Unsere Gesellschaft wird immer multikultureller, und den Partner findet man immer häufiger in der Ferne. Durchschnittlich jede sechste Ehe in Europa wird zwischen Partnern unterschiedlicher Staatsangehörigkeit geschlossen.
Am Anfang steht die Liebe, doch binationale Paare stürzen meist früher als andere Liebespaare vom siebten Himmel auf den Boden der Realitäten. Denn bevor sie ein gemeinsames Leben beginnen können, müssen meist Berge von bürokratischen Hindernissen überwunden werden. Das Hin und Her zwischen Standesämtern, Ausländerbehörden und Botschaften kostet Nerven.
Die Hürden der Bürokratie
"Drum prüfe, wer sich ewig bindet", heißt es so schön. Stammt der Partner der Wahl nicht aus einem EU-Land, ist ein "Ausprobieren" nicht möglich. Erst der Trauschein bringt dem ausländischen Partner die zunächst befristete Aufenthaltsgenehmigung.
"Die Urlaubsliebe unter Palmen war romantisch, im Ehealltag wurde uns schnell klar, wie unterschiedlich wir eigentlich sind", erzählt Sabine. Sie hatte sich im Urlaub auf Kuba unsterblich in Raoul verliebt. Wieder zu Hause in München trat sie zum Kampf gegen die Behörden an und setzte alles in Bewegung, um ihn nach Deutschland zu holen. Bei ihrem dritten Treffen heirateten Raoul und Sabine in Havanna. Doch nachdem der Mann ihrer Träume in ihre 2-Zimmer-Wohnung gezogen war, folgte schnell die Ernüchterung, nach zwei Jahren die Scheidung. Hätten die beiden Zeit gehabt, sich in Ruhe kennen zu lernen, wäre ihnen viel Stress erspart geblieben.









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