Väter

Die Männer von heute - alles arme Schweine?

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Ralf Bönt: "Das entehrte Geschlecht: Ein notwendiges Manifest für den Mann


Sie vereinbaren Beruf und Familie, sie engagieren sich in der Politik - keine Frage, die Frauen haben in den vergangenen Jahrzehnten eine Menge erkämpft. Doch nicht nur Feministinnen sind der Meinung: Das Ziel ist noch immer nicht erreicht. So verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen, und sie reiben sich viel stärker auf bei dem Versuch, Kindern, Karriere, Partner und sich selbst gleichermaßen gerecht zu werden?

Wirklich? Der Schriftsteller Ralf Bönt ist da anderer Meinung: Für ihn sind in der westlichen Welt mittlerweile die Männer das am meisten benachteiligte Geschlecht: Nicht nur, weil sie eine geringere Lebenserwartung haben als Frauen, sondern vor allem, weil sie noch immer an alten Rollenklischees gemessen werden. Besonders betroffen davon sind Bönts Ansicht nach die Väter: Während Frauen mit Kindern mittlerweile zwischen einem Leben als berufstätiger Mutter und dem als Hausfrau wählen dürften, würden Väter immer noch in erster Linie als Ernährer ihrer Familien gesehen - auch und gerade von ihren eigenen Partnerinnen. Ob beim Gespräch mit der Hebamme oder beim Sorgerecht - Väter werden in Deutschland massiv diskriminiert, klagt der Autor deshalb in seinem viel diskutierten Buch "Das entehrte Geschlecht: Ein notwendiges Manifest für den Mann" (Pantheon Verlag, 12,99 Euro).

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Die Diskrepanz zwischen dem Bild vom "starken Geschlecht" und dessen, leider meist geheimen, Nöten beschreibt Ralf Bönt scharfsichtig und für Leser beiderlei Geschlechts bedenkenswert - manchmal jedoch auch ein wenig zu sehr aus der persönlichen Betroffenheit heraus. Finden zumindest wir - denn jetzt sind Sie gefragt! Hier präsentieren wir Ihnen einige Auszüge aus Bönts Manifest als Leseprobe. Sie können sich nun als als Buchkritiker betätigen und in Ihrem Kommentar unter dem Artikel schreiben, was Sie von den Ansichten halten. Ist es für Väter heute wirklich so schwer, sich einen Platz im Familienleben zu erkämpfen? Oder ist das Buch nicht eher die Einzelmeinung eines Mannes, der mit dem Geschlechterverhältnis im 21. Jahrhundert nicht klar kommt und seine Wut an Frauen und Müttern auslässt? Wir sind sehr gespannt auf Ihre Meinung!

Hier geht's zu den Leseproben - klicken Sie einfach auf den entsprechenden Link und schreiben Sie uns Ihre Buchkritik dann als Kommentar unter den gesamten Artikel:

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  • von Papa am 3. Februar 2014, 22:59 Uhr

    Väter müssen vom Anfang an, von Ärzten und Hebammen, miteinbezogen werden.
    d.h.: wenn die werdende Mutter erste Schwangerschaftsbestätigung von Frauen- Ärzte bekommt, dann sollte sie gleichzeitig von Frauen Ärzte darauf hingewiesen und geklärt werden wie wichtig ist es ALLE Termine, wo es um das Geburt und Zukunft der Baby geht, gemeinsam mit dem werdendem Vater wahrzunehmen.
    Das ist die erste Voraussetzung für harmonische, glückliche und gleichberechtigte Erziehung des Kindes.


  • von Bandora am 24. Oktober 2013, 10:08 Uhr

    Lieber Herr Bönts: Wenn Papa 100% arbeitet und Mama nicht, Mama also mehr Zeit zu Hause verbringt, hat sie zu Hause auch mehr zu sagen. Wenn Papa 50% arbeitet, und Mama 100%, ja, dann hat Papa zu Hause auch mehr zu sagen. Es kommt doch darauf an, wer wo wieviel leistet. Und Kinderbetreuung ist anstrengen, genau wie Geldverdienen. Und ein ausfuellender Job kann durchaus auch eine Befriedigung bringen. Wenn Sie so ungluecklich bei Ihrer Arbeit sind, sollten Sie diese vielleicht einmal wechseln.
    Ich arbeite selbst 100%, und bin trotzdem hauptsaechlich allen mit dem Kind. Warum sollte ich da abends nach Vollzeitjob, Kinderbetreuung und Kochen auch noch Lust auf Sex haben? Erst Recht, wenn der Mann darum bettelt...


  • von andi am 16. Oktober 2012, 13:21 Uhr

    es ist der erste spontane moment wo ich denke das könnte ein wichtige sbuch für mich sein.
    vater bin ich seit 6 jahren zwei kinder habe.
    vater - männer wer traut sich etwas zu sagen zu hause mal ganz ehrlich. wer traut sich als vater zu seine position einzunehmen als vater ja oder nein zu sagen.....sie zu duschen anzuziehen und vieles mehr wer traut sich zu den platz ein wenig besser einzunehmen als die mutter......weil sie sind gut sehr gut


  • von Andi am 16. Oktober 2012, 13:16 Uhr

    das erste mal das ich nach nach langen jahren ein wenig schmunzeln kann.
    vieles was ich hier lese oder welche themen hier auftauchen betreffen uns alle ( männer als väter ).
    es ist egfal wie wir reagieren aber es ist richtig wenn wir es uns zutrauen es zu tun.
    wer kennt das nicht als vater mache dies oder das ich mache schon das alles alleine ich lege die sachen der kinder schon hin du machst dies nicht richtig oder das....jeder mann und vater zugleich kann jetzt seine phanstasien dazu haben. auf den punkt gebracht es gibt die situationen und die momente wo wir als vaäter spüren jetzt schluss mit den problemen und sorgen mir geht es als vater darum das sie eigenständig und sicher in das leben gehen können egal welche fehler ich mache eines ist doch sicher ich möchte als vater handeln können


  • von Gast 1 am 13. Oktober 2012, 14:20 Uhr

    Ich hab nur darauf gewartet, dass der erste Mann mal seine Klappe aufmacht! Die Meisten jammern ja nur, anstatt was ändern zu wollen. Natürlich ist das Buch sehr persönlich und es ist subjektiv, aber trotzdem finde ich es gut! Und es muss kontrovers sein, sonst liest es ja keiner. Als Schwester eines Zwillingsbruders habe ich selbst lang genug erfahren, was Geschlechter-Benachteiligung bedeutet und auch heute verdiene ich wahrscheinlich weit aus weniger als 70% des Gehalts meiner männlichen Kollegen. Doch ich musste bei meinen eigenen Söhnen feststellen, dass sie nicht frei sind. Warum darf die Lieblingsfarbe eines Jungen nicht rosa sein?
    Mein Mann hat beide Elternzeiten und seine Teilzeit jedes Mal per Gericht eingeklagt. Und wenn ich andere Mütter beobachtete, stelle ich fest, dass sie zu zuhause nicht annäherend so viel abgeben wollen, weil Männer halt Männer bleiben sollen.
    Ich wünsche allen Frauen und Männern genug Kraft ihren eigenen Weg zu gehen, um stolz und glücklich zu sein!


(15 Kommentare)

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