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Haben Sie gerade eine Trennung hinter sich? Hier ist Platz für gegenseitigen Rat und Unterstützung: Trennungsforum
Was eine Trennung für Kinder bedeutet und wie Familien diese Krise am besten bewältigen können, darüber sprach ELTERN-Redakteurin Christiane Börger mit dem Züricher Professor Remo Largo. Er ist Autor des Buches "Glückliche Scheidungskinder".
ELTERN: Für Kinder ist die Trennung
von Mama und Papa eine Katastrophe.
Warum?
Remo Largo:
Ein Kind erlebt sich und
seine Eltern als eine Einheit, die drei gehören
ganz einfach zusammen. Es ist unvorstellbar,
dass Mama irgendwann mal
ohne den Papa war, vielleicht einen anderen
Partner hatte oder in einer anderen
Stadt lebte. Das ist nicht Teil der kindlichen
Logik, und deshalb kann man es ihm auch
nicht verständlich machen.
Heißt das, alle Erklärungsversuche der
Eltern, warum sie sich nicht mehr
verstehen und warum sie sich trennen
wollen, kommen beim Kind nicht an?
Zumindest nicht so, wie wir uns das
vorstellen. Sagt man zum Beispiel, dass
Mama und Papa sich nicht mehr verstehen,
nur noch streiten und deshalb auseinandergehen
wollen, denkt ein Kind:
"Aber ich streite mich doch auch mit
meinem kleinen Bruder – und wir bleiben
trotzdem zusammen."
Was sagt man also einem Vierjährigen,
dessen Eltern sich trennen wollen?
Erklären, weshalb Mama und Papa auseinandergehen,
kann man nicht. Aber es
ist sehr wichtig, gemeinsam mit dem Kind
zu reden, ihm zu sagen, wie alles weitergehen
wird, und vor allem: seine Fragen
kindgerecht zu beantworten. Danach zählt
nur noch, was das Kind erlebt. Es kann mit
dem Versprechen „Papa kommt dich jedes
Wochenende besuchen“ wenig anfangen.
Es hat von diesen zeitlichen Dimensionen
keine Vorstellung. Es muss ganz einfach die
Erfahrung machen, dass Papa regelmäßig
kommt, anruft, da ist. Es muss konkret erleben:
„Für mich ändert sich nichts, auch
wenn Mama und Papa nicht mehr zusammen
sind.“ Wenn die Beziehungen erhalten
bleiben, verliert die Trennung ihren
Schrecken.
Mal ehrlich, wie viele Paare schaffen das?
Eine Trennung ist verbunden mit
Trauer, Wut und Enttäuschung. Da kann
man doch nicht einfach sagen:
"Okay, als Paar sind wir zwar getrennt,
aber als Eltern bleibt alles beim Alten."
Doch, das kann man. Ich würde sagen,
etwa einem Drittel der Eltern gelingt das
auch. Und ein weiteres Drittel könnte es
schaffen, wenn sie die nötige Unterstützung
durch Therapeuten oder Mediatoren
bekämen. Ich sage nicht, dass das leicht
ist. Im Gegenteil: Es ist ein hartes Stück
Arbeit. Aber es ist möglich.
Kein Verständnis also für Mütter, die
ihre Ex-Männer am liebsten zum Teufel
jagen würden? Oder für Väter, die sich
vor lauter Frust erst mal zurückziehen?
Ich habe Verständnis für die Eltern, die
spontan so einen Impuls haben – das ist
menschlich. Aber nicht für die, die das
dann auch durchziehen. Wer Kinder in die
Welt setzt, hat die Verantwortung, dass es
ihnen gut geht. Und dass es ihnen nach
einer Scheidung nicht schlechter geht als
vorher! Die Voraussetzung dafür ist, dass
sich Mutter und Vater während und nach
der Trennung zusammenreißen; und nicht
in erster Linie sich und ihr Leid sehen, sondern
das Wohlbefinden ihrer Kinder.
Das klingt hart.
Es ist hart. Aber man kann es auch positiv
sehen. Verantwortung zu übernehmen
und nicht in Leid und Trauer zu versinken,
gibt auch den Erwachsenen Halt und
Sicherheit. Das Leben bleibt sinnvoll, wenn
man sich klarmacht, dass es einen oder zwei
kleine Menschen gibt, um die man sich jetzt
mehr denn je kümmern muss.









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Familie ist ein hohes Gut. Trotzallem zeigt es sich doch, dass es einfach das Resultat unserer globalisierten Welt ist, dass die Familien desöfteren auseinander gehen.
Auch wir sind eine Trennungsfamilie. Nach monatelangem Streit, Kampf und unerfüllten Erwartungen haben wir es nun geschafft, uns zu lösen. Unser Kleiner war immer mittendrin. Ich denke, dass ein Kind mehr davon hat, wenn es seine Elternteile glücklich und zufrieden erlebt als ständig im Zoff. Eine Trennung kann für ein Kind auch positive Aspekte hervor bringen. Wenn man z.B. bedenkt wie effektiv jedes Elternteil die Zeit durch die zeitliche, räumliche Trennung vom Kind nutzt.
Was für ein Jammer. All diese traurigen Kinder. Mein Sohn (13) hatte acht Freunde zu seinem Geburtstag eingeladen. Zwei davon leben (noch) in normalen Verhältnisssen. Mein Sohn ist übrigens nicht dabei. Scheinbar hat "Familie" keinen besonders hohen Stellenwert. Und unsere Kinder erst. Was tun Eltern ihnen an, um ihren Eigenen Interessen, (oder Bedürfnissen?) nachzugehen? Oft genug völlig umsonst. Und so viele.
Es ist eine Schande.
Ich möchte hier mal ein gutes Buch empfehlen:
Ich will meine Kinder: Ehe, Scheidung, Katastrophe von Gerda Becker ISBN: 978-3837065060.
Bei einer Scheidung bleiben die Kinder in der Regel bei der Mutter, doch in diesem Buch werden auch die Kinder getrennt. Die Autorin schreibt wie sie um ihr Kind mit Anwälten und Behörden kämpft und doch immer wieder auf Ablehnung bei diesen und dem eigene Kind, stößt. Das Buch ist emotional aufwühlend und gibt am Ende noch hilfreiche Tipps, wie man bei einer Trennung mit den Kindern umgehen sollte.
Ich habe mit 7 Jahren die Scheidung meiner Eltern miterlebt und kann nicht bestätigen dass es besser wäre sich bei Beziehungsproblemen scheiden zu lassen. Ich bin mir sicher dass in einer so nahen Beziehung der Ehe unsere eigene Beziehungsfähigkeit beziehungsfähiger gemacht wird. Das heißt auch dass man bei einem neuen Partner wieder mit der eigenen Beziehungsfähigkeit konfrontiert ist. Meistens (hört das bitte) wird mit einer Trennung nichts besser.- Wieviel Leid entsteht in den Kindern ist nicht auszumalen wenn man es nicht selber erlebt hat. Eltern schaut wie ihr Euch versöhnt, die Schwächen des anderen ertragt und für die Schwächsten in der Familie da seid nicht nur für Euch selbst. Der Kampf lohnt sich!!!!!!!!
Ich habe den Artikel mit großem Interesse gelesen, fände es auch sehr schön so reagieren zu können, leider ist es mir zur Zeit nicht möglich. Ein miteinander mit meinem Mann ist unmöglich. Bei uns kam die Trennung in einer Hau-Ruck-Aktion seitens meines Mannes. Erst später wurde Publik, dass er eine neue Beziehung hat. Natürlich konnte ich überhaupt nicht mit der Situation umgehen. Leider kommt es zu permanenten Beleidigungen seinerseits am Telefon, so dass ich keinen Kontakt zu ihm haben möchte und somit auch den Kontakt zu den Kindern verhindere. Abgesehen davon ist er auch nicht bemüht seine KInder zu sehen. Innerhalb 8 Wochen kamen 2 Anrufe und 2 Besuche zustande. Zudem pflegt mein Mann sehr denkwürdige Kontakte (Drogen), er raucht selber gerne joints. Ich meine mein Mann kann unseren Kindern derzeit keine Werte vermitteln. Ich möchte ausserdem nicht, dass die Kinder mit seiner neuen Freundin konfrontiert werden. Wie soll ich mich bloß verhalten?
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(9 Kommentare)