Haushalt mit Kindern

So wird putzen zum Kinderspiel

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Haushalt mit Kindern: So wird putzen zum Kinderspiel

Neue Routinen

Haushaltsprofis geben gern den Tipp, nur ein- oder zweimal in der Woche zu kochen, dann aber auf Vorrat. Dazu braucht man natürlich einen Wochen-Einkaufsplan sowie eine ganze Menge Töpfe, Auflaufformen, Tiefkühlboxen. Das kann ein Ziel sein. Andererseits ist, eh man sich‘s versieht, freitags Waschtag, samstags Großeinkauftag, montags Großkochtag und dienstags Alles-Reinemachtag. Es gilt, das richtige Gleichgewicht zwischen Malhier-mal-da-Putzerei und optimiertem Haushaltsmanagement für die eigene Familie zu finden. Zu den nötigen neuen Routinen gehört aber in Familien mit Kleinkindern:

Konsequent ausmisten

Alle paar Wochen ist Babykleidung zu klein geworden - ab damit in den Keller. Oder an Freunde verschenken. Oder an die Diakonie. Ein Ausflug zum Wertstoffhof ist für Zweijährige sehr spannend. Besonders, wenn sie ein altes Faxgerät in den Metallcontainer kloppen dürfen.

Reif für den Trockner?

Bisher argumentierten Sie: Ein Trockner verschleudert Energie, das meiste darf eh nicht rein, wird knittrig oder eine Nummer kleiner. Jetzt überlegen Sie: So ein Trockner erleichtert einem bei drei oder vier Personen enorm das Leben. Babysachen, Handtücher, Bettwäsche – die Hälfte der Sachen ist gleich wieder schrankfertig.

Dreck reduzieren

Wenn Besucher fragen, ob sie ihre Schuhe ausziehen sollen, antworten Sie – anders als früher - ruhig: "Wäre nett!" Auch ein Teppich im Eingangsbereich ist jetzt nicht schlecht. Früher oder später vergessen Sie nämlich, noch am Spielplatz den Sand aus den Kinderschuhen zu kippen. Mit Teppich bleibt das Zeug wenigstens im Flur.

Outsourcen

Falls die Großeltern mal mit einer Finanzspritze helfen wollen: Eventuell lohnt es sich, Bettwäsche und Tischdecken zum Mangeln zu geben. Oder die neuerdings oft losen Knöpfe zur Schneiderin zu bringen, bevor sich Mäntel, Blazer und Blusen als abendliche Näharbeit neben dem Fernseher türmen (auch Reinigungen erledigen das). Vielleicht ist Ihrer Familie auch damit geholfen, dass alle 14 Tage in drei, vier Stunden eine Zugehfrau die Grundreinigung erledigt.

Der Waschtag

Bisher galt: Gewaschen wird, wenn eine Trommel voll ist. Jetzt läuft die Maschine täglich. Täglich muss aufgehängt und abgehängt werden, der Wäscheständer steht dauern im Weg. Eine mögliche Lösung: den guten alten Waschtag wieder einführen. Zum Beispiel freitags drei ladungen durchnudeln, Bügelfeuchtes macht gleich Platz für die nächste Trommel. Effekt: Am Mittwoch lässt man sich nicht vom überquellenden Wäschekorb unter Druck setzen, weil man weiß, dass er am Freitag dran ist.

Show-Putzen

Zeitoptimisten geraten gelegentlich in Prioritätenkonflikt: eine saubere Wohnung präsentieren oder lieber ein gutes Essen? Es gibt Schleichwege, um beides hinzukriegen: Entscheiden Sie, welches Zimmer Besuch zu sehen bekommt. Die anderen lassen Sie. Wenn keine Zeit mehr zum Aufräumen ist, sehen Stapel immerhin ordentlicher aus. Wahrscheinlich haben Sie ohnehin schon in jedem Zimmer eine Spielzeugkiste stehen - denn spielzeugfrei Zonen sind mit Kleinkindern Illusionen.
Ein Bad wirkt gleich gepflegter, wenn Waschbecken und Spiegel glänzen und ein frisches Stück Seife am Beckenrand liegt. Dass der Duschkopf längst entkalkt werden müsste merken höchstens Übernachtungsgäste.

Autor

Bettina Koch


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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von vanessa am 28. August 2010, 01:04 Uhr

    @tiffy

    herzlichen glückwunsch zu solch einem mann, der einkäufe erledigt und abends kocht! ich muss alles selber machen und damit meine ich, was haushalt betrifft, wirklich alles, ausnahmslos. und das mit einem baby und einem kleinkind...also nochmal, herzlichen glückwunsch!!!!


  • von tiffy am 21. April 2010, 22:29 Uhr

    Mein Mann macht meistens direkt nach der Arbeit die Einkäufe und kocht jeden Abend :) Ansonsten kann ich nur weitergeben, was mein Daddy mir seit klein auf eingetrichtert hat: „Keine leeren Wege!“


  • von tiffy am 21. April 2010, 22:28 Uhr

    Nabend

    Mein Mann und ich teilen nebenbei noch eine zeitintensive Leidenschaft. Jeder spielt in seiner eigenen Band. Dass heißt min.4x/Woche proben, er arbeitet in Vollzeit und ich möchte spätestens in 6 Monaten auch wieder arbeiten. Ganz nebenbei wächst unser Sohn(6 Monate) Windelfrei auf; dass erfordert viel Aufmerksamkeit. Da kommt der Haushalt oft zu kurz.

    Bei uns hat sich Gott sei Dank vor einiger Zeit ein Rhythmus eingeschlichen, sodass man den Tag tatsächlich mal planen kann. Ich lege alles was angefallen ist (Wäsche, Spülmaschine, Putzen, Brei kochen...) in das 3 H Zeitfenster in dem Baby mittags schläft.

    Wenn’s mal brennslich wird, werden halt nur die wichtigsten Räume kurz auf Vordermann gebracht und die 2€ IKEA Matten im Bad noch gegen frische ausgetauscht. Besucht werden wir in Baby-Wach-Zeiten, der jenige Welcher hat dann auch mehr davon. Und jetzt mal ehrlich der Besuch hat doch in dem Moment etwas viel interessanteres vor sich.


  • von Gianna am 18. Februar 2010, 17:27 Uhr

    Huhu,
    also wie wärs ganz einfach mit einer Tragehilfe? Ich setz mir meinen Kleinen auf den Rücken und los gehts mit der Hausarbeit...


  • von jasmins. am 30. Januar 2010, 13:31 Uhr

    meine tochter ist 2,5 jahre und mein sohn 8monate. jonas war von anfang an ein sehr schlechter schläfer und wollte immer unterhaltung. kaum sah er niemanden, wurde geschriehen. daher trag ich ihn beim haushalt immer auf dem rücken (im tragetuch oder ergo). auf dem rücken spürt man die kleinen kaum und man hat viel freiraum und kann sich gut bewegen. meinen haushalt konnte ich nie machen wenn beide schliefen....weil jonas ja nie alleine geschlafen hat.


(10 Kommentare)

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