Dass der Familienalltag in unserem kinderentwöhnten
Land nicht immer leicht zu organisieren ist, hat sich inzwischen herumgesprochen.
Doch wie sich Eltern wirklich fühlen mit ihren Kindern und ihrem
Leben als Familienmenschen, darüber
wird weniger geredet. Wir wollten es genauer
wissen - und deshalb haben wir zusammen
mit dem Meinungsforschungsinstitut
forsa eine repräsentative Umfrage
gestartet.
1014 Väter und Mütter mit Kindern unter elf Jahren und aus allen Teilen der Republik wurden nach ihrem Alltag, ihren Ängsten, ihren Schwierigkeiten - und ihrer finanziellen Situation befragt.
Download
Aufregerthema? Diskutieren Sie im Politik-Forum!
Fühlen Sie sich durch die Aussagen der Umfrage bestätigt? Oder sehen Sie manche Dinge ganz anders? So oder so, diskutieren Sie doch mit anderen Eltern über das Thema "Familien in Deutschland". Hier geht's zum Forum.
Grund zur Freude: Eltern haben keine Angst vorm Erziehen!
Beinahe die Hälfte (47 Prozent) der Befragten gibt an, sie hätten eine klare Vorstellung von der Erziehung ihrer Kinder und setze diese auch meist problemlos durch. 41 Prozent haben zwar ab und zu Zweifel, suchen dann aber Rat bei Freunden oder in Erziehungszeitschriften. Nur acht Prozent sagen, dass sie Probleme mit ihren Kindern haben, fünf Prozent holen sich Rat vom Profi - wobei hier die Wahrscheinlichkeit mit Anzahl und Alter der Kinder deutlich zunimmt. Dazu passt auch, dass die ganz jungen Eltern mit eher kleinen Kindern besonders selbstbewusst sind. So fanden bei den 18- bis 29-Jährigen 54 Prozent: Erziehungsfragen sind bei uns kein Problem. Wir kommen gut klar!
Die Mehrheit meint: Kinder sind ein Geschenk
Die große Mehrheit der Eltern hat das gute Gefühl, dass Kinder Bewegung und Fortschritt bedeuten, und fühlt sich dadurch beschenkt. So gaben beinahe zwei Drittel der Eltern an, das Schönste am Leben mit Kindern sei, zu sehen, wie sich die Kinder entwickelten. 40 Prozent der Frauen und 32 Prozent der Männer finden, das Schönste sei, dass man durch die Kinder auch viel über sich selbst lernen könne und sich mit ihnen weiterentwickle. Uns freut das, weil sich darin eine Haltung spiegelt, von der auch ELTERN überzeugt ist: Mehr Kinder, mehr Leben!
Das war zu erwarten: Mütter fühlen sich mehr unter Druck als Väter!
Väter-Alltage unterscheiden sich von Mütter-Alltagen. Denn Mütter fühlen sich immer noch mehr für die Kinder, ihre Betreuung und Förderung zuständig als Väter. Und sie versuchen auch häufiger, den Spagat zwischen Job und Familie hinzukriegen. Das ist nicht neu - und daran hat sich offenbar trotz bezahlter Vätermonate noch nicht so furchtbar viel geändert. So finden 44 Prozent der Frauen (aber auch 30 Prozent der Männer), dass es oft schwierig ist, Beruf und Kinder miteinander zu vereinbaren. 44 Prozent der Mütter, aber nur 15 Prozent der Väter wären gern mehr berufstätig, haben aber keine befriedigende Betreuungslösung. Nur folgerichtig: Mütter (40 Prozent) leiden mehr als Väter (29 Prozent) darunter, wenn sie weit weg von Oma und Opa wohnen.
Denn mit den Großeltern fällt eine unkomplizierte und kostenfreie Entlastungsmöglichkeit im Alltag weg. So sagen 36 Prozent der Frauen, aber nur 22 Prozent der Männer, dass sie wegen der Kinder zu wenig Zeit für sich haben. Und auch bei der Frage, ob man als Alleinverdiener besonders unter Druck steht, antworten Frauen (82 Prozent) öfter mit Ja als Männer (66 Prozent). Dies irritiert zunächst, denn schließlich sind Familienväter viel öfter Alleinverdiener als Familienmütter. Aber: Vielleicht findet er seinen Job als Haupternährer gar nicht so stressig, wie sie glaubt, dass er wäre, wenn sie ihn machen würde. Und: Immer noch gibt es bei uns siebenmal so viele alleinerziehende Mütter wie Väter, Frauen, die fast alles allein schaffen müssen und zu Hause keinen Partner haben, der sich um die Kinder kümmert. Das frisst Zeit und Kraft und Nerven!



Google
Facebook
Mister Wong
del.icio.us 






ich habe viel lernen dürfen in dem
eltern-kind-programm. das es leider nur in bayern gibt aber wir gingen dann zu den wochenend kurse.
wenn man reflektiert wird auf gleicher augenhöe tut das einem soooo gut.
schaut mal die seiten an 3w.ekp.de
Wir sind beide voll berufstätig, haben eine inzwischen 3-jährige, die seit dem 1sten Geburtstag die Kinderkrippe und jetzt die KiTa besucht, und das zweite ist unterwegs. Das 1 Jahr Erziehungsurlaub hat unsere kompletten Ersparnisse nahezu aufgefressen. Abgesehen davon, dass ich gerne in meinem Job arbeite und mir nach dem Jahr auch letztlich geistiger Input gefehlt hat, wäre es finanziell schlichtweg nicht machbar gewesen, weiter zuhause zu bleiben. Dabei hat unsere Kleine extrem vom Besuch der Kinderkrippe profitiert - ein Kind lernt von Erwachsenen niemals soviel im selben Zeitraum, wie es von anderen Kindern lernen kann! Gerade das Sozialverhalten wird enorm gefördert - wir haben einen beträchtlichen Unterschied zu Kindern erlebt, die stundenweise in Krabbelgruppen betreut waren! Mit unserem zweiten Zwerg werden wir wieder genau den selben Weg beschreiten. Allerdings werde ich meine Arbeitszeit reduzieren, damit für die Familie und deren Organisation etwas mehr Spielraum ist.
Mit meinen zwei Kindern (4 und 1) bin ich gern zu Hause, mein Mann arbeitet. Diese klassische Rollenverteilung finde ich für unsere Situation am besten, denn die Kleinkinderzeit geht so schnell vorüber. Mein Studium, das ich unterbrochen habe, kann ich immer noch beenden. Ich finde, dass zur Zeit die berufstätigen Mütter zu sehr unterstützt werden, alles dreht sich nur noch um Kinderbetreuung außer Haus und die Vereinbarung von Kind und Beruf. Und die Verteilung des Elterngeldes ist in meinen Augen eine einzige Ungerechtigkeit und trägt bestimmt nicht zu dem erwünschten Bevölkerungswachstum bei. Wer über mehrere Jahre seine Kinder zu Hause betreut und so auf Arbeit außer Haus verzichtet, hat mit Sicherheit das finanzielle Nachsehen.
Wir haben zwei Kinder. Wollen aber noch mindestens eines. Finanziell ist es mit einem Einkommen sehr schwer, dennoch möchte ich meine Kinder nicht ganztags abgeben. Ich finde auch, daß die Zustände in der Kita (und das hört man von vielen) einfach schlimm sind. Personalmangel und Überforderung. Offene Gruppen, in denen viele Kinder ziemlich hilflos umherirren, weil ihnen das "Behütete" fehlt und schlechtes Essen. Ich bin gern zu Haus für meine Kinder da. Aber der Staat hat daran wohl kein Interesse.
Wir haben sehr gerne unsere 3 Kinder, unser 4. wird im Februar geboren. Bei uns herrscht das klassische Elternbild: Papa arbeitet und Mama ist bei den Kindern- und das sehr gerne. Für uns ist das gut so- aber wir hätten gerne mehr Netto. Sollte meine Frau arbeiten, wird wohl fast das ganze Gehalt für Betreuungskosten draufgehen. Warum also arbeiten gehen? Auch eine bezahlbare Wohnung zu bekommen kann man vergessen. Aber mit Hund 4- Zimmer zu bekommen klappt gut.
Aber wir sind sehr gerne Eltern
Fam. Busch
(5 Kommentare)