Erinnerungen einer Mutter
Ungeschützt, die streichholzdünnen Ärmchen ausgebreitet, liegt das winzige Wesen im gläsernen Inkubator, dem grellen Licht der Intensivstation, dem Alarmschrillen der Überwachungsmonitore ausgesetzt. Es hat Infusionsnadeln in den Armen, im Kopf. Schreien kann das Geschöpf nicht; der Schlauch der Beatmungsmaschine lähmt seine Stimmbänder. Feine dunkle Haare bedecken den kleinen Körper. Die Haut ist durchsichtig, Adern und Venen sind darunter zu erkennen.
Die Ohren sind noch so weich, dass sie sich nach innen rollen. Bei jedem schweren Atemzug zeichnen sich scharf die Rippen des kleinen Brustkorbes ab. Das Gesicht wirkt ausgemergelt, wie bei einem Greis. So sieht kein Baby aus. Dieses Wesen war nie für das menschliche Auge bestimmt; schon gar nicht für das seiner Mutter. 960 Gramm ist es leicht, in der 29. Woche der normalerweise 40 Wochen dauernden Schwangerschaft aus dem Mutterleib gerissen. Meine Tochter Cora.
Sanfter Umgang ist heute Standard
Das war vor gut 13 Jahren. Der erschütternde Anblick eines zu früh geborenen Babys ist der gleiche geblieben, damals wie heute. Aber die Überlebenschancen und die zu erwartende Lebensqualität von Frühchen sind um vieles besser geworden. "Nicht neuartiges Equipment bringt diese Erfolge", erklärt Professorin Orsolya Genzel-Boroviczeny, Leiterin der Neonatologie (Neugeborenenmedizin) im Klinikum der Universität München-Innenstadt, "sondern die größere Erfahrung, die wir haben: Unsere Einstellung hat sich geändert."
Im Gegensatz zu früher achtet man gewissenhaft auf Nebenwirkungen der Intensiv-Medizin, längst hat sich ein "sanfterer" Umgang mit den Winzlingen durchgesetzt: Die "Känguruh- Methode" (Eltern werden ermutigt, sich das Baby auf die Haut zu legen) gehört fast in allen Kliniken zum Standard. Im Inkubator lagert man die Frühgeborenen ebenfalls so kuschelig wie möglich.
Noch nicht in allen circa 200 Frühgeborenen-Stationen Deutschlands eingesetzt, aber durchgängig angestrebt: gedämpftes, punktuelles Licht, Deckenstrahler, geräuscharme Geräte. "Wir gehen davon aus", hofft Silke Mader, engagierte Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" und selbst Frühchenmutter, "dass in fünf Jahren 80 Prozent der Kliniken 'Rooming in' für Frühchen und ihre Eltern bieten." Wie bei gesunden Neugeborenen. Noch ist, zumindest teilweise, Alltag, was ich vor 13 Jahren alles durchgemacht habe.




Sanfter Umgang ist heute Standard?
Der sanfte Umgang mit Frühgeborenen ist ein Märchen und wird gern den Frühcheneltern erzählt, die nicht 24 Stunden ununterbrochen bei ihrem Kind sein können! Das glauben Sie nicht? Dann lesen Sie die wahre Geschichte „Frühgeburt – Rien ne va plus?“ (Nichts geht mehr?) von Katharina und Johannes Wolff-Richter! Den Buchtitel einfach googeln! Herzlichst Marie-Luise
Meine Maus wird jetzt im Januar 2009 4 Jahre alt. Sie kam in der 27. SSW und wog 613gr. Ich habe das Glück, daß sie gesund ist und keine Schäden geblieben sind. Sie ist zwar sehr hibbelig, muß sich dauernd bewegen. Die ersten 2 Jahre waren stressig. Aber jetzt hat sich alles eingespielt. Ich danke Gott, dass alles glatt gelaufen ist und den Schwestern und Ärzten.
meine tochter kam in der 29 woche auf die welt das war im november 2006 sie ist nur 2 woche alt geworten 15.12 06 ist sie gestorben. sie hat hirn blutung und darm enzuntung es war eine scherre zeit für mich und mein mann.nach 7 monade wurte ich wie der schwanger ich hate angst das es wie der basiert in der 35 woche kam ein gesunden junge zur welt er ist iezt 11 woche alt ich sage imer seine schwester ist iezt sein schuzengel.
naja, es is ja schön wenn über Frühgeborene berichtet wird, es mag ja alles schlimm sein... aber was ist mit kranken Frühgeborenen!? Warum berichtet niemand über kranke Kinder? Ich selst habe einen Sohn der in der 34 ssw mit einer Ösophagusatresie und einem herzfehler zur welt kam.
ich finde es schade, dass nie übr solche kinder berichtet wird!
lg
katrin paetsch
Dieser Artikel hat mir als betroffene Mutter aus dem Herzen gesprochen. Vielen Dank! Und allen Frühcheneltern wünschen wir viel Kraft und Zuversicht! Lg, Karin Thompson
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