Väter 2014
 
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Stehen die Väter 2014 unter Druck?

Wie ein guter Vater sein sollte, das ist das eine - wie viel er in der Realität für die Familie da ist, etwas anderes. Vollzeitbeschäftigt im Beruf und teilzeitbeschäftigt in der Familie - so könnte man die Situation des Vaters 2014 beschreiben. 30 Prozent der Väter verbringen wochentags im Schnitt nur eine halbe bis eine Stunde mit ihrem Kind/ihren Kindern, bei 29 Prozent sind es ein bis zwei Stunden, lediglich 18 Prozent sehen den Nachwuchs mehr als drei Stunden am Tag. 54 Prozent halten diese Papa-Kind-Zeit für "eher nicht" oder "überhaupt nicht" ausreichend.Das könnte heißen: Väter stellen heute andere Ansprüche an das Vatersein und setzen sich entsprechend auch mehr unter Druck als noch vor ein oder zwei Generationen. Sie wollen weder im Beruf noch in der Familie zurückstecken.Vollzeit im Beruf und möglichst viel Zeit in der Familie - das sind Wünsche, die ihren Preis haben. 24 Prozent der befragten Männer fühlen (oder fühlten) sich den neuen Anforderungen durch die Geburt des Kindes nicht immer gewachsen.

Wie verändert sich das Leben für Väter 2014?

Väter 2014: Vollzeitbeschäftigt im Beruf und teilzeitbeschäftigt in der Familie

Ebenfalls ein knappes Viertel gibt zu, es komme jetzt häufiger als früher zum Streit mit der Partnerin. Die häufigsten Gründe dafür: 1. zu wenig Zeit als Paar. 2. unterschiedliche Meinungen zur Kindererziehung, erst dann werden Aufteilung der Hausarbeit, Probleme im Bett und Geldsorgen genannt.Kinder verändern das Leben - und sie verändern uns als Menschen. Einige der befragten Väter beobachten das bei sich selbst: 27 Prozent sagen, sie seien selbstbewusster geworden, 19 Prozent finden, das Kind habe sie verletzlicher gemacht. Nur für eine kleine Gruppe von Männern (7 Prozent) ist trotz Kind eigentlich alles beim Alten geblieben.