Väter 2014
 
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Welches Rollenmodell vertreten die Väter 2014?

Der Vater hat sich zum Generalisten entwickelt

Nach außen hin bleibt der Vater heute dem traditionellen Männerbild verbunden, immerhin sind drei Viertel der Befragten "größtenteils für die finanzielle Versorgung der Familie zuständig". Aber die Männer engagieren sich durchaus auch zu Hause: 71 Prozent sagen, sie hätten sich von Anfang an um die Babypflege gekümmert, 58 Prozent geben an, sie seien bei Babygeschrei nachts aufgestanden, und 54 Prozent der Männer toben nach eigener Aussage viel mit dem Kind herum, und jeder zweite schmust gern und viel.Der Vater hat sich zum Generalisten entwickelt. Vorbei die Zeiten, als er sich noch darauf beschränkte, mit dem Kind herumzutollen und alle Unannehmlichkeiten der Mutter zu überlassen. Die meisten Männer haben eine klare Vorstellung davon, was einen guten Vater ausmacht: Er interessiert sich für die schulische Situation seines Kindes, sagen 89 Prozent. Er verbringt so viel Zeit wie möglich mit seinem Kind (81 Prozent). Er sorgt durch sein Einkommen dafür, dass es der Familie gut geht (61 Prozent). Er wickelt und füttert sein Baby regelmäßig (56 Prozent).Hier merkt man, wie sich das Bewusstsein im Laufe der Jahre verändert hat - in der ELTERN-Väterbefragung von 2005 waren es nur 43 Prozent der Väter, die Wickeln und Füttern wichtig fanden. Alles in allem: Der Vater, der da ist und sich kümmert, genießt in den Augen der Männer ein höheres Ansehen als der Versorger und Ernährer.Die Veränderungen im Rollenverständnis schließen auch den Bereich ein, der für Männer einst verpönt war: den Haushalt. Vorbei die Zeiten, als Spülen und Putzen das Hoheitsgebiet der Frau war. 27 Prozent der Männer geben an, ungefähr die Hälfte der Hausarbeit zu erledigen, 52 Prozent sind zu einem kleinen Teil beteiligt, der Anteil der Väter, die kaum einen Finger krümmen, liegt bei neun Prozent.Interessant: In der hausmännischen Evolution sind die Väter im Osten einen Schritt weiter. Hier beteiligen sich 37 Prozent etwa zur Hälfte an den täglichen Tätigkeiten wie Waschen, Spülen und Saugen.