Er arbeitet, sie macht den Haushalt - gilt das immer noch?
In TV-Serien gehört er längst zur Stammbesetzung, und auch aus den Konzepten der Familienpolitiker ist er nicht mehr wegzudenken: der "neue" Mann und Vater, der selbstverständlich seine Vätermonate in Anspruch nimmt, seine Frau bei ihrer beruflichen Karriere unterstützt und sich die anfallende Hausarbeit mit ihr gleichberechtigt teilt.
Und in Wirklichkeit? Da lässt sich dieser neue Männertypus bislang offenbar nur selten blicken - zumindest suggeriert das die "Vorwerk Familienstudie 2008". Im Auftrag des Staubsaugerherstellers Vorwerk befragte das Institut für Demoskopie Allensbach (IFD) dabei 1.816 Personen ab 16 Jahren zu ihren Einstellungen in Sachen Familienleben und Hausarbeit.
Ein Ergebnis: Der deutsche Mann drückt sich anscheinend gerne davor, im Haushalt mit anzupacken und legt lieber die Füße hoch, wenn er von der Arbeit kommt. So sagten 76 Prozent der befragten Mütter von Kindern unter 16 Jahren, die in einer Partnerschaft leben, dass sie "alles" (vier Prozent) oder das "meiste" (72 Prozent) der Hausarbeit sowie der Kindererziehung alleine erledigen. Dass die Frauen nicht übertreiben, zeigt der Blick auf die Männer: 61 Prozent von ihnen gaben zu, dass sie nur einen "kleinen Teil" dieser Tätigkeiten übernehmen würden. Sieben Prozent jedoch bekannten, ihrer Frau "kaum etwas" oder sogar "gar nichts" abzunehmen.
Zwar sind die meisten dieser Männer voll erwerbstätig, während ihre Partnerinnen maximal stundenweise arbeiten. Trotzdem scheinen die Frauen mit dieser Arbeitsteilung nicht gerade glücklich zu sein: Immerhin 33 Prozent der befragten Mütter räumten ein, dass es bei ihnen im Streit um dieses Thema sogar schon zu Ehekrisen gekommen sei.
Ebenfalls erstaunlich: Vor allem junge Männer scheinen eine, vorsichtig gesagt, konservative Vorstellung von der Arbeitsteilung in der Partnerschaft zu haben. Denn während mehr als zwei Drittel aller jungen Frauen zwischen 16 und 29 Jahren es als "ganz besonders wichtig" ansahen, dass eine berufstätige Mutter nicht nur für ihre Familie da ist, sondern sich auch selbst verwirklichen kann, hielt nur jeder dritte junge Mann das für notwendig.
Wer schmeißt bei Ihnen den Haushalt?
Ganz ehrlich: Irgendwie können wir uns nicht vorstellen, dass die deutschen Männer immer noch ein so konservatives Rollenmodell leben wollen. Vielleicht haben die Meinungsforscher ja die Falschen befragt?
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also ich habe eine 3 monate alte tochter und ab nächsten monat geh ich auch wieder voll arbeiten. unsere kleine geht dann in die krippe, aber wenn sie abends wieder zuhause ist, ist ihre versorgung allein meine aufgabe. auch der haushalt bleibt eigentlich so ziemlich an mir hängen.
er kümmert sich nur um die mülleimer und wenn man was repariert werden muss. ganz fair finde ich das nicht
Ich als Frau und Mutter finde es nur normal, dass ich den allergrößten Teil Hausarbeit und Erziehung mache. Denn schließlich arbeitet mein Mann Vollzeit, 40 Stunden die Woche, entweder Frühschicht oder Mittagschicht. Je nachdem wie er zu Hause ist packt er natürlich mit an. Dennoch, ich bzw. wir sind gemeinsam der Auffassung, dass wir unsere Pflichten gerecht aufgeteilt haben. Ich find das sowieso furchtbar, was manche Frauen alles von ihren Männern verlangen. Auch Frauen sollten ein klein wenig Verständnis haben für ihre Männer, wenn diese nach der Arbeit eine Pause brauchen. Es gibt doch tatsächlich Frauen, die meinen, der Mann müsse alles machen. Am besten 40 Stunden arbeiten die Woche, nebenbei noch den Haushalt schmeissen...und abends und am Wochenende der Super-Lover sein :-)
Da mein Mann die Möglichkeit wahrgenommen hat, seine Arbeitszeit in die frühen Morgenstunden zu verschieben, ist er bereits ab 12:30 Uhr zu Hause und übernimmt die meisten anfallenden Haus- und Gartenarbeiten. Nach meiner Rückkehr von der Arbeit gegen 18:30 Uhr haben wir dann als Familie genügend Zeit, um gemütlich zu Abend zu essen und die wichtigsten Ereignisse des Tages in der Schule und auf der Arbeit zu besprechen, bzw. noch ein wenig mit unserer Tochter zu spielen. Ohne den Einsatz meines Mannes wäre mein Alltag für mich schon viel stressiger als er jetzt ist, und ich kann in meinem Job leider nicht auf Teilzeit umstellen. Schön, dass es zwar wenige aber doch einige Männer gibt, die in der Partnerschaft einfach das Richtige tun und dadurch zu einem harmonischen Familienleben beitragen.
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