist und du dem Kind viel freie Bewegung ermöglichst.
Lasse deiner kleinen Tochter immer so viel Bewegungsmöglichkeiten, wie sie braucht, z.B. wenn sie irgend wann anfängt zu laufen, nehme selten den Buggy, sondern lasse sie frei laufen. In dem Alter ist das wichtiger als mit den Kindern zu Hause zu spielen. Wenn sie ganz sicher im Laufen ist, kommt wieder die Phase des ruhigeren Spiels.
Vielleicht kannst du auch einige Spiele des PEKiP, die die Muskeln stärken, mit ihr zu Hause wiederholen, wenn sie das noch mag. Wenn die Kinder mal sich selbständig fortbewegen, wollen sie eher „ihren eigenen Weg“ finden.
Wenn du dir weiter Sorgen machst, besprich das Thema auch mit deinem Kinderarzt.
Ich wünsche dir und deinen beiden Kindern alles Gute und viele Möglichkeiten euch zu bewegen.
Liesel Polinski
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Liebe Liesel,
meine Tochter ist jetzt 5,5 Monate alt und dreht sich leider noch nicht.
Bis vor 2 Wochen, konnte ich sie auch kaum mal am Rücken oder Bauch liegen lassen, da sie wegen ihren Blähungen immer nur getragen werden wollte.
Wie kann ich sie nun fördern, damit sie in ihrer Entwicklung voran kommt?
Sie dreht sich zwar auf die Seiten, vorallem um an Spielzeug ran zu kommen, aber hat den Dreh noch nicht raus, komplett auf den Bauch zu rollen.
Vielen Dank schonmal für deine Antwort
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Liebe Stefanie,
es ist gut, dass du deine Tochter getragen hast, wenn sie das brauchte. Auch dabei entwickeln Kinder sich gut weiter, da sie ja den Kopf halten müssen und sich auch den Bewegungen des Erwachsenen anpassen. Allerdings üben sie andere Bewegungen als auf dem Rücken oder Bauch. Du schreibst, dass deine Tochter sich auf die Seite dreht, das ist der „erste Schritt“ zum auf-den-Bauch-drehen. Halte ihr mal das Spielzeug so seitlich hin, dass sie über die Mitte greifen muss und bewege es weiter zur Seite. Vielleicht bewegt sie dann schon den Arm so weit über die Körpermitte, dass sie in die Drehung kommt. Du kannst ihr auch einen Finger deiner Hand geben, so dass sie sich zur Seite ziehen kann. Vielleicht hält sie so lange fest, bis sie die Bauchlage erreicht hat. Nimm dann nicht sofort ihren Arm unter dem Körper vor, sondern warte ein wenig. Wenn der Arm nicht vollkommen unter dem Körper liegt, schaffen es die Kinder, wenn sie sich so weit orientiert haben, dass sie in der neuen Haltung den Kopf heben, auch den Arm hervor zu holen. Eine andere Möglichkeit ist es, deine Tochter auf eine ganz geringe Schräge zu legen, vielleicht in deinem Bett. Manche Kinder schaffen es dann leicht sich zu drehen. Viele Babys drehen sich auch das erste Mal, wenn sie nackt sind. Vielleicht lässt du deine Tochter mal nackt strampeln, wenn du die Möglichkeiten hast.
Es ist aber noch genügend Zeit für deine Tochter diese Bewegung zu lernen. Fachleute sagen, dass ein Kind sich vom Rücken auf den Bauch drehen sollte, bevor es neun Monate alt ist. Und da habt ihr ja noch viel Zeit. Und selbst, wenn ein Kind es dann nicht macht, muss das nichts heißen. Wichtig ist, das Baby nur während der Autofahrt in den Autositz zu setzen und auch Wippen oder andere Geräte möglichst nicht oder nur kurzzeitig zu nutzen. Am besten entwickelt sich ein Baby auf einer Decke auf dem Boden und durch unsere sprachliche Begleitung: „Das hast du ja schon toll gemacht, dich auf die Seite zu drehen, versuch mal weiter, ob du es bis auf den Bauch schaffst....“
Ich wünsche dir, dass du weiterhin so aufmerksam auf dein Kind bist und die Blähungen vorbei sind und deine Tochter sich mit Freude weiter entwickelt.
Liesel Polinski
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