Mehr Pausen für Mütter
Ab heute nehme ich mir Zeit für mich!

Ob berufstätig oder den ganzen Tag zu Hause: Vielen Müttern fällt es schwer, sich im Alltag kleine Pausen zu gönnen. Fünf typische Hindernisse sind es, die sie davon abhalten. Hier finden Sie sie alle. Und gute Ideen, wie man sie überwinden kann.

Hindernis Nr. 1: "Ich bin den ganzen Tag mit den Kindern zu Hause – da stehen mir doch keine Pausen zu!"

Mehr Pausen für Mütter: Ab heute nehme ich mir Zeit für mich!

Kinderbetreuung und Haushalt sind anstrengende, anspruchsvolle Arbeit ohne geregelte Zeiten. Und wer arbeitet, der braucht Pausen. Da es zu Hause keinen Betriebsrat gibt, der über die Einhaltung von Pausen wacht, müssen Sie es schon selbst tun. Damit sind nicht Pausen gemeint, die sich zufällig ergeben: Die Kinder spielen gerade mal ganz friedlich, Sie können es sich mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa gemütlich machen? Das ist ein Glücksmoment, der aber in Sekunden schon wieder vorbei sein kann. Kein Betriebsrat würde dies als Pause akzeptieren! Tun Sie es auch nicht, sondern planen Sie regelmäßige Pausen ein, eventuell auch mit Babysitter, falls keine Großeltern verfügbar sind. Und falls Ihr Partner von der Notwendigkeit noch nicht überzeugt sein sollte: Fordern Sie ihn heraus, Kind und Haushalt zwei Tage am Stück ganz allein am Laufen zu halten, aber mit allem Drum und Dran.

Hindernis Nr. 2: "Ich bin den ganzen Tag im Job – da will ich doch die ganze übrige Zeit für die Familie da sein!"

Der Wunsch ist nur zu verständlich. Und wenn es Ihnen dabei gut geht, Sie fröhlich und entspannt sind – wunderbar! Wahrscheinlicher aber ist, dass Sie sich irgendwann nach Pausen und Zeit für sich sehnen werden. Denn jeder Mensch braucht Erholung, und wenn er rund um die Uhr für andere da ist, dann erst recht.
Trotzdem steht berufstätigen Müttern oft das schlechte Gewissen im Weg: Von den wenigen Stunden mit dem Kind auch noch welche für die eigene Erholung abzwacken? Ja! Denn eine erschöpfte, gestresste Mutter hilft niemandem. Wer sich dagegen regelmäßige Auszeiten gönnt, kehrt entspannt, gut gelaunt und mit neuen Impulsen zurück. Und davon profitiert die ganze Familie.

Hindernis Nr. 3: "Ich würde ja gerne Pausen einlegen – aber ich finde einfach keine Zeit dafür!"

Zeit ist die knappste Ressource, wenn man kleine Kinder hat. Da helfen nur kreative Lösungen. Fangen Sie damit an, den Kalender zu entrümpeln: Was muss wirklich sein? Was ist mir wirklich wichtig? Machen Sie eine Wochenplanung, in die Sie die gewünschten Pausen gleich mit hineinschreiben. Vielleicht werden Sie die eine oder andere dann doch streichen müssen. Aber wenn Sie warten, bis Zeit für Pausen von selbst übrig bleibt, sind die Kinder wahrscheinlich erwachsen. Wenn Sie nicht der Typ für Wochenpläne sind, führen Sie ein tägliches Ritual ein, in dem Mama sich ein bisschen ausruht. Und wenn es zuerst nur fünf Minuten sind: Ihr Kind wird sich daran gewöhnen – und Sie selbst auch. Und noch ein Tipp: Manche Paare geben einander jeweils einen Abend in der Woche „familienfrei“, während der andere beim Kind bleibt.

Hindernis Nr. 4: "Ich würde sogar Zeit für Pausen schaffen können – aber wenn ich dann da sitze, kreisen meine Gedanken nur darum, was ich eigentlich alles erledigen sollte."

Sie haben es geschafft, sich Zeit für eine Pause zu nehmen, nur Ihr Kopf spielt nicht mit. Vielleicht können Sie grundsätzlich schlecht abschalten? Dann haben Sie wahrscheinlich noch nicht die richtige Art von Pause gefunden. Wie wäre es mit einer Sportart, die Ihnen wenig Zeit zum Nachdenken lässt, etwa Ballspiele oder Kampfsportarten? Oder ist das Problem eher, dass es Ihnen generell schwerfällt, Familienarbeit zu delegieren? Dann sollten Sie dieses Problem zuerst angehen, zum Beispiel im Gespräch mit Ihrem Partner oder auch mit professioneller Hilfe.

Hindernis Nr. 5: "Ich weiß, dass ich Pausen bräuchte – aber ich habe keine Ahnung, was mir wirklich gut tun würde!"

Wer es nicht gewohnt ist, Erholungspausen einzulegen, muss tatsächlich erst einmal herausfinden, was ihm gut tut. Da hilft nur ausprobieren! Planen Sie regelmäßige Pausen ein und probieren Sie aus, wobei Sie sich entspannen können. Ruhe oder Bewegung? Ausdauersport oder Action? Endlich allein sein oder endlich mal wieder unter Leute? Singen, lesen, nähen? Erwarten Sie nicht, dass es sofort klappt, sondern bleiben Sie offen, dann werden Sie entdecken, womit Sie sich wirklich erholen können.

Von: Christine Brasch
ELTERN Abo