Kindersitze
 
Kindersitze - passend gekauft, perfekt installiert

Ohne geht gar nicht: Kindersitze sind unverzichtbar im Auto, doch beim Kauf und auch bei der Montage gibt es einiges zu beachten. Worauf es bei neuen Kindersitzen ankommt, worauf man bei gebrauchten Kindersitzen achten muss und was man unter "Isofix" versteht - das erfahren Sie alles hier.

Worauf muss man beim Kauf eines Kindersitzes achten?

Kindersitze: Kindersitze - passend gekauft, perfekt installiert
Dron - Fotolia.com
  1. Am wichtigsten: Der Kindersitz muss zum Gewicht des Kindes passen und zu seiner Körpergröße.
  2. Nehmen Sie am besten das Kind und auch das Auto mit zum Kindersitzkauf. So treffen Sie auf reale Bedingungen und der Verkäufer kann Ihnen die Montage genau erklären.
  3. Der Sitz muss auch aktuellen Prüfstandards entsprechen. Erkennen kann man das am Prüfsiegel: Jeder Kindersitz hat ein braunes Siegel, auf dem ein großes E (für Europa) steht. Wenn die Prüfnummer unter dem E in einem Kreis mit 04 beginnt, handelt es sich um die aktuelle ECE R44/04 Prüfnorm. Kindersitze, deren Prüfnummer mit 03 beginnen, entsprechen der alten Norm. Sie dürfen noch weiterverwendet werden, sollen aber nicht mehr vom Handel verkauft werden.
  4. Der Kindersitz muss zum Auto passen. Es gibt Automodelle (z. B. Smart, Mercedes) die typenspezifische Kindersitze anbieten, das gilt gerade dann, wenn es um das Sicherungssystem ISOFIX geht. Denn hier passt nicht jeder ISOFIX-Sitz zum Auto.

Was bedeuten die unterschiedlichen Kindersitz-Gruppen?

Die unterschiedlichen Kindersitzmodelle lassen sich grob in drei Gruppen unterteilen.
Normalerweise benötigt ein Kind, bis es ohne Hilfsmittel im Auto mitfahren kann, drei unterschiedliche Kindersitze: Einen der Gruppe 0 (besser 0+) einen der Gruppe I und einen der Gruppe II/III.

Gruppe 0 und 0+: Darunter fallen die Babyschalen, die der Fahrtrichtung entgegengesetzt montiert werden. In Gruppe 0 und 0+ können Babys und Kleinkinder bis zu einem Körpergewicht von 9 kg bzw. 13 kg sehr sicher transportiert werden. Da dieses System bei einem Crash die dort wirkenden Kräfte besser abfangen kann, sollte man möglichst spät auf das nächstgrößere Modell umsteigen. Zeit für einen Wechsel ist es dann, wenn der Scheitel des Kindes gerade noch nicht über den Rand des Kindersitzes hinausragt.

Gruppe I: Für Kinder bis zu einem Körpergewicht ab 9 kg bis ca. 18 kg. Die Sitze werden in dieser Klasse in der Regel mit Hosenträgergurten angeboten. Die Träger müssen aber straff sitzen, damit sie optimal sichern. Meist sind Kinder zwischen 4 und 5 Jahre alt, wenn sie auf das nächstgrößere Modell umsteigen.

Gruppe II/ III: Für Kinder mit einem Gewicht von 15 bis 25 kg (Gruppe II) und 22 bis 36 kg (Gruppe III). In diese Gruppen gehören alle Sitzerhöhungen mit und ohne Schlafstütze. Der normale Dreipunktgurt verläuft hier durch eine Schulterspange, damit er richtig über der Schulter sitzt und nicht zu nah am Hals verläuft. Auch im Beckenbereich ist der Gurt so angebracht, damit ein "Herausrutschen" des Kindes oder ein Verrutschen des Gurtes in den Bauchraum unmöglich ist. Sitzerhöhungen sollten am besten nur mit Rückenstütze verwenden da, bei einem Seitencrash so der Schutz größer ist.

Wann sollte man zum nächstgrößeren Kindersitz wechseln?

Grundsätzlich gilt: Zum nächstgrößeren Sitz sollte man möglichst spät wechseln. Orientieren kann man sich an den Gewichtsangaben, die auf dem Prüfsiegel des Kindersitzes angegeben sind. Noch wichtiger ist aber, dass der Scheitel des Kindes nicht über die Oberkante des Kindersitzes hinausragt. Besonders wichtig ist dies bei Babyschalen. Bei einem Unfall wirken auf Kinder in einem nach vorne gerichteten Sitz viel höhere Belastungen auf Wirbelsäule und Nacken, als in einer entgegen der Fahrtrichtung montierten Babyschale.

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