Verbales Kuscheln
Emilia heißt bei ihren Eltern Mäuschen und Emilias Vater Paul wird von seiner Frau liebevoll Schatz genannt. Wenn es um Kosenamen geht, dann sind die Deutschen wirklich nicht besonders kreativ: Schatz, Maus, Hase, Bär und Spatz führen immer noch die Ranglisten an.
Ganz anders, wenn es um die Wahl der Kosenamen geht, scheinen die Promis dieser Welt zu sein. Der Schauspieler Sky du Mont zum Beispiel wird von seiner Frau Mirja nicht etwa Liebes, Hase oder Schätzchen genannt. Er trägt den Kosenamen Schnippi. Heiner Lauterbach sagt zu seiner Frau Victoria zärtlich Schnuffi. Und erinnern Sie sich noch an Edmund Stoibers Kosenamen für seine Frau Karin: Muschi? Der Hollywood-Star Tom Cruise nennt seine Frau Katie Honig-Schnecke und Nicolas Sarkozy seine Frau Carla Bruni Charlie Brown.
Ob außergewöhnlich oder nicht, feststeht, dass sich Kosenamen für den Partner oder die eigenen Kinder allgemeiner Beliebtheit erfreuen. Aber wieso ist das eigentlich so?
Grundsätzlich ist das eine gute Sache mit den Kosenamen. Denn "Schnucki", "Wuschel" und "Krümel" erfüllen eine wichtige Mission: Kosenamen stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Für viele sind Kosenamen eine intime Form, ihre Zuneigung und Nähe zum Ausdruck zu bringen: „Kosenamen können als ‚besondere Wörter‘ aufgefasst werden, weil sie Teil einer ‚Sprache der Liebe‘ sind“, so Dr. Jan Claas Freienstein vom Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft der Universität Augsburg.
Klarer Spitzenreiter laut einer Studie der Universität Augsburg ist und bleibt der Kosename Schatz. Auf Platz zwei der Top Ten steht Maus, gefolgt von Hase und Bär.









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